Vorwahlen in den USA

Sieg für die Tea Party

19. Mai 2010, 11:49

In Kentucky gewinnt der Kandidat der Tea Party die innerparteilichen Vorwahlen und wird als Kandidat der Republikaner in die Midterm Elections im November gehen

Die Vorwahlen für die Midterm Elections im November brachten vor allem eines: Siege für die Radikalen innerhalb beider Parteien. In Kentucky gewinnt Rand Paul mit der Unterstützung der Tea Party die Nominierung der Republikaner. Seit innerparteilicher Gegner Tray Grayson hatte die Unterstützung des Parteiestablishments und verlor dennoch. Die Tea Party Bewegung fordert weniger Steuern, misstraut dem Staat und will sich als neue konservative Kraft positionieren.

Rand Paul sagte, sein Sieg wäre ein großer Auftrag für die Tea Party Bewegung und zeige, dass die Leute sich etwas Neues wünschen. Paul: "Sie wollen nicht die immergleichen Politiker, sie glauben das System ist kaputt und braucht frisches Blut." Sarah Palin, die bei 2008 als Vizepräsidentin für die Republikaner kandidierte und Paul im Wahlkampf unterstützte sagte, der Sieg Pauls sei ein "Weckruf für das Land". Der Sieg Pauls ist der zweite Erfolg der Tea Party. Anfang Mai verhinderte die steuer- und staatsfeindliche Bewegung eine neuerliche Kandidatur von Bob Bennet, dem amtierenden republikanischen Senator aus Utah.

Niederlage für Politik-Veteran

Auch im Lager der Demokraten musste ein Vertreter des Parteiestablishments eine Niederlage bei den Vorwahlen einstecken. In Pennsylvania entschieden sich die Parteigänger der Demokraten gegen den langgedienten Senator Arlen Specter. Er musste sich seinem Herausforderer Joe Sestak geschlagen geben.

Specter war seit 1981 Senator der Republikaner. Erst vergangenes Jahr entschied er auf die Seite der Demokraten zu wechseln. Seine Begründung: Die Republikaner seien ihm zu weit nach rechts gerutscht. Es kursiert allerdings das Gerücht, er hätte die Seiten nur deshalb gewechselt, weil er die Vorwahlen der Republikaner wahrscheinlich verloren hätte. Experten werten die Niederlage Spectors auch als Niederlage Obamas, der den Parteiwechsel des Senators begrüßt hatte.

Auch in Arkansas haben die Vorwahlen der Demokraten bereits begonnen. Noch gibt es aber keinen fixen  Kandidaten. Der soll erst nach der Stichwahl zwischen Blanche Lincoln und Bill Halter am 8. Juni feststehen.

Kleiner Sieg für Demokraten

Die Demokraten konnten aber auch einen Sieg verbuchen: Nach dem Tod des Kongressabgeordneten John Murtha aus Pennsylvania im Februar hat sich bei den Nachwahlen der Kandidat der Demokraten, Mark Critz, gegen den Republikaner Tim Burns durchgesetzt.

Bei den Midterm Elections im November stehen alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und 36 der insgesamt 100 Sentatssitze zur Wahl. Derzeit stellen die Demokraten in beiden Kammern des US-Kongresses die Mehrheit. Sollten sich die Mandatsverhältnisse zu Gunsten der Republikaner verschieben, wird es für Präsident Obama schwieriger seine Gesetzesvorhaben durchzusetzen. (red, derStandard.at, 19.5.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 104
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10
30.5.2010, 08:40
Ich mag Tee

badblackguy.blogspot.com
 
22
20.5.2010, 14:11
Sorry, aber dieser Artikel ist eine Frechheit und ist einfach nur eine Lügen-Märchen und so etwas in einer angeblichen Qualitätszeitung!

Rand Paul ist kein Radikaler und die Tea-Party-Bewegung
ist auch nicht staatsfeindlich!

Der Artikel ist voller Fehler und entspricht nicht der Wahrheit!
Wer die Verfassung der USA achtet ist nicht staatsfeindlich!

()
00
30.5.2010, 08:37
So funktioniert halt Propaganda...

Früher haben die Medien auch alle behauptet die Juden seien Staatsfeindlich...

das liebe urmili
14
20.5.2010, 11:39
Bravo!

Rand Paul, Perter Schiff und allen voran Ron Paul sind die letzte Hoffnung für dieses Land.

NeunZollNagler
 
00
20.5.2010, 07:50

Wenn ich mir die Postings hier ansehe, wird klar, dass libertäre Ideen bei uns absolut keine Unterstützung finden.

Helft mir diese Abneigung durch Vervollständigung folgenden Satzes zu verstehen:
Der Staat ist legitimiert durch...

Enrico Knaak
00
Ganz einfach

Ein schwacher Staat nützt nur den Starken und Reichen. Die freuen sich, wenn sie in Ruhe gelassen werden und keine Steuern zahlen müssen (m.a.W. von ihren Reichtum nichts abzugeben brauchen). Für die ist das toll, wenn wenn es keine Gesetze zum Arbeits- und Umweltschutz gibt, denn ein Stundenlohn von 20 ct ist prima für den Profit, und wen kratzt das schon wenn in China ein paar Hundert Bergleute absaufen, weil sich keiner an irgendwelche Regeln halten muss. Oja der Staat ist sooo böse, schlimm ist das...

siu
00
21.5.2010, 00:08
Zitat Rand Paul:

"A free society will abide unofficial, private discrimination – even when that means allowing hate-filled groups to exclude people based on the color of their skin."

Libertär eben. Nur, das finden Sie auch bei uns.

res publica
01
20.5.2010, 09:57

...das Volk.

So ne tea party, bzw Libertarier Partei wünsch ich mir auch für Österreich, denn ROTSCHWARZGRÜNBLAU sind alle ein kontrollierter Haufen Landesverräter. (Blau vielleicht noch am wenigsten, dafür sind die ein Haufen spinnender Proleten i.d.R. wovin der Strache noch am sympathischsten ist, obwohl er sich an das Niveau der Partei anpasst).

NeunZollNagler
 
01
20.5.2010, 13:45

Strache ist halt ein Prolet mit Charisma

Pro Freistaat Kärnten!
 
20
20.5.2010, 09:39
... die logik.


abgesehen davon ist die legitimation der jeweils einzelnen staaten abhängig von der jeweiligen staatsform.

NeunZollNagler
 
01
20.5.2010, 07:41

Bleibt zu hoffen, dass der Libertarismus jetzt erstarkt. Wenn Hoffnung besteht, dann in den USA.

Odo
00
20.5.2010, 04:38
"Experten werten die Niederlage Specters auch als Niederlage Obamas, der den Parteiwechsel des Senators begrüßt hatte."

Und Präsident Obama hat Senator Specter auch im Vorwahlkampf unterstützt.

http://www.youtube.com/watch?v=z... re=related

Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Unterstützung durch Obama für Kandidaten der Demokraten nicht unbedingt hilfreich ist.

http://news.yahoo.com/s/ap/2010... VuZG9yc2U-

Insofern ist es ein gutes Zeichen für die Republikaner, dass sich Obama unter anderem auch für die Wiederwahl der demokratischen Senatoren Boxer und Reid einsetzt.

Raptor Jesus
43
19.5.2010, 23:21
98% aller Tea-Party Mitglieder scheitern an dieser Frage

Afrika ist ein...

a) Land
b) Kontinent
c) Modemarke
d) Insel

Walter KURTZ
 
11
20.5.2010, 10:41

Wer hat das gesagt "countries like Europe"?
a) der amtierende US Präsident
b) Barack Obama

EU-Austretter
17
19.5.2010, 18:50

Leider hat der Standard vergessen zu erläutern, welche radikalen Positionen aus der Tea Party denn nun Radikale machen.

Soweit ich weiß, wollen sie dieser

http://www.youtube.com/watch?v=P... 1&index=14

privaten amerikanischen Zentralbank zu Leibe rücken. Das kann nicht gemeint sein, mit "radikal".

Evenutell übernimmt der Standard aber auch einfach nur den Tenor der US-Berichterstattung.

Und über die Verbindungen von US-Medien und von privater US-Zentralbank soll sich mal jeder selber schlau machen. Es bedarf keines großen Aufwandes um hier Verbindungen zu finden.

F S 3
01
19.5.2010, 19:22
:) Yo! Und dann noch die Abwahl des Mr. "Magic Bullet", Arlene Specter! Der Herr, der federführend für die Hinbiegung des JFK-'eports war und der nur Stunden vor dem Attentat an Bhutto sie zusammen mit Kennedy "überraschend" aufgesucht hatten…

…siehe Links auf:
http://derstandard.at/plink/127... 2/16711847

Vielleicht wird es nun endlich an der Zeit die JFK-Akte aufzurollen, eine Vertuschungsverschwörung, worin mind.4 US-Präzis verwickelt sind, bzw. vielleicht nur DESHALB überhaupt Präzis wurden.

Nun ist sein Nachfolger zwar, politisch gesehen, um nichts besser, aber für die AIPAC wesentlich günstiger! Statt einer halben Mill.US$ Zuwendungen kommt es der Isreal-Lobby wohl nun billiger:
http://www.wrmea.com/archives/... charts.pdf

Interessant in diesem Zusammenhang auch-"What explains the anti-establishment sentiment?"
http://alethonews.wordpress.com/2010/05/1... sentiment/

Mr. Bubbles
11
19.5.2010, 18:43

die usa sind am besten weg ein kreationistischer fox-schauender gottesstaat zu werden, bei dem leute wie sara palin rote knöpfe drücken dürfen und werden.

das wird bestimmt weltweit ein spaß...

Enrico Knaak
00
So kommt es nicht,

da ist schon die Elite vor. Die dümmliche Propaganda dient nur dazu, dass die breite Masse immer schön für die Republikaner stimmt. Die Palin war gedacht, um Stimmen einzufangen, Präsident aber wäre McCain geworden.

Wie bei Bush: die Evangelikalen wurden umschmeichelt, um ihre Stimmen zu bekommen. In der praktischen Politik ist deren Ideologie gepredigt, aber nie umgesetzt worden. Als die Clique dann an der Macht war, hat man nur die eigenen Interessen und die der Geldgeber verfolgt; das aber in einer neuen Qualität an Kaltschnäutzigkeit. Nicht einmal an der Abtreibungsgesetzgebung ist groß was geändert worden, und was ist das für ein Thema für die Rechte...

freilife
83
19.5.2010, 18:03
it's (tea)-party time

Zitat: "Die Tea Party Bewegung fordert weniger Steuern, misstraut dem Staat und will sich als neue konservative Kraft positionieren."
a: weniger Steuern - ja aber nur für die reichen, das haben sie unterschlagen - macht sich Wahlkampf ja auch nicht so gut.
b: Misstrauen dem Statt - aber nur solange bis sie selbst am Ruder sitzen, dann misstrauen sie allen auch den eigenen Bürgern
c: konservative Kraft: mein Gott, Idioten sterben halt nie aus

NeunZollNagler
 
13
20.5.2010, 07:42

Lesens mal von Mises

With Fear I Kiss The Burning Darkness
21
19.5.2010, 17:59
keine schlechte Entwicklung,

je radikaler die Republikaner werden, desto mehr Platz gibt es für die Demokraten in der Mitte

Enrico Knaak
00
Vorsicht

Zunächst einmal erhöht der Erfolg der Teaparty- Außenseiter in der Tat die Wahlchancen für die Demokraten: Siehe Harry Reid: Der war schon abgeschrieben, das sieht jetzt anders aus. Auch die nach rechts orientierten Wähler erkennen meist, dass es sich dabei um Spinner handelt.

Aber auf längere Sicht ändert sich vielleicht der Schwerpunkt der politischen Debatte. Politische Positionen setzen sich oft nicht erst dann durch, wenn ihre frühen Protagonisten tatsächlich die Macht erlangen. Oft passiert das nie. Aber die übrigen Parteien übernehmen allmählich deren Positionen.

Nee-Chee
01
19.5.2010, 17:22
"Siege für die Radikalen innerhalb beider Parteien"

Sestak gehört wies aussieht zur in den USA zugegeben seltenen Spezies der Linksliberalen. Damit ist man schon ein "Radikaler", oder wie?

Redwraithvienna
00
19.5.2010, 17:38
so selten sind die nicht ...

sie kommen nur äusserst selten in den senat da sie es selten schaffen die mehrheit der wähler in einem ganzen staat von sich zu überzeugen.

Knochenmann
02
19.5.2010, 16:56
Tupper Party wär mir lieber.

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