Ö1 Kinderuni: Kunstraub im großen Stil

14. Mai 2010, 19:28
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Einer der größten Kunstraube der Geschichte, der noch immer nicht geklärt ist, geschah 1990 in Boston

Frage: Welche Kunstwerke werden am häufigsten gestohlen?

Antwort: Die Werke des spanischen Malers, Grafikers und Bildhauers Pablo Picasso (1881-1973) sind bei Kunsträubern und -dieben besonders beliebt. Laut einer internationalen Liste namens "Art-Loss-Register" gelten rund 600 Picassos als gestohlen. 1993 wurden zum Beispiel sechs Picassos (und zwei weitere Bilder) aus dem Modernen Museum in Stockholm geraubt. Sie tauchten aber wieder auf.

Frage: Was war der größten Kunstraub, der nicht gelöst wurde?

Antwort: Als der größte Kunstdiebstahl der Geschichte, der auch nach 20 Jahren noch ungelöst ist, gilt der Bostoner Kunstraub. Gleich elf Gemälde wurden damals aus dem Isabella-Stewart-Gardner-Museum gestohlen - und sind bisher nicht wieder aufgetaucht. Zwei als Polizisten verkleidete Räuber betraten in der Nacht zum 18. März 1990 das Museum, fesselten und knebelten zwei Wärter und bedienten sich: Sie ließen unter anderem Bilder von Rembrandt, Vermeer, Degas und Manet mitgehen. Die Beute ist nach Schätzungen bis zu eine halbe Milliarde Dollar wert.

Frage: Wie will man die Beute wiederfinden?

Antwort: Das Museum winkt mit umgerechnet 3,7 Millionen Euro Belohnung für wertvolle Hinweise, und die Polizei untersucht erneut die DNA-Spuren - mit moderneren Methoden.

Die nächste Ö1-Kinderuni am Sonntag um 17.10 Uhr widmet sich dem Thema "Welche Sprache sprechen Computer? Über die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine". Am Samstag im Standard. (Gudrun Springer /DER STANDARD, Printausgabe, 15./16. Mai 2010)

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