GIS

TV-Gebühr unabhängig vom Gerät "notwendig"

17. Mai 2010, 11:03
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Zasterfahnder aus 13 Ländern suchen Zukunft der Gebühren - Steuer für Rundfunk in Diskussion

"Ein tödlicher Cocktail" für den Gebührenfunk braut sich da zusammen: Werbekrise und damit härterer Verteilungskampf mit den Privatsendern. Neue Onlinekonkurrenz. Schwindende Akzeptanz für Rundfunkgebühren gerade unter jungen Menschen. Und wenn öffentlich-rechtliche Programme auf Fernsehgeräten, Mobiltelefonen und PCs laufen - was zählt da noch als Empfangsgerät, wo beginnt die Gebührenpflicht?

Wenn Fernsehen keine Frage des Fernsehgerätes mehr ist

Das Bild vom "tödlichen Cocktail" tauchte dieser Tage im schmucken Hotel Maritim in Bonn auf. Zasterfahnder aus 13 Ländern zerbrachen sich dort zusammen mit Wissenschaftern den Kopf über die Zukunft der Rundfunkgebühren in Zeiten der Medienkonvergenz. In Zeiten also, wenn Fernsehen keine Frage des Fernsehgerätes mehr ist.

Nach Bonn geladen hatte Jürgen Menedetter. Der Chef der ORF-Zasterfahndung GIS ist Präsident der Broadcasting Fee Association, in der die Gebührensammler aus 13 Länder ihre Erfahrungen und Perspektiven austauschen.

"Wir alle stimmen überein, dass die vom Empfangsgerät abhängige Rundfunkgebühr auf lange Sicht einer geräteunabhängigen Gebühr weichen muss. Ob das nun eine Abgabe für Haushalte, für Bürger oder gar eine Steuer ist": So fasste Manfred Kops die eineinhalb Tage Gebührendebatte zusammen. Kops leitet das Institut für Rundfunkökonomie in Köln.

Ostermayer skeptisch

In Deutschland braucht die Sicht gar nicht so lange: Vor wenigen Tagen plädierte der deutsche Rechtswissenschafter Paul Kirchhoff in einem Gutachten für die deutschen Bundesländer für eine Haushaltsabgabe unabhängig vom Gerätebesitz (der Standard berichtete). Schon Anfang Juni wollen die dafür zuständigen Bundesländer darüber entscheiden. Erste Reaktionen auf Kirchhoffs Vorschläge waren positiv. 2013 könnte es in Deutschland ernst werden. 2013 will auch die Schweiz auf eine vom Gerät unabhängige Rundfunkgebühr umsteigen, hieß es bei der Konferenz. Auch in Norwegen plädiere ein Gutachten dafür. Finnland hat den Umstieg beschlossen - doch inzwischen geriet das Modell wieder "in die politische Debatte", klagte ein finnischer Experte.

Österreichs Parlamentsparteien diskutieren gerade ein neues ORF-Gesetz. Am Rundfunkgebührengesetz wird bisher nicht geschraubt. Dabei entgehen dem ORF laut GIS "im schlimmsten Fall" bis zu 25 Millionen Euro jährlich, seit der Verwaltungsgerichtshof entschied: Wer - etwa mangels ORF-Satkarte - den Küniglberg nicht empfangen kann, braucht nicht zahlen. So argumentiert auch Medienstaatssekretär Josef Ostermayer. Das Staatssekretariat wollte Kirchhoffs Gutachten aber prüfen.

Steuer

"Vor ein paar Jahren hätte ich eine Rundfunksteuer indiskutabel genannt. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr kann ich mich mit der Idee anfreunden." Wolfgang Schulz, Rechtswissenschafter am renommierten Hamburger Bredow-Institut, war damit bei der Konferenz nicht allein. Wenn sich dennoch die Unabhängigkeit der Sender vom Staat garantieren lasse. Aber schon jetzt müssen deutsche Länderparlamente die Höhe der TV-Gebühren absegnen. "Verfassungsrechtlich begrenzter Spielraum" der Parlamente für eine zweckgebundene Steuer "könnte eine Lösung sein", findet Schulz.

Klaus Illgner-Fehns, Geschäftsführer des Münchner Institut für Rundfunktechnologie, sinnierte in Köln grundsätzlich über die Akzeptanz von Rundfunkgebühren: "Es ist leichter zu vermitteln, dass man für einen bestimmten Service zahlt als dafür, dass man ein Gerät besitzt." (Harald Fidler, DER STANDARD Printausgabe 17. Mai 2010)

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xxdmania
00

Ich sehe das Hauptproblem in erster Linie in den viel zu höhen Beiträgen!!!!

mal erlich über 20€/Monat für 3Kanäle?

mostbirn
00
28.5.2010, 06:49
Fernsehen ist zum Odrahn do...

Fernsehen ist zum Odrahn do...
http://www.youtube.com/watch?v=jvDHcypiHeg

will-alles.at
00
25.5.2010, 15:29


Die Ideen der Gebührensammler sind natürlich einseitig, ganz klar, das ist immer so, wenn sich ausschließlich Gleichgesinnte und -orientierte irgendwo verschanzen (in diesem Fall auch wieder um unser Steuergeld...) und gehirnwi***.
Jedoch wissen wir nun, wohin des Weges das Lobbying uns führen wird. Da sollte man schon Vorkehrungen treffen.

Aber an der Fernsehfront brodelt es auch woanders: http://www.informelles.de/2010/05/2... s-free-tv/

Sitzen wir in wenigen Jahren vor unseren 3D-Flimmerkisten und zahlen hunderte € jährlich für werbedurchzogene Sender? Ich sichel nicht.... :))



pzjs
00
22.5.2010, 16:09
Geräteunabhängig?

Gebühren zu verlangen von jemandem der einen Fernseher besitzt kann ich noch nachvollziehen da die Geräte meistens auch zum Konsum von Fernsehprogrammen verwendet resp. angeschafft werden.
Ganz ehrlich .... das Angebot über Sat ist bis auf sehr wenige Ausnahmen um nichts besser als das des ORF.
Erschreckend finde ich tatsächlich die Debatte über eine geräteunabhängige Gebühr. Ich besitze aus genanntem Grund keinen Fernseher (mehr) aber ich glaube selbst meine Waschmaschiene und mein Kühlschrank sind neben meinem Notebook und meinem Mobiltelefon in der Lage, wenn auch nur theoretisch Fernsehprogramme zu empfangen.
In diesem Fall bin ich dafür das Kind doch endlich beim Namen zu nennen und die GIS als Kommunalabgabe einzubehalten.

*.*
17
20.5.2010, 16:46

mein vorschlag:

eigenen sender auf dem nur nachrichten, wissenschaftssendungen und dokumentationen sowie diskussionsrunden laufen.
keine werbung, keine serien, filme etc

also einen sender der dem BILDUNGSAUFTRAG nachkommt!

dafür zahl ich gerne freiwillig, auch über eine steuer die gleich vom gehalt abgezogen wird.

den serienscheiß, die filme und den absolut überflüssigen (meine meinung) sport soll der orf gefälligst über werbung finanzieren und auf einem eigenen sender bringen, denn das hat NICHTS mit bildung zu tun.
ich sehe überhauptnicht ein warum ich den müll in irgendeiner weise mitfinanzieren soll.

Pythagorean triple
11
19.5.2010, 08:21
Ich...

hätte kein Problem damit zu zahlen - wenn die Qualität stimmt. Hab mir auch von UPC Pakete geholt, hab auch Sky (das jetzt dann genau aus dem Qualtätsgrund fallen wird), aber der ORF ist für mich nicht mehr als unnützer Programmplatz.
Serien ausm Amiland krieg ich bei Pro 7 besser, Bildungsfernsehen find ich auch primär bei deutschen Sendern ... und Sport? Formel 1 guckt die Frau auf RTL da die ORF Kommentatoren nicht zu ertragen sind und die WM ... nunja, ich brauch dazu nichts sagen.
Ergo: Umgekehrtes Prinzip. Intelligentes Fernsehen und Kundenpflege. So funktionierts auch bei mir in der Firma. Wenn alles passt, stimmt der Umsatz.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
18.5.2010, 23:40
Jeder der behauptet,

dass andere von seinem tun etwas konsumieren könnten, muss in zukunft nach belieben steuern erhalten...
Z.b muss jeder poster von allen menschen auf der welt eine posting-mit-oder ohne-empfangsmöglichkeitsgebühr einheben...
Oder es kassiert einfach jeder bei jedem für egal was...

Wennso Weitergeht...
07
18.5.2010, 14:00
Meine Firma

verteilt Informationsmaterial und wir werfen in jeden Briefkasten in Österreich unsere Broschüren ein und unter jeder Tür schieben wir Broschüren durch.
Ich verlange, dass der Staat für meine Firma auch eine Steuer einnimmt (die ich dann bekomme), unabhängig davon, ob der Briefkasten jetzt grün oder schwarz ist oder überhaupt nicht vorhanden!
Schließlich kann man nicht einfach gratis arbeiten nur weil sich alle weigern zu zahlen!

Jo_ey
00
27.5.2010, 12:29

ich würde sogar so weit gehn zu sagen: "unabhängig davon, ob die broschüren gelesen werden oder nicht"

Freie Welt
06
18.5.2010, 13:44
"... dass man für einen bestimmten Service zahlt als dafür, dass man ein Gerät besitzt."

Stimmt: Wer einen Service in Anspruch nimmt, muss dafür eine Gegenleistung erbringen (zahlen).

Und wer diesen Service nicht in Anspruch nimmt, muss auch nicht dafür bezahlen.
Dieses Printip gilt bei JEDEM anderen Geschäft, nur bei den Rundfunkgebühren muss man auch für einen Service bezahlen, den man in Anspruch nehmen KÖNNTE.

Mir ist absolut rätselhaft, wie es ein solches Gesetz bis in den Verfassungsrang schaffen konnte.

Schon sehe ich Heerscharen von Handwerkern und Versicherungsmaklern von Tür zu Tür gehen und Zahlscheine austeilen, weil jeder Mensch mit einem Wohnsitz ja ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen KÖNNTE.

Alexander Reiter
04
18.5.2010, 18:57

Ein Gesetz kommt in Österreich vor allem dann in den Verfassungsrang, wenn der VfGH es sonst als verfassungswidrig einstuft.

Leech
01
18.5.2010, 13:08
ORF-Zasterfahndung

Des sagt eh schon alles....

Semperitfan
01
18.5.2010, 13:00
Weg mit den vielen Werbungen, dann graust mir weniger vor der GIS-Gebühr

Bono Nobo
00
18.5.2010, 12:42

Eines Tages werde ich mir das Geld das mir die GIS gestohlen hat zurückholen. Ich werde keineswegs unbew...... sein.

jacohe
014
18.5.2010, 09:53
Zahlen was konsumiert wird!

Dann ist es auch schnell vorbei mit den amerikanischen Müllserien! Einmal angekauft, 1000 mal wiederholt gesendet. Fußball ohne Ende, täglich mehr Informationen über Fußball als über jedes andere Thema. ( über Ballack, Schumacher oder wie sie alle heißen, die über bezahlten Schwachmaten ) Massenverblödung für die ich nicht zahlen will!
Also Dekoderkarte und wer fernsieht zahlt, wer nicht, zahlt nicht. Lässt sich alles elektronisch erfassen und abrechnen. Und bitte: Ohne Werbung. DAS wäre gerecht, aber es geht ja nicht um Recht oder gerecht, sondern darum dem Bürger, politisch vorgefertigte Meinung ( im Sinne der Parteien ) so wie Werbung ständig ans Ohr zu hauen. Das Ziel: Klares selbständiges Denken ausschalten!

Buchstabierer
01
19.5.2010, 00:13

Fernsehen ist heutzutage eine Qual. Alle paar Sekunden kommt Werbung. Dass man dafür zahlen soll ist nicht okay.

Frankreich macht es vor. Öffentliche Einnahmen - keine Werbung.

Freie Welt
06
18.5.2010, 13:51
Abschalten ist ganz einfach

Ich hab das vor sechs Jahren gemacht und nie wieder eingeschaltet. Und bin seither ein sehr viel freierer Mensch. Fernsehen ist schlicht und einfach Verschwendung von Lebenszeit.

aiR_baeR
00
18.5.2010, 08:25

was wohl die damen und herren gebühreneintreiber dazu sagen...schneidet man sich mit einer solchen für jedermann zu entrichtenden abgabe doch ins eigene fleisch...der einfache gis-beamte, der von haus zu haus geht um die bürger davon zu überzeugen, dass sie ein empfangsfähiges endgerät besitzen wird über kurz oder lang aussterben...kann mir nicht vorstellen, dass der verwaltungsaufwand derart steigen wird, dass für all die eintreiber jobs im verwaltungsbereich geschaffen werden....

xxdmania
00
Hm,

sorry aber mit GIStapo Beamten hab ich kein Mitleid, ebenso mit den Parksherrifs sowie den Schwarzkapplern.

zb befinde mich grad im studium, bekomme stipendium und bin momentan arbeitslos. Auf meine Frage hin ob diese Umstände etwas an den Beitragszahlungen ändern antwortete er mir nur "NEIN". 2 Minuten vorm Internet recherchieren und jetzt bin ich befreit.
Fazit: Der tollte GIStapo Beamte log mir mitten ins Gesicht, wobei sich mir wiedermal die Frage stellt ob dieses Gesindel Provisionen für ertappet Staatfernsehfeinde erhält.

Anyuser
 
04
18.5.2010, 00:14
Jetzt wisst Ihr, warum es die ORF tvthek.orf.at kostenlos gibt!

Erst stellt man ein Angebot kostenlos ins Internet, nachdem aber niemand verlangt hat. – Service halt, gell?

Dann beschwert man sich darüber, dass nun ja niemand mehr fernsieht und alles über dieses böse, böse Internet läuft.

Und schließlich, drücken die Lobbyisten den Politikern eine neue allgemeine Unterhaltungssteuer rein die jeder zahlen muss ob er nun schaut oder nicht.

Danke liebe Medienschaffenden.

senf mit korn
01
19.5.2010, 20:54
OT: Der wahre Grund für die tvthek

Microsoft hat ein neues Problemkind: Silverlight,
eine innovative Microsoft-Technologie um in der neuen Version vielseitige Streaming Dienste umzusetzen.
Da kommt es ungelegen mitten in die Flash vs. HTML5 Debatte zu geraten.

Also suchte man Protagonisten und fand einen im ORF, dem man ein Angebot machte das er nicht ablehnen konnte.
So ergab es sich dass der "freie Zugang" via tvthek kostengünstig mit geschlossenen Technologien umgesetzt wurde die jetzt verhindern das Angebot im YouTube/XL Stil auf den Fernseher oder auf Smartphones zu bringen.

Señor Mascarenas
03
18.5.2010, 00:14
Warum nicht gleich die Steuern um - sagen wir -

0,3 % erhöhen?
Da ist die soziale Komponente gleich inkludiert.
Oder umgekehrt: die Wenigverdiener sollen mehr zahlen - diese sehen auch mehr TV ;-)

. g.bac
00
17.5.2010, 23:12
wenns doch nur für was sinnvolles wäre

so ist das ganze eine propaganda-maschinerie mit dem hintergrund einer überbezahlten beschäftigungstherapie gescheiterter parteigenossen.

sollen sie doch ihre freunderln über steuern finanzieren und, von mir aus 100te dvds mit irgendwelchem müll vollbrennen und damit ein unterirdisches dokumentationsarchiv auffüllen.

hauptsache sie versuchen nicht, dass was da an ergüssen von amerikanischen sitcoms, politischer propaganda, kopierten millionenshows und fussballexzessen erbrochen wird, als bildungsfernsehen zu verkaufen.

jacohe
00
18.5.2010, 09:39
Dem

....hauptsache sie versuchen nicht, dass was da an ergüssen von amerikanischen sitcoms, politischer propaganda, kopierten millionenshows und fussballexzessen erbrochen wird, als bildungsfernsehen zu verkaufen.
kann ich nur voll zustimmen!
Ich soll für Fernsehmüll bezahlen den ich nicht sehen will!

Recht ist Auslegungssache
03
17.5.2010, 23:02
Ok!

Die selbsternannten "Experten" können ihre Vorschläge für sich selbst umsetzen und dürfen gerne zahlen soviel sie wollen.

Zwangsbeglückung haben wir schon genug!

Wer schauen will soll zahlen.
Der Rest schaut nicht und zahlt nicht.
So funktioniert das mit KONSUMATION!

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