Streit um "Segway"-Roller

19. Mai 2010, 15:08
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Fahrer riskieren bei zu hoher Leistung bis zu 5.000 Euro Strafe

Innsbruck - Nachdem ein Tiroler Elektromobilitäts-Unternehmen eine Offensive unter anderem zur Nutzung von Segway-Rollern mit einer Leistung von 1.800 Watt gestartet hat, ist jetzt ein Diskussion über die Nutzung der elektrobetriebenen Gefährte ausgebrochen. "Segways wurden vom Verkehrsministerium als Elektrofahrräder eingestuft", bestätigte Gerhard Ditz, Leiter der verwaltungspolizeilichen Abteilung am Mittwoch einen Bericht von "ORF Radio Tirol". Gesetzlich dürfen sie eine Leistung von 600 Watt nicht überschreiten.

Bis zu 25 km/h Geschwindigkeit erlaubt

Zudem sei mit 25 km/h die Geschwindigkeit beschränkt. "Das Strafvolumen geht bis zu 5.000 Euro", bezog sich Ditz auf das Kraftfahrgesetz. Zukünftige Segway-Nutzer sollten darauf achten, Geräte mit mehr als 600 Watt nicht zu fahren. Weiters müssten die Elektroroller laut Verordnung wie ein Fahrrad unter anderem mit Rückstrahlern und Bremsen ausgerüstet sein.

Von den 1.800 Watt seien genau 600 Watt für den Forttrieb, erklärte Matthias Dialer vom Elektromobilitäts-Unternehmen. Die übrigen 1.200 Watt seien laut Hersteller "ausschließlich für die Steuerung und Ausbalancierung des Fahrers". Mit der Vermietung und dem Verleasen der Geräte wolle man die Bevölkerung auf die Elektro-Mobilität hinweisen und unterschiedlich Geräte zur Verfügung stellen. Nach Meinung von Ditz müsse nun das Verkehrsministerium in Wien die Ungereimtheiten klären.  (APA)

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