Papstaufruf zu Kampf gegen Sünde in der Kirche

16. Mai 2010, 19:26
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Neue Vorwürfe gegen Feldkircher Bischof Fischer - dieser schließt Rücktritt aus

Feldkirch/Rom - Der Papst hat die auf dem Petersplatz in Rom versammelten Gläubigen am Sonntag aufgerufen, die Sünde zu bekämpfen, die auch die Kirche belastet. "Der wahre Feind, den man fürchten und bekämpfen muss, ist die Sünde, das spirituelle Böse, das leider manchmal auch die Kirchenmitglieder infiziert", betonte Benedikt XVI. vor tausenden Gläubigen, die an einer Solidaritätskundgebung für das Kirchenoberhaupt teilnahmen.

Der Papst hob hervor, was Priester für das Wohl von Menschen leisten, und rief die Gläubigen auf, Gott zu vertrauen. Auch die harten Prüfungen für die Kirche könnten zu größerer Kohärenz führen. Tausende bekundeten ihre Solidarität. "Wir dürfen den Papst nicht allein lassen. Benedikt, Du bist nicht allein", lautet der Slogan der rund 70 Verbände, die sich an der Kundgebung, zu der der Verband der katholischen Organisationen (CNAL) aufgerufen hatte, beteiligten.

Neue Vorwürfe gegen Bischof 

In Österreich erhebt das Nachrichtenmagazin profil indes in der am Montag erscheinenden Ausgabe neue Vorwürfe gegen den Feldkircher Diözesanbischof Elmar Fischer. Demnach soll er als Religionslehrer 1970 einen sich "provozierend verhaltenden" Schüler am Gymnasium Dornbirn mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Fischer versicherte sofort, an der Aufklärung der Vorhaltungen mitzuwirken. Der Feldkircher Bischof steht seit März in heftiger Kritik, als Lehrer beziehungsweise Internatsleiter mehrere Schüler geschlagen zu haben.

Einen möglichen Rücktritt schloss er am Freitag im Gespräch mit dem Standard kategorisch aus: "Warum auch, das sind doch nur Behauptungen." (APA, mro, DER STANDARD - Printausgabe, 17. Mai 2010)

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