Auch Inter fixiert zweiten Titel

16. Mai 2010, 17:59
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Mailand holt zum fünften Mal in Folge den Scudetto - 1:0-Auswärts­erfolg in Siena reicht der Mourinho-Truppe

Rom - Inter Mailand ist zum 18. Mal italienischer Fußball-Meister und fordert nun Bayern München im Finale der Champions League zum Triple-Duell. Knapp zwei Wochen nach dem Pokalsieg sicherte sich die Mannschaft von Star-Trainer Jose Mourinho durch einen 1:0-Sieg bei AC Siena den fünften Scudetto in Folge und hat damit wie die Bayern im Endspiel der Königsklasse am kommenden Samstag das historische Triple vor Augen. Wie in Deutschland ist dieses Kunststück auch in Italien noch keinem Klub gelungen.

Mit dem Zittersieg bei Absteiger Siena, den Top-Torjöger Diego Milito mit seinem 22. Saisontor (57.) sicherstellte, verteidigte Inter am letzten Spieltag der Serie A erfolgreich den Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem AS Rom. Die Roma musste sich nach dem 2:0 bei Chievo Verona mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Hätte Inter noch den Ausgleich kassiert, wäre die Roma punktgleich gewesen und trotz der erheblich schlechteren Tordifferenz wegen des gewonnenen Direktvergleichs zwischen beiden Klubs (2:1, 1:1) Meister geworden. So aber sind die Lombarden das dritte Team nach Rekordmeister Juventus Turin (1931 - 1935) und dem AC Turin (1943 bis 1949 mit Unterbrechung der Meisterschaft wegen des Krieges), das fünfmal in Folge den Scudetto holte.

'Das ist fanastisch! Jetzt wollen wir natürlich auch das Triple', sagte Inter-Klubchef Massimo Moratti, der seinen Trainer über den Klee lobte: 'Das ist Mourinhos Scudetto.' Die Spekulationen, denen zufolge der exzentrische Portugiese in der kommenden Saison Real Madrid betreuen wird, verstummten aber auch nach Inters 18. Meisterschaft nicht. Mourinho will nach dem Champions-League-Endspiel seine Zukunftspläne bekannt geben.

Neben Inter und der Roma qualifizierte sich der AC Mailand, der Juventus Turin zum Saisonabschluss mit 3:0 bezwang, als Dritter direkt für die kommende Saison der Champions League. Das Fernduell um den vierten Platz und die damit verbundene Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation entschied Sampdoria Genua (1:0 gegen SSC Neapel) gegen den FC Palermo (2:1 bei Atalanta Bergamo) für sich. Als Absteiger standen schon vor dem letzten Spieltag Bergamo, AC Siena und AS Livorno fest.

Für Luca Toni steht der Abschied von der Roma schon fest. Auf seiner Webseite hat sich der 32-Jährige, der am Sonntag nur auf der Ersatzbank saß, von den römischen Fans und vom Verein verabschiedet. Der Traditionsklub will die Bayern-Leihgabe am Saisonende nicht mehr weiterbeschäftigen. Die hohe Ablösesumme, die die Roma an die Bayern zahlen müsste, und Tonis Alter sollen den Klub bewogen haben, auf den Torjäger zu verzichten.

Eine Rückkehr zum deutschen Rekordmeister kommt für den Weltmeister von 2006 aufgrund seines angespannten Verhältnisses zu Trainer Louis van Gaal nicht infrage. Auch die Bayern hatten ausgeschlossen, dass Toni nochmal an der Isar spielt. (SID)

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