Stress führt nicht zu Subarachnoidalblutung

14. Mai 2010, 13:08
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Seltene Form der Hirnblutung wird vor allem durch Faktoren wie Rauchen und Blutdruck begünstigt

Syndey - Belastende Lebensereignisse sind nicht schuld daran, dass ein Mensch einen Schlaganfall erleidet. Das behaupten zumindest australische Forscher in der Fachzeitschrift "Stroke". Sie untersuchten, welche Faktoren bei einer bestimmten Art des Schlaganfalls eine Rolle spielen. "Entgegen der allgemeinen Auffassung wurde kein Zusammenhang zwischen Stress und Schlaganfall sichtbar", berichtet Craig Anderson vom George Institute for International Health.

Schlaganfall bei Jüngeren im Visier

Unter die Lupe nahmen die Forscher die sogenannte Subarachnoidalblutung, eine besonders gefährliche Form des Schlaganfalls, die vermehrt im jungen bis mittleren Alter auftritt. Es handelt sich dabei um eine Blutung, die sich in der Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit zwischen der dem Gehirn anliegenden weichen Hirnhaut und der Spinngewebshaut (Arachoidea) ausbreitet. Dieses Leiden zeigt sich durch schlagartige heftige Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackensteifigkeit bis hin zu Lähmungen und Bewusstlosigkeit.

Keine Häufung bei Stress

Zeigen konnten die Forscher, dass Vererbung für diese Art von Schlaganfall eine Rolle spielt, besonders auch Rauchen und hoher Blutdruck, zudem sind Frauen häufiger betroffen als Männer. "Die beste Vorsorge dürfte somit die Kontrolle des Blutdrucks und der Rauchverzicht sein", so Anderson. Obwohl selbst Ärzte bisher auch Stress als wichtige Ursache vermuteten, zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Die nur minimale Häufung bei finanziellen oder juristischen Problemen dürfte laut Ansicht der Forscher auf Zufall oder Erinnerungsverzerrungen zurückzuführen sein. (pte)

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    Hypertonie und Rauchen zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren einer Subarachnoidalblutung.

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