Frontex will mehr Maschinen chartern

18. Mai 2010, 19:13
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In den vergangenen Jahren hat sich der Flughafen in Wien zu einer EU-weiten Abschiebedrehscheibe entwickelt

Im Jahr 2010 will die Agentur für die operative Zusammenarbeit an den europäischen Außengrenzen (Frontex) mit Sitz im polnischen Warschau mehr Flieger für Luftabschiebungen chartern als in den vergangenen Jahren: Das verkündete Frontex-Geschäftsführer Ilkka Laitinen am 11. Jänner 2010 vor dem Europarlament.

Tatsächlich stehen bei der EU-Grenzsicherungsagentur derzeit EU-weit koordinierte Abschiebungen im Mittelpunkt, nachdem laut NGO-Berichten Marineeinsätze wegen Bootsflüchtlingen im Mittelmeer aufgrund der wirksam werdenden bilateralen Abkommen mit nordafrikanischen Küstenstaaten wie Libyen zahlenmäßig abgenommen haben.

In den vergangenen Jahren hat sich der Flughafen in Wien zu einer EU-weiten Abschiebedrehscheibe entwickelt. 2009 gingen elf von schengenweit ingesamt 30 Frontexflügen über Österreich. In der Maschine vom 4. Mai befanden sich Abzuschiebende aus Österreich, Griechenland, Deutschland, Ungarn und Schweden. (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 19. Mai 2010)

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