"Hurt Locker": Zehntausende Klagen gegen Film-Downloader

17. Mai 2010, 14:18
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Oscar-prämierter Film erzielte nicht das erwünschte Einspielergebnis - Jetzt sollen Bittorrent-NutzerInnen zahlen

Er war der große Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung: Kathryn Bigelows "The Hurt Locker" zeigt eine Anti-Bombeneinheit der US-Armee bei ihrem Einsatz im Irak - und sahnte damit gleich sechs Oscars ab. Ein Erfolg, der sich an den Kinokassen aber nur begrenzt bemerkbar machen, mit 16 Millionen US-Dollar ist man von den Einnahmen großer Blockbuster weit entfernt.

Bittorrent

Auf der Suche nach den Schuldigen will man beim dahinter stehenden Filmstudio, Voltage Pictures, nun die Richtigen ausgemacht haben: Die massive Verbreitung per Bittorrent soll das Einspielergebnis negativ beeinflusst haben. Eine Erkenntnis, aus der man nun die entsprechende Konsequenz zieht, wie "The Hollywood Reporter" berichtet sollen zehntausende P2P-NutzerInnen verklagt werden.

IP-Sammlung

Das Filmstudio hat sich dabei mit der umstrittenen "US Copyright Group" zusammengetan, die erst vor einigen Wochen 2.000 solcher Anzeigen gegen mutmaßliche Downloader von Uwe Bolls "Far Cry" eingebracht hatte. Dabei stützt man sich auf die Technik von GuardaLey, das Unternehmen spezialisiert sich darauf, IP-Adressen von bei Bittorrent aktiven NutzerInnen zu sammeln. Diese IP-Adressen führt man dann auf die einzelnen Provider zurück und fordert diese auf die eigenen KundInnen zu benennen.

Strafe

Üblicherweise versucht die "US Copyright Group" in Folge die solcherart identifizierten NutzerInnen zu einer Strafzahlung zu bewegen, wenn diese abgelehnt wird, will man das Verfahren aber auch vor Gericht weiter führen. (red, derStandard.at, 17.05.10)

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