Saubere Energie

Alternative zum Öl

16. Mai 2010 18:46

Erneuerbare Energie führt noch immer ein Schattendasein, sie muss schleunigst weiterentwickelt werden - Von Johanna Ruzicka

Der desaströse Bohrinsel-Unfall im Golf von Mexiko zeigt, wie wichtig eine Neubewertung, ja Besserstellung von Alternativenergien ist, die über weite Strecken noch immer ein Schattendasein führen.

Diese Alternativenergien, egal, ob es sich um Wasser, Wind oder nachwachsende Rohstoffe handelt, sind nicht automatisch sauber, ökologisch oder klimafreundlich, und das wird ihnen häufig zum Vorwurf gemacht. Doch den riesigen Ölteppich vor Augen, der vor den Küstenregionen Floridas schwappt, sind die negativen Erscheinungen, die rund um erneuerbare Energien gerne ins Feld geführt werden, nichts als Peanuts. Kinderkrankheiten von zumeist jungen Technologien rund um nachwachsende Rohstoffe, Windräder oder Solarenergie. Nichts, das nicht mit entsprechenden Regeln und Auflagen relativ leicht aus der Welt geschafft werden kann.

Die vorzüglich lobbyierende Ölindustrie versucht immer weiszumachen, wie sauber und umweltfreundlich die Förderung von Erdöl gehandhabt wird. Wie man jetzt weiß, wurden im Falle der untergegangenen Bohrstation "Deepwater Horizon" elementare Sicherheitsregeln nicht beachtet. Und von einer die Natur schonenden Bohrung in großer Tiefe kann wohl auch nicht die Rede sein. Die wichtigste Konklusion aus dem Umweltunfall ist, dass Erneuerbare so weiterentwickelt werden müssen, dass sie eine starke Alternative zum Öl darstellen. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.5.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 160
1 2 3 4
1116er
19.05.2010 15:06
die alternativen energieformen wären schon viel weiter entwickelt,

wenn nicht auch heute noch die herkömmlichen energieträger massiv subventioniert würden!

direkt (wie bei der kernenergie) oder indirekt (durch negieren der wohlbekannten negativen externen effekte wie bei fossiler energie).

sydonne
17.05.2010 18:45
... ad gigngogn

... hier lässt einer seine ach so belesene frustigkeit an jedem zarten pflänzchen leser ab,
der es wagt, "grün" auch gut zu finden ...
... da der steuerzahler in hohem maße schon jeden möglichen blödsinn (banken, börsen & chaoten) mitfinanziert, halte ich die derzeit als förderung verfügbaren mittel für alternative heizsysteme (das ist die masse der förderungen !!) für allerbeste investition;
im übrigen wurde über die letzten jahre auch das spielzeug "auto" über den straßenbau, "zigarette" über das gesundheitswesen und "alkohol" über die frührente vom steuerzahler finanziert ... (wenn wir schon polemisch sein wollen ...)

Andreas Mittermayer
17.05.2010 21:49
gigngogn ist ein manischer AKW-fan.


So versucht er alles schlecht zu machen, was das "Ansehen" von Kernenerige in irgend einer Weise mindert.

Ich habe mir unzählige male die Mühe gemacht, mit gigngogn auf fachlicher Ebene mit entsprechenden Belegen (auch ausführlichstem Zahlenmaterial) zu argumentieren. Die Taktik ist immer gleich:

Zahlen, die ihm nicht passen werden als Propaganda und "willkürlich" abgetan, auf gewisse Argumente geht er einfach nicht ein, und falls man nicht lockerlässt, versucht er, zu "Tode" zu argumentieren, bis es einem zu blöd wird - ob seines Dumm stellens (oder stellte er sich etwa gar nicht nur Dumm?).

Seither mach ich einen Fehler sicher nicht mehr: Mit gigngogn meine wertvolle Zeit zu verschwenden!

Andreas Mittermayer
18.05.2010 08:08
Ergänzung:


Wie immer versucht gigngogn auch seriös zu wirken.

Es liegt die Vermutung nahe, er ist ein (bezahlter) Lobbyist der Kernenergie-Branche. Er bestreitet dies jedoch immer vehement. Auf die Aufforderung, er möge doch seine Identität preisgeben, meint er, er würde von bösen Atomkraftgegnern bedroht.

Von Leuten, die versuchen, auf zukünftige Generationen Rücksicht zu nehmen, kann man ein solches Gefährdungspotenzial ja vermuten! ;-))

gigngogn
17.05.2010 23:54
Die Stromerzeugung mit EE brauche ich nicht schlecht zu machen, die ist schlecht

Ihr 'ausführlichstes Zahlenmaterial' war halt leider fehlerhaft, was ich ihnen auch nachweisen konnte.
Ihre Reaktion drauf war es eingeschnappt zu sein.

Zahlen die mir nicht passen tat ich nicht als Propaganda ab wenn ich nicht nachweisen konnte das sie Propaganda *waren*, das kann man auch gerne in unseren alten Unterhaltungen nachlesen.

Was sie 'zu Tode argumentieren' nennen war mein Versuch sie endlich auf ihre eigenen Aussagen festzunageln, Beispiel Biomasse, sie sind nie darauf eingegangen das eine Überschlagsrechnung *ihrer eigenen Zahlen* ergab das ihre Aussagen falsch waren. Biomasse reicht eben *nicht* um fossile Energieträger zu ersetzen, auch nicht wenn man Wind und Solar einrechnet.
Bei anderen Thema das selbe Spiel.

gigngogn
17.05.2010 20:46
Ich habe nichts gegen 'grün', aber ich habe etwas gegen Ökologisten die 'grün' zur Religion gemacht haben, inkl aller Nebeneffekt wie 'Hinterfragen unerwünscht' und 'Kritik ist Häresie'

Das der Staat auch in anderen Bereichen Geld verschwendet kann doch nicht als Rechtfertigung dazu dienen auch an dieser Baustelle Geld im großen Stil zu verschleudern!
Wären ihre 'alternativen Heizungssysteme', als ob Heizen mit Holz so sonderlich innovativ wäre, wirklich die 'allerbeste Investition', dann müsste man sie wohl nicht subventionieren, dann würden sie sich nämlich rentieren.
Es ist auch sehr bezeichnend, das der typische Öko Zahlen fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, es passiert mir äussert selten das sich ein 'Grüner' dazu herablässt tatsächlich Zahlen zu präsentieren. Tut er es doch und man weisst ihm Fehler in seinen Zahlen nach, so wird beleidigt reagiert und wie ein trotziges Kind kommt dann 'mit dir rede ich nicht'

Almudl-gejodelter-Fernsehjunkie
17.05.2010 18:21

Sagt mal, wie, oder welche Farben sollte man sich diesen Sommer anziehen um politisch korrekt zu wirken - ich hab leider nichts mit so einem schicken Ölfleck - jetzt bin ich etwas angespannt -kann mir da jemand helfen?

Danke

Nina K.
17.05.2010 20:26

um politisch korrekt zu wirken?
Ein Bahamas Hemd ;)

miss chicken
17.05.2010 18:13
Ein Leck wäre kein Problem,


wenn im Loch Pellets steckten.

Alfredo di Stefano
17.05.2010 18:13

ohne Förderungen sind alternative Energien normal nicht rentabel. Aufgrund der Förderungen besteht aber kein wirklicher Innovationsdruck. Daher weg mit den Förderungen und warten. Bis dahin heisst es aber drill, baby, drill, damit wir unser wohlstandsniveau erhalten können.

Almudl-gejodelter-Fernsehjunkie
17.05.2010 19:21

was für ein Wohlstandsniveau?

Sie meinen die Kinderüberraschungseier und Ihren "wenn ich nur wüsst was drinnen ist?"

+ der beworbenen unbedingt benötigten Sachen

OK - wenn wir so den Wohlstand definieren ist es unumstösslich - der Mensch stammt tatsächlich vom Affen ab (punkt)

Eigeier
17.05.2010 15:05
Etwas, worauf man in Österreich stolz sein kann...

sind Projekte und Initiativen -wie Güssing, Kautzen, Kötschach-Mautern und viel Erfindergeist und persönliche Kreativität. Das know-how ist da.

Auf Bundespolitiker können wir nicht warten

Albert Mairhofer
10.06.2010 21:02
Erfolgsmodelle: Wasserstraße Donau-Tirol-Adria

Ist es so schwierig, von einem mittlerweile überholten Projekt Abschied zu nehmen? Glaubwürdiger wären Politiker, wenn sie ihre Fehler erkennen könnten, die uns in diese Lage gebracht haben. Vielleicht können diese sich herablassen und aufgezeigte Alternativen zum BBT ernst nehmen. Die Europaregion Tirol hat die natürlichen Voraussetzungen, für eine europaweite Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf das umweltfreundliche Binnenschiff. Inn und Etsch durch einen Kanaltunnel verbinden, durch welchen zusätzlich noch eine Magnetschwebebahn fahren kann, ist die bessere Lösung, die Tirol nicht nur eine Lösung des Transitproblems, sondern allein durch die Wasserstraße von der Donau zur Adria eine gewaltige Aufwertung und neue Perspektive.

worry1
17.05.2010 13:50
Ich verstehe auch nicht warum das toll funktionierende

Erfolgsmodell von Güssing nicht schon in ganz Österreich wiederholt wird.
Warum den Banken die Milliarden in den fetten Ar*** geschoben werden statt alle Häuser zu dämmen und mit Erdwärme, Solarwarmwasser und Solarstrom sowie kleinen Windrädern auf dem Dach eine ökologische Revolution zu beginnen.
Das würde neben Umwelt, unabhängig sein von improtierter Energie auch inländische Arbeitsplätzen bringen - aber da sind wohl Energiekonzernmanager und die ÖVP-Klientel dagegen.

beob achter
17.05.2010 14:19

Weil die Österreich (OMV) bis zum St.Nimmerleinstag Knebelverträge mit Russland (Gazprom) über Gaslieferungen abgeschlossen hat, in denen man sich zur Mindestabnahme von Gas verpflichtet hat.

theBORG
17.05.2010 16:57
wäre kein Problem das weiterzuverkaufen...

Immerhin ist Ö der Gas-hub incl. /Zwischenlager.

Knebelverträge sind zwar bindend, aber dafür relativ günstig - oder man hat etwas falsch gemacht.

Insofern sollte das bei allerorten steigendem Energieverbrauch mit entsprechend steigenden Preisen sogar mit Gewinn weiterverkaufbar sein.

baumfreund
17.05.2010 14:29
und dazu wird noch um milliarden die "nabucco" pipeline durch krisenregionen gebaut!

wann werden wir endlich aufwachen...

archimed
17.05.2010 13:17
unwort des jahres 2010: ich kann das wort erdöl schon nicht mehr hören!

ob im zusammenhang mit dem ständig anwachsenden benzinpreis aufgrund des steigenden rohölpreises oder jetzt noch viel weniger appetitlich in verbindung mit einer explodierten ölplattform im golf von mexico.
es gibt längst weit umweltschonendere und nachhaltigere energieformen als erdöl.
wir alle kennen sie.
solange aber wir nur mäßig druck in die entwicklung ausreichender kapazitäten altanativer energieträger pumpen, wird das vordergründig "bequeme" erdöl die oberhand behalten.
wenn auch landeinwärts noch immer nicht ausreichend in die köpfe gesickert ist, dass energie einsparen durch besseres dämmen mittelfristig effizienter da verbrauchsenkend ist, dann sehe ich da jede menge aufklärungsbedarf, politischer u. unternehmerischer natur!

aaronthebaron
17.05.2010 12:42
Es geht nicht primär um Alternativen zum Öl,

sondern um einen grundsätzlich anderen Lebensstil.
Unser derzeitiger Energiehunger ist nur unter extremer Ausbeutung fossiler Resourcen zu stillen.

bloody-nine
17.05.2010 16:31
so is es

die vorstellung, dass wir ewig so weiterleben können wie bisher, dieselben autos (gleiche grösse, gleiche leistung) haben und genausoviel damit herumfahren (stauen) können wie jetzt, dass jede/r der/die will sein eigenheim mit garten haben kann, und dass jede/r jederzeit alles konsumieren können muss egal wo es produziert worden ist und unter welchen umständen, die wird nicht halten.

biodiesel war schon eine illusion, die e-autos werden auch eine sein.

aber sag das mal jemandem der sich dran gewöhnt hat, sogar um die sonntagszeitung, die tschick und die semmerl mit dem auto zu fahren, und der glaubt, eine freie strasse und ein gratis-parkplatz wären ein menschenrecht...

klausenpown
17.05.2010 11:53

Stimmt scho. Mit Elektroautos wirds halt auch nicht gehen. Das ist jetzt das Lobby/Marketingprodukt, das den Ölverbrauch marginal senken würde.

Mit Strom fahren (und dabei einen 400 kg Akku herumschleppen) ist also umweldfreundlicher als mit Öl fahren.

Dann sollte man doch beim heizen ansetzen und die Leute vom Öl zum Strom bringen - oder ist Öl einfach beim heizen so viel billiger als Strom?

Michael Bakunin
17.05.2010 13:03

und woher kommt der strom zum heizen? mit strom heizen ist energiepolitischer und ökologischer unsinn.
zum heizen verwendet man sinvollerweise warmes wasser. dieses kann mittels alternativenergien erwärmt werden (z.b. sonnenkollektoren).

gigngogn
17.05.2010 14:50
Woher der Strom zum Heizen kommt? Wenn man rational denkt natürlich aus dem AKW

Wenn sie glauben das sie in Ö mit Sonnenkollektoren heizen müssen, bitte, viel Spass. Aber bezahlen dürfen sie sich den extrem ineffizienten Unsinn bitte selbst.

Michael Bakunin
17.05.2010 16:56

sonnenkollektoren sind die effizienteste und umweltfreundlichste art des heizens. das weiß inzwiscchen jedes kind, nur an den letzten atomkraft-phantasten wie dir prallt diese erkenntnis ab. aber das liegt wahrscheinlich an der einsitigen lektüre. ;-)
aber egal, die lernresistenten dinosaurier sind auch ausgestorben.

gigngogn
17.05.2010 17:05

Und weil sie ach so effizient sind müssen sie auch seit mehr als 20 Jahren in stetig steigendem Ausmaß subventioniert werden (durchschnittlich 60€Cent/kWh 2008 in Ö) und tragen bereits einen merkbaren Teil 0,026% an der Gesamtstromversorgung :)
Und weil sie so wahnsinnig umweltfreundlich sind, hat D mit seinen 70Mrd€ Subvention allein für PV Strom auch wesentlich bessere Emissions- und CO2-Werte als z.B. Frankreich mit seinen bösen AKWs, oder doch nicht? ;)

Und weil das jedes Kind weiss muss man auch nicht weiter darüber nachdenken oder gar selbst mal nachrechnen. LOL

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 160
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.