Grazer Lehrer vor Gericht: Wegen Mord an Pensionisten angeklagt

18. Mai 2010, 10:48
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Inhaftierter Mann beschuldigte Pädagogen und beging danach Selbstmord

Ein Mord aus dem Jahr 2003 beschäftigte am Dienstag im Grazer Straflandesgericht bereits zum zweiten Mal einen Geschworenensenat (Vorsitz: Michaela Lapanje). Es ging dabei um einen Pensionisten, der durch zahlreiche Messerstichen getötet worden war. Ein Mann wurde deswegen 2004 verurteilt, beschuldigte aber Jahre später einen Lehrer der Bluttat. Kurz danach beging der Verurteilte Selbstmord. Nun muss sich der Pädagoge, der als Vertrauensperson des Verurteilten galt, vor Gericht verantworten.

Im November 2003 wurde der 58-jährige Pensionist Bernd A. ermordet. Dabei stach der Täter laut Gerichtsgutachter mit mehreren Messern mehr oder weniger ziellos über 80 Mal zu. Für diese Tat wurde ein Mann 2004 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Vorjahr beschuldigte der Inhaftierte einen Lehrer, den Mord begangen zu haben. Dieser galt bis dahin als Vertrauensperson des Inhaftierten.

Der Grazer wurde daraufhin in Untersuchungshaft genommen. Im Zuge der Ermittlungen wurde nachgewiesen, dass der Verurteilte mehrmals größere Geldsummen von dem Lehrer überwiesen bekommen hat. Wofür das Geld war, konnte nicht einwandfrei geklärt werden. Der Mann hatte nach der Verhaftung des Pädagogen im Herbst 2009 Selbstmord begangen. (APA)

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