Frau in Wien angezündet: Polizei sucht drei Verdächtige

18. Mai 2010, 14:48
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Ein Verdächtiger soll von Sexarbeiterin "Standgebühr" verlangt haben

Wien - Nach drei Verdächtigen sucht die Polizei in Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf die 35-jährige Florentina M. vom vergangenen Sonntag. Das bestätigte Polizeisprecherin Manuela Vockner am Mittwoch der APA.

Neben dem Hauptverdächtigen Adrian B. N., Spitzname "Cretu", der die Sexarbeiterin angezündet haben soll, sind das zwei weitere Männer, von denen der eine das Benzin besorgt und der andere die Rumänin damit übergossen haben soll. Florentina M. befindet sich unterdessen weiterhin im Wiener AKH, ihren Zustand beschrieb Vockner als nach wie vor sehr kritisch. 

Streit um Geld

Vockner bestätigte unterdessen auch einen Bericht der Tageszeitung "Österreich", wonach "Cretu" mehrmals bei der 35-Jährigen vorstellig gewesen und eine "Standgebühr" von 3.000 Euro für ihren Standort auf der Linzer Straße verlangt haben soll. Der Hauptverdächtige soll dies damit begründet haben, dass auf der Linzer Straße jede Prostituierte an ihn zu zahlen habe.

Nicht bestätigen wollte Vockner Berichte, dass Adrian B. N. andere Prostituierte ebenfalls bedroht haben soll. Es gebe zwar entsprechende Informationen, aber keine bestätigten Hinweise.

Nach "Cretu" und seinen mutmaßlichen Komplizen wurde am Mittwoch jedenfalls gesucht. Er ist etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß, muskulös und an beiden Armen tätowiert.

Florentina M. hatte in der Nacht auf Sonntag das Tanzlokal "Fantastic" in der Favoritner Laxenburger Straße 109 besucht. Dort verübte/n der oder die Täter das Brandattentat.  Gäste wurden auf den Geruch aufmerksam und entdeckten die lebensgefährlich verletzte Frau. Gemeinsam brachte man sie mit dem Auto ins Spital.

Hinweise werden vom Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01-31310-33115 (Gruppe Stöcklhuber) entgegen genommen.

(APA)

 

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