Förderpreis für 28 junge Wissenschafterinnen

19. Mai 2010, 11:36
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Nachwuchstalente werden für sechs Jahre mit insgesamt 6,3 Millionen Euro in ihrer Arbeit unterstützt

Wien - Insgesamt 28 Nachwuchswissenschafterinnen wurden Dienstag Abend in Wien von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (VP) mit Hertha-Firnberg- bzw. Elise-Richter-Stipendien ausgezeichnet. Mit den beiden Programmen bietet der Wissenschaftsfonds FWF hervorragenden Forscherinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, die Möglichkeit, insgesamt sechs Jahre Förderung in Anspruch zu nehmen. Insgesamt werden für die Forschungsprojekte der Stipendiatinnen 6,3 Mio. Euro aufgewendet.

Das FWF-Karriereentwicklungsprogramm für Frauen ist in das Postdoc-Programm "Hertha Firnberg" zur Förderung von Frauen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere und das Senior-Postdoc-Programm "Elise Richter" unterteilt. Letzteres zielt auf die Qualifikation der Stipendiatinnen zur Bewerbung um eine Professur ab.

28 von 84 Bewerberinnen werden gefördert

Insgesamt gab es 84 Anträge für die beiden Programme, nach internationaler Begutachtung wird ein Drittel (28) gefördert. Der Schwerpunkt der Projekte liegt in den Bereichen Lebenswissenschaften sowie Naturwissenschaften und Technik, auf die 4,7 Mio. Euro der gesamten Fördersumme von 6,3 Mio. Euro entfallen. Unter den 13 Hertha-Firnberg-Stipendiatinnen findet sich keine einzige aus den Geistes- oder Sozialwissenschaften, dagegen sind unter den 15 Elise-Richter-Stelleninhaberinnen acht aus dem kultur- und sozialwissenschaftlichen Bereich.

Nur 15,3 Prozent Frauenanteil bei Professuren

"Es geht zu viel kreatives und schöpferisches Potenzial verloren", betonte Karl bei der Verleihung die Bedeutung des Programms. Von 41,5 Prozent Frauenanteil bei den Dissertantinnen (2005) blieben 33,5 Prozent Frauen in der Gruppe der Universitätsassistentinnen, 18,9 Prozent Habilitierte und schließlich 15,3 Prozent Professorinnen. (APA)

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