Schumacher darf es endlich wieder sein

14. Mai 2010, 18:35
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Englische Medien wärmen alte Geschichten auf und werfen Schumi Arroganz vor

Monte Carlo - Michael Schumachers Comeback nimmt also doch noch Formen an, in Barcelona ist er immerhin schon Vierter geworden. Der Rückstand von mehr als einer Minute auf Sieger Mark Webber muss ja nicht erwähnt werden, Schuld hatte der lahme Mercedes. In Monte Carlo wird der unsympathische Schumacher wiederbelebt, die englischen Zeitungen stürzen sich auf ihren Lieblingsfeind. "Sorry scheint immer noch das schwierigste Wort für ihn zu sein", schrieb Daily Mail. "Betrüger Schumacher will sich immer noch nicht entschuldigen", titelte das Boulevardblatt Sun, beide nahmen Bezug auf Schumachers legendäres Parkmanöver 2006 in Monaco.

Gleich mehrere britische Journalisten hatten den 41-jährigen im Vorfeld des GP von Monaco (Sonntag, 14 Uhr, ORF 1) in einer Presserunde auf diese Aktion angesprochen, Schumacher wollte jedoch nicht zurückschauen: "Ich rede hier über 2010 und nicht über 2006." Bei mehrfachen Nachfragen wurde Schumacher immer einsilbiger: "Ihr langweilt mich." Daily Mirror schrieb daraufhin vom "arroganten Schumi".

Der damalige Ferrari-Pilot war 2006 in der Qualifikation kurz vor Ablauf der Zeit mit seinem Auto in der Rascasse-Kurve gegen die Leitplanke gefahren und stehen geblieben. Dadurch hatten seine Konkurrenten um den heutigen Ferrari-Fahrer Fernando Alonso keine Chance, Schumacher noch die Pole-Position abzujagen. Die Rennkommissare unterstellten ihm Absicht, verbannten ihn zum Start ans Ende des Feldes, Schumacher wurde Fünfter.

2010 sind die Red-Bull-Autos Favoriten, Sebastian Vettel und Mark Webber sollten in beliebiger Reihenfolge vorne sein. (red, DER STANDARD Printausgabe 15.05.2010)

  • Bei Michael Schumacher werden auch weniger glorreiche Zeiten aufgewärmt.
    foto: epa/kerim okten

    Bei Michael Schumacher werden auch weniger glorreiche Zeiten aufgewärmt.

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