Abgebrochener Kopiervorgang schuld an DNS-Chaos

16. Mai 2010, 14:02
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Am Mittwoch waren .de-Websites und E-Mails teilweise stundenlang nicht erreichbar

Der DNS-Fehler, der am Mittwoch ab 13.30 Uhr dazu führte, dass .de-Webadressen nicht mehr erreichbar waren, wurde von einem unterbrochenen Kopiervorgang verursacht. Wie Denic in einem Statement erklärt, wurden dadurch 12 der 16 Standorte mit einer nicht vollständig aktualisierten Zonendatei versorgt.

Viele Registrierungsversuche

Anwender, die .de-Websites am Mittwoch aufrufen wollten, sahen sich teilweise mit der Rückmeldung "Domain existiert nicht" konfrontiert. Auch E-Mails konnten zum Teil nicht empfangen oder versendet werden. Die fehlerhaft antworten Standorte seien daraufhin abgeschaltet worden. Viele User hatten zudem geglaubt, dass die Webadressen frei geworden wären und hatten versucht, sie neu zu registrieren. Deshalb habe Denic auch die Registrierung vorübergehend ausgeschaltet.

Sicherung ausgefallen

Grundsätzlich werden sowohl die Zonendatei als auch die Übertragung zum Zonenverteilserver überprüft. Das sei auch in diesem Fall passiert, weshalb es an vier Standorten keine Probleme gegeben habe. Nach den Prüfvorgängen wird die Zone jedoch neuerdings vor der Verteilung auf die Standorte nochmals kopiert. Dieser Vorgang sei nach einem Drittel der Datensätze abgebrochen worden. Da der Sicherungsmechanismus den Fehler nicht richtig ausgewertet habe sei der Kopierfehler vorerst unentdeckt geblieben.

Ausfall bis in Abendstunden

Aufgrund des hohen Datenvolumens und der weltweiten Verteilung der Standorte, dauerte es bis fast 16 Uhr, bis die Neuverteilung und die Neustarts der betroffenen Standorte abgeschlossen waren. "Für die Internetanwender könnte es jedoch wegen des Cachings bei den ISPs teilweise noch bis zu 2 Stunden danach zu Beeinträchtigungen gekommen sein", heißt es im Statement der Denic. (red)

 

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