Kluft zwischen Männern und Frauen in Afrika "schockierend"

18. Mai 2010, 15:03
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Autorin will mittels ihrer Stiftung Unternehmerinnen fördern: Nur dann könne sich in Afrika etwas ändern

Berlin - Bestsellerautorin Waris Dirie ("Wüstenblume") will in ihrer afrikanischen Heimat die Unabhängigkeit von Frauen fördern. Sie werde mit ihrer Stiftung afrikanische Unternehmerinnen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen unterstützen, sagte das frühere Supermodel am Dienstag bei der Vorstellung seines neuen Buches "Schwarze Frau, weißes Land" in Berlin.

Hilfe zur Selbsthilfe

In ihrer Autobiografie "Wüstenblume" hatte die als Nomadenkind in Somalia geborene Dirie geschildert, wie sie selbst als Kind Opfer einer Genitalverstümmelung (FGM) wurde. Ihr langjähriger Kampf gegen diese brutale Unterdrückungsmethode habe ihr gezeigt, dass die Wurzel des Übels viel tiefer liege, sagte sie. "Es ist schockierend, wie groß in Afrika die Kluft zwischen Männern und Frauen immer noch ist. Wir müssen den Frauen helfen, sich selbst zu helfen."

Veränderung über Frauen

Dirie (geboren 1965) hat sich mehrfach in Afrika über die Lage von Frauen und Kindern informiert. "Eine alleinerziehende Frau mit acht oder neun Kindern verdient 90 Cents am Tag. Sie lebt in einem Dreckloch, in dem man keine Tiere unterbringen wollte." Frauen müssten in die Lage versetzt werden, eine ordentliche Arbeit zu finden und über ein eigenes Einkommen zu verfügen. Nur dann könne sich in Afrika etwas ändern. (APA/dpa)

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    Will Afrikanerinnen mittels ihrer Stiftung empowern: Waris Dirie.

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