Auto-Hack: Bremsen können deaktiviert werden

18. Mai 2010, 11:21
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US-Forscher konnten Elektronik aus der Ferne kontrollieren – kaum Sicherheitsmechanismen

Die Integration von elektronischen Steuersystemen und Sensoren in Alltagsgegenstände kann diese zum Angriffsziel von Hackern machen. US-Wissenschaftlern ist es nun gelungen, die Steuerung eines Autos zu hacken. Es soll somit möglich sein, Autos aus der Ferne zu kontrollieren, berichtet Ars Technica.

Bremsen ausgeschaltet

Wissenschaftler von der kalifornischen Uni in San Diego und von der Universität von Washington konnten demnach ein Testfahrzeug unter ihre Kontrolle bringen und dabei die Bremsen deaktivieren. Außerdem hätten die sie Zentralverriegelung aktivieren, Heizung, Licht und Radio steuern und die Hupe betätigen können. Das Auto tatsächlich zu lenken war den Forschern aber offenbar nicht möglich.

Angriff über Diagnose-Port

Die Kontrolle über die elektronischen Steuersysteme (Electronic Control Unit, ECU) erhielten die Forscher über das On-Boad-Diagnosesystem (OBD-II), was wiederum Zugriff auf den Controller Area Network (CAN) Bus lieferte. Mit einem eigenen Programm gelang es ihnen, die Kommunikation der Steuersysteme untereinander abzuhören und zu manipulieren. Angreifer würden allerdings direkten Zugriff auf den OBD-II-Port benötigen, was die Wahrscheinlichkeit solcher Hacks reduziere. Bei Internet-Zugang und Bluetooth würde das Risiko jedoch steigen.

Niedrige Sicherheit

Die Sicherheit derartiger Systeme stufen die Forscher als relativ gering ein. Zwar gebe es einige Mechanismen, diese seien mit Brute-Force-Attacken und aufgrund von Implementierungsfehlern jedoch leicht zu knacken. Die Systeme seien offenbar nicht in Hinblick auf Sicherheit entwickelt worden. (red)

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    Im Action-Film Speed wurde das Tachometer eines Busses noch relativ brachial mit einer Bombe verbunden. In der Realität könnten Hacker die Bremsen eines Autos gleich ganz deaktivieren.  

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