Verkehr kurzzeitig eingestellt

15. Mai 2010, 14:18
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Alle Passagiere in Sicherheit gebracht

London - Der Zugverkehr im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien ist am Samstagvormittag wegen eines Feueralarms kurzzeitig unterbrochen worden. Der Alarm sei aufgrund einer Rauchentwicklung auf einem Zug für Lastwagen ausgelöst worden, sagte eine Sprecherin von Eurotunnel. Ein Brand sei zwar nicht ausgebrochen, trotzdem seien innerhalb von zehn Minuten alle Passagiere in den anliegenden Wartungstunnel in Sicherheit gebracht worden.

Der Verkehr wurde zwischen 7.15 Uhr und 9.20 Uhr gestoppt. Danach wurde der Betrieb auf einer Spur wieder aufgenommen. Reisende, die Verspätungen fürchteten, konnten sich ihre Tickets umschreiben oder erstatten lassen. Der Feueralarm unter dem Ärmelkanal hatte den Verkehr zwischen Brüssel, Paris und London vorübergehend lahmgelegt. Es seien keine Eurostar-Züge im Tunnel liegengeblieben, so die Sprecherin.

Immer wieder Zwischenfälle

Der Eurostar hat immer wieder mit Zwischenfällen zu kämpfen, erst Ende März war ein Zug mit 450 Passagieren an Bord wegen eines Feueralarms evakuiert worden. Im September 2008 war die Unterseeverbindung zwischen England und Frankreich nach einem Brand monatelang gesperrt gewesen. Damals brach Feuer in einem Lkw aus, der von einem Zug durch den Tunnel transportiert wurde. Erst Anfang Februar 2009 wurde der Tunnel wieder für den Frachtverkehr geöffnet, kurz darauf fuhren auch die Eurostar-Passagierzüge wieder im üblichen Takt.

Die Eurostar-Verbindung zwischen London und Paris dauert zwei Stunden und 15 Minuten, zwischen der britischen Hauptstadt und Brüssel eine Stunde und 51 Minuten. Zusammen mit den Auto- und Lkw-Zügen unterqueren täglich rund 48.000 Menschen per Bahn den Ärmelkanal. (APA)

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