Illegaler Waffenhandel in Ober- und Niederösterreich aufgeflogen

18. Mai 2010, 10:20
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Drei Männer wurden über Wochen observiert - 54-Jähriger in Untersuchungshaft

Ein illegaler Waffenhandel ist in Ober- und Niederösterreich aufgeflogen. Das gab die oberösterreichische Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung am Dienstag bekannt. Die drei Hauptverdächtigen im Alter von 34, 37 und 54 Jahren sollen in den vergangenen Monaten Maschinengewehre und -pistolen, Handgranaten sowie andere verbotene Waffen und Gegenstände hergestellt bzw. nach Österreich gebracht und diese verkauft haben.

Nach einem konkreten anonymen Hinweis wurde das Trio über Wochen observiert. Gegen den 54-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land bestand bereits ein aufrechtes Waffenverbot. Sein 34-jähriger Komplize verfügt über keine gültigen waffenrechtlichen Dokumente. Die drei Männer waren Mitglieder eines nicht angemeldeten Schießvereins in Linz, einer von ihnen führte die Ware zum Teil aus Bosnien ein.

Nach ihrer Festnahme und den Ersteinvernahmen wurden die Verdächtigen in die Linzer Justizanstalt gebracht, über den 54-Jährigen wurde Untersuchungshaft verhängt. Zudem forschten die Ermittler einen 47 Jahre alten Mann aus dem Bezirk Amstetten aus, der sich auf die Herstellung von Schalldämpfern spezialisiert hat. Gegen ihn wird Anzeige erstattet. Die Ermittlungen gegen weitere Mitglieder des Vereins und Abnehmer dauern an. (APA)

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