Schuss am Campingplatz entpuppte sich als "Ente"

15. Mai 2010, 14:29
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Mehrere Schlägereien und eine Festnahme - Polizei insgesamt mit Verlauf zufrieden - Heimreise hat begonnen

Klagenfurt - Eine Reihe von Zwischenfällen hat es in der Nacht auf Samstag beim GTI-Treffen am Wörthersee in Kärnten gegeben. Ein von einem Niederösterreicher angezeigter Schuss, bei dem ein Neun-Millimeter-Projektil in ein Autodach eingeschlagen haben soll, entpuppte sich im Zuge der Erhebungen allerdings als "Ente". Wie die Polizei feststellte, waren rund um das Projektil deutliche Rostspuren sichtbar, der Vorfall muss sich also bereits Tage vorher ereignet haben.

38 Führerscheine kassierte die Polizei bis Samstag in der Frühe ein, teils wegen Alkohol am Steuer, teils wegen Raserei. Ansonsten wurden einige Diebstähle und ein paar Schlägereien registriert. Bei einer der Raufereien am späten Freitagabend wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Er hatte versucht, eine Schlägerei zu beenden und kassierte dabei selbst Prügel. Einer der Täter, ein 25 Jahre alter Mann aus der Steiermark, wurde festgenommen, die übrigen flüchteten unerkannt. Der Polizist musste ambulant behandelt werden, er konnte danach seinen Dienst fortsetzen.

Insgesamt wurden für die 29. Auflage des GTI-Treffens 300 Polizisten abgestellt. "Es sind daher rund um die Uhr immer an die 150 Beamte im Einsatz", sagte Polizeisprecher Gottlieb Türk. Neben den Streifen zu Fuß und mit dem Auto werden auch Motorboote und Polizeihubschrauber eingesetzt. Türk: "Der weitaus überwiegende Teil der Delikte wie Alkohol am Steuer und Schnellfahren wird außerhalb des Veranstaltungsgeländes begangen."

Regen und Kälte

Regen und Kälte führten dazu, dass zahlreiche Teilnehmer bereits vor dem offiziellen Ende der Veranstaltung am Sonntag ihre Zelte abbrachen. Tausende Autos verließen das Südufer des Wörthersees und das Keutschacher Seental, wo viele Besucher auf Campingplätzen logiert hatten. Die Hoffnungen der Veranstalter auf 120.000 Besucher wie im vergangenen Jahr dürften sich nicht erfüllen. Auf den Straßen und Plätzen in Reifnitz, die im Vorjahr hoffnungslos überfüllt gewesen waren, gab es Freitag und Samstag kaum Gedränge. Ob die Wirtschaftskrise, der frühere Termin oder das Wetter dafür verantwortlich waren, stand vorerst nicht fest. (APA)

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