Krise trifft Binder+Co hart

18. Mai 2010, 10:23
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Betriebsergebnis ging um rund 26 Prozent auf 0,31 Millionen Euro zurück - Flaute im System- und Anlagengeschäft hält an

Wien - Der Maschinen- und Anlagenbauer Binder+Co hat die Wirtschaftskrise im 1. Quartal 2010 voll zu spüren bekommen. Das Gleisdorfer Unternehmen hat die ersten drei Monate des Jahres zwar noch in den schwarzen Zahlen hinter sich gelassen, Umsatz und Ergebnis sind aber stark eingebrochen. Der Umsatz ging um 21 Prozent auf 12,06 Mio. Euro zurück, das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich um 0,87 Mio. Euro oder rund 26 Prozent auf 0,31 Mio. Euro. Der Auftragsbestand per Ende März lag mit 17,57 Mio. Euro auf dem Niveau von 2007 und damit im langjährigen Durchschnitt, teilte Binder+Co am Dienstag ad hoc mit.

Während sich der Absatz von Einzelmaschinen weiter gut entwickelte, hielt die Flaute im System- und Anlagengeschäft - mit Ausnahme einzelner Projekte in der Umwelttechnik - auch im 1. Quartal an. Da aus aktueller Sicht für die nächsten Monate nicht mit einer wesentlichen Nachfrageerholung im Bereich des großvolumigen System- und Anlagengeschäfts zu rechnen ist, erwartet das Management bis Ende 2010 keine besonderen Wachstumsimpulse aus den bedienten Branchen.

Den größten Umsatzanteil lieferte auch im 1. Quartal 2010 mit 6,18 Mio. Euro das Segment Aufbereitungstechnik (Q1/2009: 7,97 Mio. Euro). Der EBIT-Beitrag belief sich auf 0,13 Mio. Euro, nach 0,47 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch wenn sich der Auftragseingang mit 4,19 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichswert von 2009 leicht verbesserte, habe sich die Lage nicht nachhaltig entspannt.

Der Umsatz des Segments Umwelttechnik blieb mit 3,68 Mio. Euro spürbar hinter dem Vorjahr zurück, als 5,81 Mio. Euro umgesetzt wurden. Das EBIT war mit 0,08 Mio. Euro knapp positiv, der Auftragseingang lag bei 5,93 Mio. Euro, nach 8,47 Mio. Euro im Jahr davor.

Das Segment Verpackungstechnik verbesserte seinen Umsatz von 1,45 auf 2,20 Mio. Euro und hat dadurch im Gegensatz zum 1. Quartal 2009 ein positives EBIT 0,10 Mio. Euro erzielt. Der Auftragseingang lag mit 1,57 Mio. Euro jedoch unter dem Vorjahreswert von 3,71 Mio. Euro. (APA)

 

 

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