Strombörse elektrisiert Ungarn

16. Mai 2010, 18:49
3 Postings

Wiener EXAA schaltet Handelsplattform frei

Wien - Die Strombörse EXAA mit Sitz in Wien weitet ihr Engagement in angrenzenden Ländern aus. Ab heute, Montag, wird die Handelsplattform der Energy Exchange Austria auch für Ungarn freigeschaltet. Nach Deutschland, Tschechien und Polen handelt es sich dabei um den vierten Auslandsmarkt, auf dem die im Spothandel mit elektrischer Energie tätige Börse aktiv wird. "Wir verstehen uns als treibende Kraft im bevorstehenden Konsolidierungsprozess" , sagte EXAA-Vorstand Jürgen Wahl dem Standard.

Ein Jahrzehnt nach Öffnung der Strommärkte gibt es in Europa knapp zwei Dutzend Strombörsen; sie dienen der Preisfindung im Großhandel mit elektrischer Energie. Neben den großen wie der EEX in Leipzig und dem Nord Pool in Skandinavien nehmen sich andere Handelsplätze mickrig aus. Die EXAA in Wien, die es seit 1992 gibt, gehört mit einem Handelsvolumen von zuletzt 4,66 Terawattstunden zu den eher kleinen. In Leipzig etwa ist allein der deutsch-österreichische Spothandel mit Strom 200 TWh schwer.

Als längerfristiges Ziel schwebt den EXAA-Managern vor, viele Strombörsen in Zentral- und Osteuropa miteinander zu verknüpfen. Händler sollten ihre Order in einen zentraleuropäischen Topf eingeben können, ohne an allen Börsen beteiligt sein zu müssen. (Günther Strobl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.5.2010)

Share if you care.