Mach mal Pause

18. Mai 2010, 18:00
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Ein neues Modul sorgt dafür, dass das Zusammenspiel von Maschinen in der Industrie beim Neustart nicht gestört wird

Fertigungsstraßen in der Industrie benötigen bis zu 60 Prozent der Energie der laufenden Produktion, auch wenn sie am Wochenende stehen. Der Grund dafür ist, dass viele Anlagen praktisch nicht in einen Standby-Zustand geschaltet werden können. Anders als TV-Geräte haben komplexe Fertigungsanlagen keinen Aus-Knopf. Weil sie aus vielen einzelnen Maschinen bestehen, die perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen, ist die Gefahr beim Abschalten sehr groß, dass die komplette Anlage „aus dem Takt" gerät. Die Folgen können Fehler in der Produktion oder sogar Produktionsausfälle sein. Ein zweiter Faktor ist die Zeit: Jeder Industrieroboter am Förderband hat eine ganz individuelle Vorlaufzeit, die er zum Hochfahren benötigt. Klebt ein Roboter beispielsweise zwei Teile zusammen, muss er früher wieder in Betrieb genommen werden als sein schweißender Kollege - denn der Klebstoff muss erst vorgewärmt werden.

Energiemanagement

Mit den neuen Funktionsbausteinen von Siemens lässt sich das Energiemanagement ganzer Anlagenteile realisieren. Gekoppelt mit einer Steuereinheit hat das Powermodul Zugriff auf alle Komponenten der Anlage und kennt die Zeiten, die die einzelnen Maschinen benötigen, um hoch- und herunter zu fahren. So wird es möglich, dass nicht nur während des Wochenendes, sondern auch während der Mittagspause ganze Anlagenteile vollautomatisch vom Netz genommen werden können. Anwender versprechen sich durch die Optimierung eine Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent.

  • Energiemanagementmodule kombiniert mit einer Steuereinheit sorgen für kontrolliertes Abschalten und Hochfahren in der Industrie.
    foto: siemens

    Energiemanagementmodule kombiniert mit einer Steuereinheit sorgen für kontrolliertes Abschalten und Hochfahren in der Industrie.

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