Griechenland soll sich in den Kollaps sparen. Tolles Rezept!

16. Mai 2010, 20:53

Ohne massive Vermögenssteuern kann die Weltwirtschaft nicht stabilisiert werden

Erst waren die Banken praktisch pleite, dann haben ihnen die Staaten die Schulden abgenommen - und jetzt sind die Staaten überschuldet. Jetzt versuchen die Banken, Risikopositionen zurückzufahren, die Staaten sollen auch sparen, und die privaten Haushalte sparen ohnehin. Bloß, das ist genau das Rezept für den totalen Kollaps. Denn wenn die Wirtschaftsleistung schrumpft, werden auch die Schulden nicht zurückgezahlt werden können - dann wird es Pleitewellen geben, Kreditausfälle und die Banken werden erst recht zusammenkrachen. Es gibt also nur eine Möglichkeit, aus diesem Teufelskreis rauszukommen: Die Staaten müssen ihre Schulden reduzieren, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. Das geht nur auf eine Weise: mit massivsten Vermögenssteuern. Es gibt schlichtweg keine andere Möglichkeit mehr. Oder, um einmal Margaret Thatcher zu zitieren: "There Is No Alternative."

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Auf der Yacht des Milliardärs

Siehe Michael Becker MDR Hördunkstudio Brüssel
Barrosos Freund und reichster Grieche Spiros Latsis
übersiedelte rechtzeitig mit seiner Schweizer Bank
nach Luxenburg.Damit rettete er "Schrottpapiere"
von 12 Milliarden Euro

Misik wäre ein witziger Finanzminister.

herr misik

leidet unter einer völlig selektiven wahrnehmung der tatsachen und ist daher auch unfähig logische schlüsse ind sinnvolle antworten daraus zu ziehen. immer wenn nach reichen- und vermögensbesteuerung geschrien wird, trifft es am ende doch nur den mittelstand. der ächzt ja eh schon ordentlich unter der abgabenlast und mit den neuen "sparprogrammen" wird ihm einerseits weniger gegeben und andererseits noch mehr genommen werden.
spekulanten hin oder her, fakt ist, dass griechenland sich einen sozialismus gegönnt hat, den es schlichtweg nicht finanzieren konnte. dass dann einige spekulanten darauf setzen würden, dass es nicht ewig so weiter gehen wird, kann nicht wirklich überraschen.

Griechenland ...

... ist so wenig sozialistisch (gewesen) wie dies die derzeitige US-Gesundheitsreform ist; wie einige Hirnederl es meinen. Und auf den Niedergang von irgendetwas zu spekulieren ist schlicht und einfach ein Verbrechen. Als solches gehört es auch verboten und ins Strafgesetzbuch.

immer triffts den mittelstand ...

... ist ein mythos der gerade von jenen ständig wiederholt, die sich über ideolgien und träumereien erhaben und ständig am festen grund der realität, von daten und fakten fühlen - ja genau - FÜHLEN.

im prinzip geht es um die besteuerung der obersten 2-10 %.

ja - genau - und jetzt kommt das märchen davon, das kapital "scheu sei wie ein reh". ja genau. abgesehen davon, dass ich dafür auch noch nie einen beleg bekommen habe - eine anhebung auf eu-durchschnitt dürfte ja wohl nicht so das problem sein.

natürlich kann man reichen und vermögensbesteuerung machen ohne, dass es den mittelstand trifft.

nur fürchte ich, ohne jetzt seinen blog gehört zu haben, dass er eben die reichen und vermögenden wieder dort ansetzt wo eben natürlich wieder der mittelst. massiv blecht.

ich glaub in folge 123 hat er was von reichen schröpfen dahergefasselt, und wenn man es durchrechnet, gegannen die bei 3000-3500 netto.

aber ich glaub zb könnte man über die grundsteuer schon was bewegen, wenn man die bauern ausnimmt. und sagen wir ab 2000 m² ( meist mehr als die normalen einfamilienhausbesitzer) ordentlich anhebt. denn grund kannst schwer ins ausland abziehen.

- waaas? 3000-3500 netto sind zu wenig für besteuerung (lass ich mir ja noch einreden) - aber 2000m² Grund reichen?

- den blog solltest du dir schon anschauen. bitte, mir zuliebe, die nachplapperei von wegen "mittelstandtreffen" und "kapital sofort ins ausland" mag ICH mir nämlich nicht mehr anhören. den mittelstand müssen sie nicht treffen (is ja auch absurd zu sagen, man könne nur den mittelstand gleich mitbesteuern, denn 'reiche' allein besteuern is unmöglich, ja genau, es war einmal in einem ...) mit einem kühlen blick auf vermögens- und einkommensverhältnisse und die besteuerung deren in europa scheint vermögensbesteuerung und etwa auch eine anhebung der körperschaftssteuer als überaus sinnvoll.

und du, und freunde sollten bitte endlich zur kenntnis nehmen, die böhsen oberen 10% sind zu 80% mittelstand bis gehobener mittelstand, also nix reiche kapitalisten, die nur in sankt moritz und monaco darauf warten dass ihr kontostand wächst !!

und weil das so ist sollt man doch vermehrt, die oberen 2-3% schröpfen, und auch da so intelligent, dass die mit dem geld nicht abhauen. denn die würden die mobilität besitzen, und am einfachsten und ertragreichsten ginge es bei denen über die stärkere besteuerung von grund und immobilien.


'die oberen 10% sind 80% mittelstand'

wer sowas daherverzapft, dem kann nicht mehr geholfen werden. der braucht die männer in weiß mit schutzweste.

ich nehme zur kenntnis, dass es linken/linksorientierten aus welchen gründen auch immer,nicht möglich ist, einfache mathematisch/statistische zusammenhänge zu erkennen.

ein bissal schade, aber zum glück regieren die eh nicht absolut in österreich. (ö ist so stark, dass es bisher die misswirtschaft verkraftet hat, auch von konservativen natürlich)

ich habe es hier in manchen threads schon dargelegt, mit zahlen unterstützt, aber jedem kann und will ich dass nicht wieder und wieder vorrechnen.

außerdem ist ja der mittelstand eine def.sache und ich schrieb die 80% reichen bis zum gehobenen mittelstand, also über diesem gehobenen mittelstand, würde ich die reichen ansetzen.


wenn wlaschek, horten, krupp, piech, haselsteiner, usw... gehobener mittelstand sind, möchte ich ihre definition von mittelstand gar nicht wissen.

und sie sind auch schon draufgekommen, daß die konservativen mißwirtschaften, na geh ... die kompetenzler in person, besonders in NÖ (der pröll-clan).

legen sie halt ihre mathematischen thesen dar. wenn sie mathematisch so versiert sind, sollte es ihnen doch aufgefallen sein, daß ein zinsenbasiertes system nie und nimmer funktionieren kann, dass bei zuviel verteilungsungerechtigkeit jedesmal zusammenbricht.

warum soll ich für ihre aktiencasinospiele, weil sie nicht mehr wissen wohin mit all ihrem geld, ihre schulden zahlen? sehe ich überhaupt nicht ein. sie zahlen meine ja auch nicht.

ich bin ja nicht gegen eine höhere besteuerung von hohen vermögen (von mir aus auch sehr hohen einkommen), aber dieses total unreflektierte nachplappern irgend einer grenze (oberen 10%) weil es gut klingt, und im gleichen atemzug die oberen 0,01% nennen, ist doof (unwissend) !!!
eigentlich sind ja die oben genannten eher die oberen (0,0005%)

also auch leute die massiv geld durch nicht arbeitseinkommen bekommen, herangezogen. und da beginnt der bereich der oberen 2-3% (ihr vergesst immer das sind über 100000 leute nicht die 3 milliardäre die euch einfallen !!!) bei einem jahresbrutto von 70-90000 €, also eigentlich auch noch nicht reich !!!

am fairsten und symbolisch sinnvollsten wäre wahrscheinlich jetzt einen art progressiven solibeitrag einfordern, auf vermögen (exkl. immobilien, unternehmensanteile (außer aktienpakete). (obwohl wahrscheinlich viele vermögende jetzt massiv geblutet haben, ist es durchaus möglich dass sie gegenüber 05 noch im plus sind).

1% ab 100k
2% ab 1mio
3% ab 10 mio
4% ab 100 mio
5% für die 3 glücklichen mrd.
z.B.

soll ich einem der mir mit dem zinsgebrabbel daherkommt matheunterricht geben ? (dämpft meine motivation schon mal enorm, aber da du es ja massiv nötig hast bitte gerne)
1) natürlich zahlt/gleicht der (gehobene) mittelstand deine schulden, bzw. gleich dein mindereinkommen aus, durch massive umverteilung (-> sozialstaat und das ist eh fein !!)
2) wenn ich den beginn der oberen 2-3% (der einkommenspyramide) mit den oberen 0,01% ist das einfach idiotisch PUNKT. du vergleichst ja auch Federer, Nadal auch nicht mit einem Tennisspieler jenseits des Top 1000.
2-3% als ende des gehobenen mittelstandes war anfänglich ehere eine hausnummer weil es 10% natürlich nie und nimmer ist.
ich hab anhand der lohn/einkommenssteuerstat.




dein gebrabbel nicht mal in ehren. solche quatschthesen sind nur mehr lachhaft sie mathewuzzi.

wenn sie's nicht schaffen, lassen sie es einfach oder gehen in's internet, posten können sie ja, und suchen sich die zinseszinsformel und rechnen mal nach wieviel sie für den fonds für buffet zB an zinsen allein pro jahr arbeiten dürfen.

ich hab für sie was leichtverständliches gefunden: die wissensmanufaktur. schauen sie sich das mal an. auch der russe kondratieff is draufgekommen (schon viel früher bloss glaubte der noch an den weihnachtsmann in form von innovationswechsel die in wirklichkeit die blasengebilde sind). da werden sie es doch ebenso schaffen.

Ich empfehle die Lektüre

von Wilhelm Hauff - "Das kalte Herz". Vielleicht dämmert dann irgendwelchen Superökonomen, dass man Vermögen in einer Höhe, die das Staatsschuldenproblem löst, nur ein paar Jahre lang besteuern kann, dann ist es nämlich pfutsch. Und dann gibt es niemanden, der in die marode Wirtschaft investieren kann und die Pleite wird nachhaltig. So einfach ist das.
Nein, Herr Misik: Sparen stelle ich mir anders vor. Zum Beispiel so, dass man von den rund 40 griechischen Ministerien mit ihren Beamtenapparaten die Hälfte durch Zusammenlegungen einspart. Indem man einen aufgeblähten Beamtenapparat, den man aus parteitaktischen Gründen als Klientel gezüchtet hat, produktiveren Tätigkeiten zuführt, indem man Touristen wieder besser behandelt etc. etc.

kein grund den kopf hängen zu lassen - es gibt vermögen dass vermehrt wird bzw. sich selbst vermehrt. bei besteuerung von vermögen ein auge auf die rendite desselben zu werfen, dagegen wird ja auch keiner was haben.

mäckmäckmäck

Auge werfen genügt nicht -

die Rendite wird ohnedies besteuert, wo nicht, sollte das schleunigst nachgeholt werden, wo zu gering, erhöht werden. Nur hat das mit Vermögensbesteuerung nicht das Geringste zu tun. Grundlage für Vermögensbesteuerung ist nicht das Einkommen aus Vermögen (=Rendite), sondern das Vermögen selbst. Wohin dessen übermäßige Besteuerung führt, sieht man an der englischen Erbschaftssteuer: zur Zerschlagung von Vermögen, und diese wieder zum Eindringen ausländischen Kapitals (denn von irgedwo her muss das Kapital für Investitionen ja kommen) oder zur zwangsweisen Verstaatlichung. Wohin diese führt, wissen wir aus der Geschichte. Eine maßvolle Vermögensbesteuerung wiederum löst keine Probleme und verursacht relativ hohe Verwaltungskosten. Wozu also?

Herr Hauf ist ein gutes Argument...

..... dass Privatisieren nicht das gelbe vom Ei ist. Wenn ich ein Paar Jahre privatisiere und alles ist weg, was mache ich, wenn für den nächsten Schuldenabbau kein Geld mehr flüssig gemacht werden kann.

Hauff gründlich missverstanden.

Das mit dem Privatisieren ist ein anderes Problem. Sie haben völlig Recht: wenn man privatisiert, nur um das Budget zu sanieren, dann greift das nur einmal. Kluge Leute privatisieren daher nicht zwecks (einmaliger) Budgetsanierung, sondern weil sie damit dauernd defizitäre Staatsbetriebe los werden wollen. Wenn man es so macht wie bei uns, nämlich die Betriebe aus der Hoheitsverwaltung herausnehmen und in Handelsgesellschaften umwandeln, die Anteile daran aber behalten und die Posten mit abgehalfterten Politikern besetzen, betreibt man eine sehr zweifelhafte und überhaupt nicht nachhaltige Budgetsanierung auf Kosten späterer Budgets.

Seht ihr?

Genau das ist unser Problem. Wir nehmen die Robin Hood Attitüde "Nehmt den Reichen und gebt den Armen" her ohne konkrete Vorschläge zu bringen. Was genau soll denn besteuert werden, etwa auch der Besitz eines Hauses? Das würde den Durschnittsbürger mehr schaden als den Reichen. Die Ansätze des Herrn Misik sind zwar richtig und gut aber ohne konkreten Inhalt wie das funktionieren soll und genau deswegen werden wir Linken in diesm Land nie etwas bewegen können!

nicht genau zugehört!

Nicht die Hausbesitzer sollen zahlen, sondern es sollen die größeren FINANZVERMÖGEN besteuert werden! Nicht die Leute mit einer Pensionsvorsorge im realen Ausmaß!
Das trifft eben nicht die Mittelschicht oder gar Unterschichtler, die eine kleine Wohnung ihr Leben lang abbezahlen...
Aber wir verschonen mit neuen Massensteuern und Kürzungen im Sozialbereich hauptsächlich die großen Finanzvermögen! Wieso will das die Mittelschicht nur?

zum beispiel

alle gelder die eine private vermögensgrenze von - sagen wir mal - zehn mio. euro/kopf übersteigen werden eins zu eins abgeschöpft und dem staatshaushalt (oder gleich dem sozialbudget) einverleibt. niemand wird jemals mehr geld zum (luxuriösen) leben brauchen. superreiche gehören gnadenlos zur kasse gebeten. investition müssten dann staatlich - und da am besten demokratisch - erfolgen. natürlich ausschließlich für sinnvolle bzw. nützliche dinge im sinne des gemeinwohls. zusätzlich sollte man alle unternehmen zu gleichen teilen den mitarbeitern übertragen. sie verantworten schließlich die wertschöpfung und sollen daher auch ein entsprechendes mitspracherecht und natürlich auch ein angemessenes stück vom kuchen erhalten - für ihre arbeit.

wäre lustig dieses österreich, zum glück ist es in der eu, so kann man a) leicht flüchten und b) würde es nach dem bankrott (deine krause unternehmensvorstellungen) mit dem aufbau einfacher denk ich mir.

ein hackler, ein angestellter will in erster linie ein respektierter, angemessen bezahlter (letzteres gilt in ö meist) hackler und ein angestellter sein, und kein unternehmer !!!

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