"Publication Bias"

Studie: Geheimnisse in der Medizin kosten Leben

17. Mai 2010, 17:35
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    foto: apa/jens büttner

    "Geheimniskrämerei" bei Studien kann laut einer Studie Patienten gefährden

Von Arzneimitteln über Impfstoffe bis hin zu Medizinprodukten - Wie Patienten durch Verschweigen von Wissen geschädigt werden

Die Geschichte der Geburtszange ist eines der ältesten dokumentierten Beispiele dafür, welche Folgen Geheimhaltung in der Medizin haben kann, darauf und auf andere "Geheimniskrämereien" machte das deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Rahmen einer Literaturstudie aufmerksam.  Niemand wisse, wie vielen Müttern und Kindern die Geburtszange bereits das Leben gerettet hat. Das Instrument gehöre seit etwa 250 Jahren zur Grundausstattung jedes Kreißsaals. Trotzdem gebe es einen Schatten auf der Erfolgsgeschichte, so das Institut: Denn nachdem die Brüder Chamberlen die Zange Anfang des 17. Jahrhunderts erfunden hatten, wurde sie über drei Generationen von ihnen und ihren Nachkommen eingesetzt, aber vor anderen Geburtshelfern geheim gehalten. Während die Familie der Chamberlens sich dank der Zange Ruhm und Reichtum erwarb, starben andernorts weiterhin Mütter und Kinder, weil das Instrument dort nicht verfügbar war.

Wie eine Krimiserie

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des IQWiG haben in einem Artikel für die Fachzeitschrift "Trials" über 60 Fälle zusammengetragen, wie die Ausbreitung von Wissen in der Medizin behindert wurde. Dazu haben sie hunderte von Artikeln aus Fachzeitschriften und andere Quellen ausgewertet, unter anderem aus den Gebieten Psychiatrie, Schmerztherapie, Herz-Kreislauf-Medizin, Hautkrankheiten, Krebstherapie, und Infektionskrankheiten. Entsprechend groß ist auch die Spannbreite der betroffenen Verfahren: Sie reicht von Arzneimitteln über Impfstoffe bis hin zu Medizinprodukten wie Ultraschallgeräten oder Hilfsmitteln zur Wundversorgung. Die Sammlung liest sich wie ein Skizzenbuch zu einer Krimiserie.

Verschweigen ist häufig

In der Wissenschaft wird das Phänomen "publication bias" genannt - "Verzerrung durch selektives Veröffentlichen". Das geschieht laut den Wissenschaftern auf zwei Ebenen. Auf der obersten Ebene blieben ganze Studien unveröffentlicht: So zeige eine Analyse von 90 neu in den USA zugelassenen Medikamenten, dass diese in insgesamt 900 Studien erprobt worden waren. Aber auch fünf Jahre nach der Zulassung seien 60 Prozent dieser Studien noch nicht veröffentlicht gewesen. Auf der zweiten Ebene würden nur ausgewählte Ergebnisse aus Studien publiziert: Forscher müssten heute vor Beginn einer Studie in einem so genannten Studienprotokoll aufschreiben, welche Ergebnisse sie messen wollen und wie diese ausgewertet werden. Vergleiche mit späteren Veröffentlichungen in Zeitschriften zeigten, dass in 40 bis 60 Prozent der Studien Ergebnisse entweder ganz weggelassen oder die Auswertungen geändert wurden. "Dadurch werden Studienergebnisse oft positiver dargestellt als sie es eigentlich sind", sagt Beate Wieseler, Stellvertretende Leiterin des Ressorts Arzneimittelbewertung im IQWiG in einer Aussendung des Instituts.

Das betreffe nicht nur pharmafinanzierte Studien. So zitieren die IQWiG-Mitarbeiter eine Analyse, in der 2000 Studien im Bereich Krebsmedizin nach Geldgebern getrennt ausgewertet wurden. Hier war der Anteil publizierter Studien extrem niedrig: Von den industriefinanzierten Projekten waren 94 Prozent nicht veröffentlicht, aber auch von den durch Universitäten finanzierten Projekten fehlten 86 Prozent. "Auch Zulassungsbehörden sind aufgrund gesetzlicher Regelungen teilweise dazu gezwungen Daten zurückzuhalten", so Thomas Kaiser, Leiter des Ressorts Arzneimittelbewertung.

Schaden für Patienten

Das habe oft Konsequenzen für Patientinnen und Patienten. Es könne einerseits dazu führen, dass - wie im Fall der Geburtszange - vorteilhafte Maßnahmen zu spät eingesetzt werden oder sich zu langsam ausbreiten. Häufiger sei aber, dass gerade schlechte Nachrichten und Misserfolgsmeldungen unveröffentlicht bleiben. "Das hat zur Folge, dass Ärzte und Patienten Therapien einsetzen, die in Wahrheit nutzlos oder sogar schädlich sind", so Beate Wieseler. Forscher schätzten zum Beispiel, dass in den 1980er Jahren verschriebene Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen zehntausende Menschen das Leben gekostet haben, weil frühe Hinweise auf gefährliche Nebenwirkungen nicht veröffentlicht wurden.

Die in "Trials" veröffentlichte Fallsammlung zeigt laut dem Institut, dass die Neigung, unliebsame oder nicht den eigenen Erwartungen entsprechende Ergebnisse unter den Tisch fallen zu lassen, weit verbreitet ist. Die zunehmende Anmeldung von Studien in öffentlichen Registern sei ein wichtiger erster Schritt, so Thomas Kaiser vom IQWiG, das zum Schutz von Patienten gesetzliche Regelungen, damit Ergebnisse aller klinischen Studien zügig und vollständig veröffentlicht werden, fordert. (red)

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cumulus nimbus
01
18.6.2010, 10:07
verschweigen

Das Arzt /Patient-Verhältnis wird immer ein Hirarchisches bleiben. Ein Patientenrecht, Recht auf Aufklärung u. Befundaushändigung wird letztendlich immer noch vom Arzt entschieden. Quintessenz: Keine PatientenLobby, - kein Patientenrecht.
Der Alte gebrechliche u. alleinegelassene Patient ist und bleibt diesem Getriebe hilf und vollkommen machtlos ausgeliefert.

Dagmar Rehak
 
14
18.5.2010, 18:08
Da ist die Geburtszange aber ein denkbar schlechtes Beispiel.

Ich glaube nicht, dass die Geburtszange jemals ein Leben gerettet hat, aber ich weiß sicher, dass sie für viele Nervenschädigungen im Bereich des Genicks verantwortlich ist, die natürlich auch zu dem einen oder anderen Tod geführt haben.
Schon rein technisch kann die Geburtszange nicht Leben retten, denn wenn das Kind plus Zangenlöffel durchgeht, dann geht das Kind ohne Zangenlöffel erst recht durch. Wenn eine Gebärende in eine geburtsunmögliche Lage gebracht wird, braucht man sich nicht wundern, wenn die Geburt unmöglich ist. In dem Punkt entwickeln sich die Xxxxxxxxos nicht grad weiter.

Die Geburtszange zu verschweigen war also gut für Mütter und Kinder. Glück gehabt! Am besten, sie würde auch aus heutigen Gebäranstalten verschwinden, denn sie ist im besten Fall unnötig, wenn sie aber verwendet wird, gefährlich.

Godesberg
01
18.5.2010, 22:33

Hmm, bei ihnen stellt sich bei mir immer der Rantanplan-Effekt ein.

gingerbread
01
18.5.2010, 22:14

Mir hat die Zange das Leben gerettet!
plötzlich nachlassende Presswehen + Nabelschnur um den Hals -> Zange zur schnelleren Entbindung
Zugegeben: ich weiß nicht was gewesen wäre, hätte man die Zange nicht angewandt.
Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Entscheidung damals richtig war und mir mein Leben gerettet hat.

Dagmar Rehak
 
20
19.5.2010, 04:27

Wenn die Presswehen nachgelassen haben, ist deiner Mutter schlicht und einfach die Kraft ausgegangen. Lass mich raten: Sie ist am Rücken gelegen. Das ist aus technischen Gründen eine geburtsunmögliche Lage.
Nabelschnur um den Hals macht nichts.

Godesberg
02
19.5.2010, 08:39

"Nabelschnur um den Hals macht nichts."

Ach so! Deshalb ist das Kind einer Freundin blau angelaufen und musste per Notkaiserschnitt geholt werden, weil es sonst hätte sterben können.

Aber lassen Sie mich raten: das Team an der Uniklinik, das seit Jahrzehnten jeden Tag Kinder holt und dafür ausgebildet wurde, hatte wieder mal keine Ahnung und hat unverantwortlich gehandelt. Nicht wahr?

Dagmar Rehak
 
12
19.5.2010, 11:39
Damit hast du mir schon einmal ein wesentliches Detail verraten: Das Kind war noch komplett in der Gebärmutter und noch nicht im Geburtskanal, denn sonst hätte man keinen Kaiserschnitt machen können.

Die Nabelschnur ist schon die ganze Zeit um den Hals des Kindes gelegen und nicht erst mit den Wehen, und so lange es noch komplett in der Gebärmutter ist, kann sich die Zugkraft um den Hals nicht ändern. Das leuchtet dir doch ein, oder?
Anders ist es, wenn das Kind durch den Geburtskanal gepresst wird, dann zieht sich die Nabelschnur in die Länge. Sie kann sich aber auf das Doppelte ihrer Ausgangslänge dehnen und wird sogar häufig beim Geburtsvorgang abgestreift, so locker ist sie herumgewickelt.
Ob das Kind blau angelaufen war, kann man vorher nicht wissen. Dass es nach der Extraktion blau war, glaube ich dir gerne. Das kommt bei Notkaiserschnitten öfter vor. In der Regel gehen einem solchen Notfall Wehenmittelmissbrauch und vena-cava-inferior-Abklemmung voraus. Dazu kommt noch die akute Notsituation durch Nifedipin zum Wehenhemmen, wodurch die Spiralarterien kollabieren.

Ansonsten glaube ich, dass es sich bei deiner Nabelschnur-um-den-Hals-Geschichte um eine der häufigen Patienten-Überinterpretationen handelt. Irgendjemand hat vielleicht beiläufig erwähnt, dass das Kind die Nabelschnur um den Hals hatte, und deine Freundin hat daraus einen ursächlichen Zusammenhang gebastelt. Genauso verbreitet wie solche Gschichtln sind nämlich Personalspersonen, die abstreiten, sowas je gesagt zu haben.
Aber höchstwahrscheinlich hast du recht, dass das Team der Uniklinik unverantwortlich gehandelt hat, sonst wäre es ja nicht zu einem Sauerstoffmangel beim Kind gekommen.

Godesberg
21
19.5.2010, 11:48

Wissen Sie, ich war nicht dabei. Sie übrigens auch nicht.
Aber ich frage heute nachmittag noch mal nach, wie es genau war.

Das Ergebnis in jedem Fall: Mutter und Kind wohlauf.

zwergleviathan
00
20.5.2010, 16:36
und wie wollen sie das dann beurteilen?

denn sie waren ja wie gesagt selbst nicht dabei

sie könnten ja schreiben daß ihr "Kumpel" ihnen geschildert hat die Mutter WÄRE wohlauf gewesen;

woran sich Fr. Rehak hier stößt ist ihre Mißachtung der Diktion; eine Operation muss nicht invasiv sein oder unter Narkose erfolgen um sich als Operation (lat. "Verrichtung") zu qualifizieren

eine misslungene Geburtseinleitung ist dahingehend aber keine harmlose Sache und sie täten gut daran die Beurteilung einem Arzt oder ausgebildetem Personal (Hebammen, DGKS) zu überlassen

schon gut daß man immer nen arzt kennt wenn eine nicht näher genannte Bekannte schwere Komplikationen erleidet

aber "ich kenn wen der hat mir erzählt" ist ins Reich der Fabeln und Märchen einzuordnen;

Dagmar Rehak
 
00
19.5.2010, 12:11

Stimmt schon, wir waren beide nicht dabei, aber gewisse physikalische Gegebenheiten sind allgemein gültig.

Wohlauf waren Mutter und Kind übrigens nicht. Das Kind hat einen schweren Sauerstoffmangel erlitten und die Mutter eine riesen Schnittwunde im Bauch. Unter "wohlauf" versteht man was anderes, "knapp überlebt" trifft es eher, meinst nicht?

Godesberg
11
19.5.2010, 14:39

Es war eine nicht näher definierte Not"operation" nicht "-kaiserschnitt".

Der Vater ist selbst Arzt und ihm glaube ich mal, dass er die Situation realistisch einschätzen kann. Ohne den Eingriff hätte das Kind nicht überlebt.

Dagmar Rehak
 
11
19.5.2010, 16:01

Gut, dann war es Sauglocke oder Zange, und beide werden ausschließlich dann eingesetzt, wenn der Kopf schon durchs Becken ist, aber die Gebärende (oder das, was von ihr übrig ist) keine Kraft mehr hat, weiter zu pressen. Sowas tritt unabhängig davon auf, ob die Nabelschnur um den Hals ist oder nicht. Allerdings gibt es eine gewisse Korrelation zwischen Kraftlosigkeit der Mutter und Kraftlosigkeit des Kindes. Wenn in der Gebärmutter kein Sauerstoff mehr ist, ist natürlich auch im Kind kein Sauerstoff.

Das ist schnell so dahin gesagt, dieses "hätte das Kind nicht überlebt". Wenn ich mir anschaue, wie oft eine Frau behauptet, sie und ihr Kind wären zuhause "elendiglich verreckt", kommen mir gewisse Zweifel. Frauen dramatisieren da gerne.

Godesberg
01
19.5.2010, 16:40

Ich bin mir sehr sicher, dass mein Kumpel, der wie gesagt Arzt ist, eine Operation vom Einsatz einer Saugglocke unterscheiden kann. Und ich bin mir auch sehr sicher, dass er einschätzen kann ob die Lage kritisch war. Er steht jeden Tag im Operationssaal und ist auch bei dieser Operation dabei gewesen - beides im Gegensatz zu Ihnen.

Ich finde es abenteuerlich, wie Sie sich aus wenigen Schnipseln immer etwas zusammenfantasieren.

Dagmar Rehak
 
00
19.5.2010, 19:06

Der Einsatz einer Saugglocke IST eine Operation; das gilt als vaginal-operative Entbindung. Und wenn es kein Kaiserschnitt war, bleibt sonst nicht viel übrig. Da muss man nicht live dabei gewesen sein.

Kathi1609
 
02
18.5.2010, 21:45
Dagmar, hier hast du Unrecht.

Damals wurden Kinder vor Eröffnung des Muttermundes rausgezerrt. Da kann die Zange wohl tatsächlich das eine oder andere Leben retten, und wenn nur das der Mutter.

Klar, die ganze Praxis war scheiße und die Erfindung unnötig. In den Jahrhunderten vorher ohne diese Feldscher-Gewalttaten ist es ja auch gut ohne gegangen.
Aber im Rahmen der beschissenen Praxis hat das Trumm wohl hin und wieder genutzt.

Ich find das ja fast hübsch, dass dieser Artikel über Publication Bias sich selber der Publication Bias schuldig macht: Er bringt ein Beispiel für was Verschwiegenes, das in einem blöden System hilfreich war, verschweigt aber selbst, dass das blöde System künstlich verursacht und vermeidbar war.

Petzi Petz
00
18.5.2010, 11:16
Ein Problem auch:

Wenn man nichts besseres findet sondern nur gleiches oder vielleicht negative Ergebnisse, kann man diese nur äußerst selten publizieren. Jedes Journal will neues positives haben, aber keine Daten, wo etwas nicht funktioniert hat. Auf diesen Daten, und davon hab ich selbst genug, bleibt man sitzen.

Kathi1609
 
13
18.5.2010, 10:18
Kleine Korrektur zur Geschichte der Geburtszange: Stimmt, seit ihrer Einführung rettet sie ab und an ein Leben.


Aber kommt es niemandem komisch vor, dass sie erst im 17. Jh. erfunden wurde, während zB schon die alten Römer chirurgische Instrumente hatten? Wieso ist nicht schon vorher jemand draufgekommen?

Antwort: Weil es vorher nicht nötig war.

Im 17. Jh. drängten Ärzte, v.a. Chirurgen und Feldscher, in die Geburtshilfe.

Sie zwangen Frauen auf den Rücken, drehten Babies absichtlich in die Steißlage, und zogen sie vor der vollen Eröffnung des Muttermundes raus.
Und für sowas benötigt man natürlich eine Zange. (100% bei manchen Ärzten)

Mittlerweile zeigen genug Studien, dass die Zange bei kompetenter Geburtshilfe vermeidbar ist.

Ein besseres Beispiel für PB aus der Geburtsmedizin wäre: www.inamay.com/?page_id=146
Hat viele Leben gekostet.

yoghurtinator
 
00
18.5.2010, 19:35
Die Zange wird heute dadurch "vermieden"

dass stattdessen ein Kaiserschnitt gemacht wird.
So einfach ist das.

Dagmar Rehak
 
00
19.5.2010, 04:28
Das stimmt nicht.

Um die Zange ansetzen zu können, muss das Kind schon mit dem Kopf erscheinen. Soweit kommen sie heute nicht einmal mehr.

Kathi1609
 
01
18.5.2010, 21:40
Wussten Sie, dass es im 19. Jahrhundert in vielen Kliniken 90% Zangengeburtsraten gab?

Meinen Sie, da wären heute 90% Kaiserschnitte nötig?
Wussten Sie, dass DeBoer im 18. Jh. in Wien (bei rachitischen Becken und ohne Sectio) eine Zangenrate von 0,4% hatte, mehr Lebendgeburten und weniger Kindbettfieber?

Und wundert es Sie nicht, dass es in all den Jahrhunderten davor,
in denen Frauen nicht auf den Rücken gelegt wurden,
Kinder nicht vor der vollständigen Eröffnung des Muttermundes herausgezerrt und eine Zeitlang aktiv in die Fußlage gewendet wurden,
weil man sie so besser packen konnte (in jedem Lehrbuch dieser Zeit werden Sie Kapitel über abgerissene Kindsköpfe finden),

noch keine Notwendigkeit zum Einsatz der Zange gab?

Wenn es Sie wirklich interessiert, lesen Sie:
Rockenschaub: Gebären ohne Aberglauben. Kapitel 1.

ParanoidBoxdroid
00
18.5.2010, 11:13
so eine....

...große hirnsch***** hab ich schon lang nicht mehr gelesen.

sie haben offensichtlich noch nie eine still- und laktationsberaterin in rage erlebt.

unglaublich...

respekt muss von beiden seiten kommen.

Kathi1609
 
02
18.5.2010, 21:41
Ich verstehe diese Antwort auf mein Posting total gar nicht.

Stillberaterin?
Respekt?

Was hat Ihre Reaktion mit meinem Posting zu tun?
Was hat eine Stillberaterin in Rage (wer soll das sein? wo steht was von stillen?) mit diesem Artikel zu tun?

Bitte um Aufklärung, haben Sie falsch gepostet oder ... ???

Godesberg
31
18.5.2010, 08:57

Der Artikel liest sich so als würden 94% bzw. 86% der Studien zurückgehalten, weil Sie ungewünschte Ergebnisse erbracht haben.

Da ist nicht ganz fair, da es andere und wichtigere Gründe gibt...

- die Studie hat nichts neues erbracht, oder ein anderer ist dem Forscher zuvorgekommen, die Ergebnisse sind überholt
- die Studie wurde, aus welchen Gründen auch immer, nicht von einem Journal angenommen
- bei Veröffentlichung einer Studie müssten Betriebsgeheimnisse, z.B. über Herstellungsverfahren, benannt werden

A Voice
02
18.5.2010, 13:36
und wie unterscheidet

man (von außen) zwischen Ergebnisse haben nicht gepaßt/wurden geschönt und Betriebsgeheimnis verhalf zu den Daten? Im Endeffekt nimmt sowas nur das Vertrauen in die veröffentlichten Ergebnisse- oder?

Godesberg
00
18.5.2010, 13:57

Ja, das ist so. Aber mir fällt keine Alternative ein. Man kann ein Unternehmen nicht zwingen, der Konkurrenz sein know-how zu verraten.

Das geht doch schon in der Grundlagenforschung los.
Es ist inzwischen häufg, dass Studienergebnisse, die vor Veröffentlichung auf Kongressen gezeigt werden schlichtweg geklaut werden.

Da müht sich der Doktorand oder post-doc an einer Uni mehr oder weniger in Alleinarbeit ab, präsentiert stolz seine Ergebnisse auf einer Konferenz und darf dann ein halbes Jahr später feststellen, dass ein 50-Mann-Labor (gerne in Ostasien) im Fließbandverfahren seine Ideen nachgekocht hat und die Lorbeeren einheimst.

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