Migrantinnen professionalisieren

21. Mai 2010, 19:25
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Migrantinnen werden vielfach "dequalifiziert" - MIKA wird dem entgegenwirken

"Migration - Kompetenz - Alphabetisierung" (MIKA), ist das jüngste Projekt im Verein Frauenservice Graz und verfolgt das Ziel die Ausbildung von Unterrichtenden im Bereich Alphabetisierung, Basisbildung und Zweitspracherwerb mit MigrantInnen zu professionalisieren. Das Frauenservice arbeitet somit an der Qualitätssicherung einer Weiterbildung, die ganz im Zeichen des Abbaus von Diskriminierung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit steht.

Niveau A2 verpflichtend

MigrantInnen, die nach Österreich einwandern, sind zum Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau A2 verpflichtet und müssen im Zuge dessen auch ihre erfolgreiche Alphabetisierung in der lateinischen Schrift nachweisen. Es gibt aber in ganz Österreich nur wenige ausgebildete Unterrichtende. Dieser Schlechterstellung von MigrantInnen versucht die Ausbildung von TrainerInnen für diesen speziellen Alphabetisierungs- und Basisbildungsbereich entgegenzuwirken.

"Dequalifizierung" trotz hoher Kompetenzen

Migrantinnen erleben in Österreich vielfach "Dequalifizierung". Sie haben oft hohe Kompetenzen, die ihnen selbst nicht bewusst, oder die nicht anerkannt sind. Das Kompetenzcoaching, ein Beratungsangebot des Vereins Frauenservice, bietet Frauen unterschiedlichster Herkunft die Möglichkeit ihre eigenen persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten, sowie beruflichen Interessen zu erkunden und zu stärken. (red)

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