Inflation bleibt im April bei 2,0 Prozent

18. Mai 2010, 18:40
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Keine Veränderung gegenüber März - Treibstoffe sind mit 22 Prozent Preistreiber

Wien - Die Inflationsrate in Österreich lag im April 2010 bei 2,0 Prozent und blieb damit gegenüber dem Vormonat unverändert. Preistreiber waren Mineralölprodukte (+23 Prozent), ohne diese würde die April-Inflation nur 1,1 Prozent betragen, teilte die Statistik Austria heute, Dienstag, mit. Im März hatte die Inflationsrate bei 2,0 Prozent, im Februar noch bei 1,0 Prozent gelegen.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2005 (VPI) für April 2010 betrug 109,6 (Basisjahr 2005). Gegenüber dem Vormonat März stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,3 Prozent.

Das teure Tanken war im April für mehr als ein Drittel der Inflationsrate verantwortlich, die Treibstoffpreise stiegen um 22 Prozent im Jahresabstand, Heizöl wurde sogar 30 Prozent teurer. Überdurchschnittlich gestiegen sind auch die Preise für Haushaltsenergie (+3,9 Prozent) sowie die Wohnungsmieten (+4,2 Prozent). Wartung und Reparaturen von Pkw waren im Jahresabstand um 3 Prozent teurer, die Pkw selbst wurden um 2 Prozent billiger, Flugtickets sogar um 13,1 Prozent.

Flugtickets billiger

Hauptpreistreiber im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Verkehr" (plus 0,8 Prozent im Schnitt, die von steigenden Treibstoffpreisen (+5%) dominiert wurde. Als Hauptpreisdämpfer  machte die Statistik Austria die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" aus (durchschnittlich -1,3%). Dazu trugen fast ausschließlich billigere Pauschalreisen (insgesamt -5%) bei. Flugtickets wurden gegenüber März sogar um 8 Prozent billiger.

Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) betrug im April 2,3 Prozent (März 2,1 Prozent, Februar 1,2 Prozent), der Indexstand lag bei 111,4. Die Differenz zum VPI, der alle österreichischen Haushalte repräsentiert, betrug 0,3 Prozentpunkte und ist vor allem auf Verteuerungen bei den Sozialschutz- und Krankenhausdienstleistungen sowie bei Nahrungsmitteln zurückzuführen. Preisanstiege bei Treibstoffen schlugen im PIPH hingegen weniger durch als im VPI, berichtet die Statistik Austria. (red/APA)

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