Deutscher Fünfjahresplan zur Kino-Digitalisierung

19. Mai 2010, 13:24
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Bundesmittel für kleinere Betriebe

Cannes - Der deutsche Kulturstaatsminister Bernd Neumann will dafür Sorge tragen, dass in den kommenden fünf Jahren so gut wie alle Kinos in Deutschland mit digitaler Technik aufwarten können.

Dafür werde der Bund den kleineren Kinobetrieben - mit bis zu sechs Sälen - Mittel zur Verfügung stellen: "Das ist eine Herausforderung und eine Notwendigkeit."

Von den knapp 4740 Leinwänden in Deutschland seien noch 3700 zu digitalisieren. Davon entfielen die meisten auf umsatzstarke Kinos mit mehr als sieben Leinwänden.

Für Kinos mit bis zu sechs Sälen werde der Bund 30 Prozent der Kosten übernehmen, 20 Prozent müssten die Kinos selbst aufbringen, für die restlichen 50 Prozent sollten sich auch die Länder und die Verleiher an der Finanzierung beteiligen.

"Das soll schon bald losgehen und muss sich bald konkretisieren", sagte Neumann. Er hoffe dabei auf die Einsicht der Länder, sich trotz klammer Kassen an der Finanzierung zu beteiligen. Schließlich sei die Filmbranche inzwischen ein enormer Wirtschaftsfaktor und erfülle zudem einen kulturellen Auftrag.

Die Digitalisierung einer Kinoleinwand kosten nach Auskunft von Neumanns Ministerium zwischen 60.000 und 90.000 Euro. Auf eine ähnliche Zahl - und auf die Notwendigkeit einer Investitionshilfe duch die öffentliche Hand - hatten auch österreichische Kinobetreiber hingewiesen. (APA)

 

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