Betriebsräte der Med-Unis unterstützen Faculty-Modell

18. Mai 2010, 10:09
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Mehr Mitbestimmung der wissenschaftlichen Mitarbeiter gefordert

Die Vorsitzenden der Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der Medizinischen Universitäten Graz, Wien und Innsbruck unterstützen in einer Aussendung das von Wissenschaftministerin Karl vorgeschlagene "Facultymodell" bei dem die Kurien abgeschafft werden sollen.

260 Professoren und 5.000 "Mittelbauangehörige"

Die überwiegend männlichen Mitglieder der Professorenkurie würden mehrheitlich über die Entwicklung an den Universitäten und über die Wahl der Rektoren entscheiden, heißt es in der Aussendung. Deshalb sei es auch "kein Wunder", dass bisher noch keine Frau Rektorin geworden sei. An den drei medizinischen Unis Wien, Graz und Innsbruck arbeiten laut den Betriebratsvorsitzenden 260 Professoren und 5.000 "Mittelbauangehörige".

Viele dieser wissenschaftlichen Mitarbeiter wären "international höchst anerkannt", würden jedoch kaum in Entscheidungen miteinbezogen, da die Professoren unter dem Motto: "Wir bestimmen die Studienpläne und die Studien, sowie die Strategie, unterrichten und forschen sollen vor allem die Anderen" arbeiten würden, heißt es in der Aussendung.

"Unis funktionieren ohne Mittelbau nicht"

Dass die Unikliniken ohne diesen Mittelbau aber nicht funktionieren sei aufgrund des Zahlenverhältnisses evident. "Wir fordern die Umsetzung des "Facultymodells" mit einer Aufwertung der Leistungsträger, um auch jüngeren, innovativen Universitätsangehörigen mehr Mitbestimmungsrechte zu geben sowie die Abschaffung der anachronistischen Kurien", so die Vorsitzenden Regina Gattering (Med Uni Graz), Thomas Szekeres (Med Uni Wien) und Martin Tiefenthaler (Med Uni Innsbruck). (red, derStandard.at, 18.5.2010)

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