Klagenfurter ÖH beklagt "Insolvenz" im Psychologiestudium

19. Mai 2010, 15:03
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ÖH: Bereits zugesagte Stellen sollen zusätzlich gestrichen werden

Klagenfurt - An der Uni Klagenfurt wollen ÖH-Vorsitzender Stefan Sagl und Psychologie-Studienvertreter Robert Weiß auf die ihrer Meinung nach katastrophalen Studienbedingungen für Psychologiestudenten aufmerksam machen.

Sie kritisieren desolate Betreuungsverhältnisse und Wartezeiten auf Diplomarbeiten von bis zu zwei Jahren. Mit der Protestbewegung "Psynsolvenz" versuchen engagierte Studenten nun für eine Verbesserung des Psychologiestudiums zu kämpfen.

Desaströses Betreuungsverhältnis

"Obwohl unser Studium seit Jahren unterfinanziert ist, sollen zusätzlich noch vier bereits zugesicherte Stellen gekürzt werden", ärgert sich Studienvertreter Weiß in einer Aussendung.

Auf rund 1600 Studierende der Psychologie (das sind 20 Prozent aller Klagenfurter Studenten) kämen nur knapp 15 wissenschaftliche Mitarbeiter, kritisiert Weiß. Das sei ein Verhältnis von 1:109 - im internationalen Vergleich gebe es so etwas nicht.

Im Rahmen der Woche der freien Bildung der ÖH Klagenfurt findet nun eine Podiumsdiskussion zur Misere am statt. (red, derStandard.at, 19.5.2010)

Info: Podiumsdiskussion, unter anderem mit Rektor Heinrich C. Mayr sowie Psychologieprofessor Oliver Vitouch. Donnerstag, 20. Mai 2010, 17:30 Uhr, Lendhafen.

  • Uniprofessorin Jutta Menschik-Bendele und eine Klagenfurter Psychologiestudentin halten die Situation in ihrem Studium für eine Schweinerei.
    foto: kk

    Uniprofessorin Jutta Menschik-Bendele und eine Klagenfurter Psychologiestudentin halten die Situation in ihrem Studium für eine Schweinerei.

  • Die Klagenfurter Studenten sind ohnehin schon unzufrieden - und jetzt noch vier Stellen weniger.
    foto: kk

    Die Klagenfurter Studenten sind ohnehin schon unzufrieden - und jetzt noch vier Stellen weniger.

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