Chinesische Archäologen erhalten Prinz-von-Asturien-Preis

19. Mai 2010, 14:01
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Forscher um Xu Weihong hatten Mausoleum des Kaisers Qin Shihuangdi ausgegraben

Oviedo - Ein chinesisches Archäologenteam erhält den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Sozialwissenschaften. Die Wissenschafter, die das Mausoleum des Gründerkaisers Qin Shihuangdi aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ausgegraben hatten, setzten sich in der Endausscheidung gegen den US-Wirtschaftswissenschaftler Jeffrey Sachs und die deutsche Alexander-von-Humboldt-Stiftung durch.

Das von dem Archäologen Xu Weihong angeführte Team habe dazu beigetragen, Millionen von Menschen mit einem wichtigen Kapitel der Geschichte bekanntzumachen, begründete die Jury am Mittwoch in Oviedo ihre Entscheidung. Die mehr als 2.000 Jahre alte Grabanlage bei Xian ist vor allem wegen ihrer Armee von Terrakotta- Kriegern bekannt. Das Mausoleum gehört zu den größten Grabbauten weltweit.

Die Prinz-von-Asturien-Preise werden jährlich in acht Sparten vergeben und sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Sie gelten als die "spanische Version der Nobelpreise". Die Auszeichnungen werden im Herbst vom Prinzen von Asturien, dem spanischen Kronprinzen Felipe, in Oviedo überreicht. (APA/red)

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    Als Gründer des Kaiserreichs spielte Qin Shihuangdi eine eminent wichtige Rolle in der chinesischen Geschichte. Weltberühmt machte ihn darüberhinaus seine Armee von Terrakotta-Kriegern.

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