Firefox-Gründer sieht Mozilla in der Krise

Andreas Proschofsky, 19. Mai 2010, 00:51
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    foto: archiv

    Einst mit dem Firefox auf dem Cover des Magazin Wired, jetzt mit Kritik an Mozilla: Blake Ross.

Blake Ross zweifelt an weiterem Erfolg des von ihm initiierten Browsers - Mozilla sei zu vorsichtig und passiv geworden

Quora versteht sich als Sammlung von Fragen und Antworten aller Art - und zwar eine die derzeit durchaus qualifizierte Personen anzieht, wie ein von Techcrunch aufgespürter Austausch verdeutlicht.

Antworten

So wirft einer der Einträge bei Quora die Frage auf, ob Firefox in 3-5 Jahren noch immer einen zweistelligen Marktanteil haben werde - aktuell ist man mit den von Netapplications veranschlagten rund 25 Prozent weltweit ja in dieser Hinsicht eigentlich ganz gut abgesichert. Ausgerechnet Firefox-Gründer Blake Ross meldet in Folge aber deutliche Zweifel am weiteren Erfolg des Open-Source-Browsers an - und übt dabei gleich auch Kritik am aktuellen Zustand des Mozilla-Projekts.

Skepsis

Was das Erreichen des in der Frage formulierten Ziels betreffe, sei er ziemlich skeptisch, so der mittlerweile bei Facebook beschäftigte Entwickler. Mozilla sei nach und nach zu seinen alten Fehlern zurückgekehrt, man sei zu vorsichtig, zu passiv und Konsens-getrieben geworden, als dass man wirklich noch fähig sei große Durchbrüche flott umzusetzen.

Entgegnung

Eine Position, die Mozilla-CEO John Lilly so nicht stehen lassen will und in einem Folge-Kommentar auf die aktuellen Ambitionen rund um Firefox 4.0 verweist. Man habe mittlerweile rund 400 Millionen NutzerInnen - eine Zahl, die man zudem immer weiter vergrößere. Auch setze man große Hoffnungen auf neue Plattformen, vor allem im mobilen Bereich und hier im speziellen auf Android.

Anteilig

In den letzten Monaten hatte Firefox nach Jahren des kontinuierlichen Aufstiegs erstmals Einbußen bei den Marktanteilen hinnehmen müssen. Vor allem der rasche Aufstieg von Google Chrome hatte dem Mozilla-Browser zu schaffen gemacht, auch wenn sich die hier konkret erlittenen Verluste derzeit noch in äußerst engen Grenzen halten. Global ist es weiterhin vor allem der Internet Explorer, der Marktanteile abgeben muss - nun eben vor allem an Chrome und nicht mehr an Firefox. (apo, derStandard.at, 19.05.10)

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Posting 1 bis 25 von 115
1 2 3
Dein schönster Traum
00
30.5.2010, 04:44
Zuviele Morts eben...

...zuwenige Elvis' und Einsteins.

Das Hauptproblem generell.

TheNepomuk
01
20.5.2010, 01:26

Firefox hat sicher bahnbrechendes erreicht - aber jetzt lassen sie wirklich nach.

Der Firefox ist nicht mehr innovativ.

Chrome ist schneller und durchdachter, was ich sehr schade finde, weil Firefox symphatischer ist.

Misoskop
23
19.5.2010, 18:35
Plug-Ins

Ich persönlich LIEBE die Plug-Ins. Natürlich nicht alle, aber die Entscheidung, was man installiert und was nicht, trifft man immer noch selbst.

Und, auch wenn das sehr subjektiv ist: FF ist immer noch der beste Browser, hat Opera schon weit abgehängt.

w.p. r
00
20.5.2010, 08:12

sie meinen diesen opera?
http://www.opera.com/browser/

wenn ja, netter versuch.

;)

geek!
01
19.5.2010, 19:40

bis auf den ff lobgesang guter beitrag ^^ ich hab als webdeveloper nur wenige plugins auf ff laufen und die ladezeiten sind grausam!

rokory
01
19.5.2010, 17:51
Wann greift Mozilla endlich den Firmenmarkt an?

Wenn Mozilla wirklich mal deutlich an Marktanteilen gewinnen will, müssen sie endlich den Firmenmarkt angreifen. Bei Privatanwendern hat Firefox eh schon mehr als 50 % Marktanteil. Aber solange es keine sinnvolle atomatische Installation und Updates ohne Admin-Rechte gibt, werden sich die meisten Admins dafür hüten, Firefox auf breiter Basis auszurollen.

Woodpecker
01
19.5.2010, 19:47
Vorsicht, es ist genau umgekehrt

Firefox installiert ungeniert als Nicht-Admin-User eine upgedatete Version ins Benutzerverzeichnis. Ja, er läßt sich auch als Gast installieren oder als "restricted User". Besonders blöd bei der 3.6er-Version, mit der dann Oracle Java-Initiator(en) nicht mehr so recht wollen.
Profile und Bookmark-Speicherorte sind nicht über GPOs zu verwalten.
Proxyeinstellung in der prefs.js ... die muß man auch erst parsen und ersetzen, z.B. bei Zweigstellen-Ausrollung.
Wird mal ein Profil als kaputt erkannt, macht Firefox ein neues - ohne Proxy, Bookmarks und andere Einstellungen (prefs.js auch neu und NICHT das vom Default User). Nur wenn das gesamte Userprofil gekübelt werden muß, kriegt er wieder die Vorgaben vom Default User.
Man hat's nicht leicht.

Herzerzog Johann
00
19.5.2010, 18:39

Für die portable Version brauchts keine Adminrechte. Und sonst scheint ja kein Unterschied zu bestehen.

Abernein
210
19.5.2010, 17:47

So lange er bei Facebook ist, sollte er lieber gar nichts sagen.

arrmin_
00
19.5.2010, 20:46
Warum...

..."sollte er lieber gar nichts sagen", "solange er bei Facebook ist"? Ein Hinweis von einer viel genutzten und (wohl zu Recht) viel diskutierten Plattform zu den Werkzeugen, mit denen auf diese Plattform zugegriffen wird, kann ja wohl sehr hilfreich sein. Sind Sie vielleicht "Myspace"-Entwickler? (Gibt es sowas überhaupt?)

madathara
00
19.5.2010, 20:04

wahrscheinlich bringt facebook bald selber nen browser ...

solandre
 
00
20.5.2010, 16:20

ja, einen, mit dem man nur auf facebook, facebook-apps und webseiten von werbetreibenden zugreifen kann.

der erreicht dann innerhalb kurzer zeit einen marktanteil von 50%, wqeil die leut eh nichts anderes mehr wollen.

Andreas Schmidt
10
19.5.2010, 16:55
Der Wappler liebt den Mozilla Firefox

Mozilla Firefox ist gut und wird immer gut bleiben, denn er hat mit Opera und dem Internet Explorer keinerlei Konkurenz zu fürchten

Kumpi
21
19.5.2010, 16:42

Wenn so lustige Firmen wie Microsoft (!), Adobe oder Oracle (Sun) aufhören würden den Firefox mit unnötigen Plug Inns unnötig zu zumüllen hätte der Firefox nichts an seinem Glanz verloren, so aber hat man sich selbst mit seiner eigenen Bequemlichkeit/Offenheit ein Bein gestellt.
Außerdem könnten sich die Entwickler Mal bei Opera abschauen, wie man einen Nichtadministrator korrekterweise das Updaten ermöglicht, aber immerhin gibts seit 3.6 zumindest schon die Möglichkeit nach Updates zu prüfen.

Horst Wejr
11
19.5.2010, 17:54

Eigenverantwortung ist ein Fremdwort oder wie?

TomSim67
13
19.5.2010, 17:38

Wenn Mozilla endlich anfangen würde, h.264 zu unterstützen könnte man weitgehend auf plugins verzichten.

Bumbu
 
00
19.5.2010, 22:45
h.264 zu unterstützen

wer solls zahlen?

Der Teufel
00
19.5.2010, 22:24
hehe

h.264 ist gerade verstorben.

sydonne
01
20.5.2010, 09:36
... das glaub ich erst, wenn ich's auf youtube seh ...

sydonne
00
20.5.2010, 09:38
... ok, hab's grad gesehen ...

http://derstandard.at/127137706... umkrempeln

das ist quasi die Kavallerie, oder "wir sind die guten" ...

entity13
00
19.5.2010, 17:04

Also bis auf wenigste Ausnahmen werden Addon nur nach User-Interaktion installiert .. somit müllen sie ihren Firefox maximal selber zu.

Herzerzog Johann
00
19.5.2010, 18:46

Naja, Adobe ist da die Pest. Getplusplus ist gleich einmal da, nach Aktuallisierung des Flashplayers nur händisch wieder zu entfernen.

entity13
00
20.5.2010, 10:30

Ich habe diverse Rechner unter Linux und Windows .. und bei keinem ist außer dem .Net Plugin irgendeins, das ich nicht wissentlich installiert hätte.

solandre
 
00
20.5.2010, 16:22

sie sind aber auch kein durchschnittlicher benutzer

Finanzhai2010
01
19.5.2010, 16:12
Wenns einem gut geht

hat man Angst, dass sich das ändert. Vielleicht hat Blake Ross auch noch leichte Burnouterscheinungen. Es ist verdammt wichtig dass es den FF gibt, MS hätte den IE wohl sicher nicht so schnell mitgezogen. Jetzt gibt es auch noch den Chrome als Konkurrenz. Der Firefox ist als OpenSource-Alternative aber sehr lobenswert, ausserdem werden die zahlreichen Plugins von vielen Surfern sehr geschätzt.

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