Absteiger Siena als letzte Hürde für Inter

16. Mai 2010, 13:01
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Verfolger Roma muss auf Mailänder-Umfaller hoffen - Milan schlägt Juventus 3:0, Del Neri soll neuer Turin-Coach werden

Siena/Verona - Inter Mailand steht vor dem Gewinn des fünften italienischen Fußball-Meistertitels in Serie. Die Mailänder gehen mit zwei Punkten Vorsprung auf AS Roma in die 38. und letzte Runde der Serie A. Der Tabellenführer gastiert am Sonntag (15 Uhr) bei Absteiger Siena, die Roma ist in Verona bei Chievo zu Gast. Für Inters österreichischen Stürmer Marko Arnautovic dürfte im Entscheidungsspiel kein Platz im Kader sein.

Bei Inter, das nach dem Cupsieg auch noch den Meister- und den Champions-League-Titel anpeilt, fokussiert man sich voll aufs Sportliche. Medienspekulationen, wonach Trainer Jose Mourinho kommende Saison Real Madrid betreuen soll, lassen das abgebrühte Team kalt. Mourinho meinte nur: "Ich liebe meine Spieler und die Fans, aber nicht den italienischen Fußball." Für Aufregung hat Mourinho in dieser Woche wieder einmal mit einem seiner "Scherze" gesorgt, wonach Roma sicher Siena bezahlen werde, um Inter zu schlagen.

Absteiger bereits fix

Die Absteiger stehen mit Atalanta Bergamo (György Garics), Siena und Livorno (Jürgen Prutsch) bereits vor der letzten Runde fest. Spannend ist hingegen noch der Kampf um den vierten und letzten Champions-League-Platz zwischen Sampdoria Genua (64 Punkte) und Palermo (62). Sampdoria trifft daheim auf Napoli (Erwin Hoffer auf der Bank), Palermo spielt bei Atalanta Bergamo (Garics auf der Bank).

Bereits am Samstag empfing der AC Milan Juventus Turin, damit sollen die Fans von Milan und Juve so gut es geht von der wahrscheinlichen Meisterparty Inters am Sonntag ferngehalten werden. Für die Turiner endete mit einem 0:3 (Tore: Antonini und zweimal Ronaldinho) eine miserable Saison mit einem weiteren Nackenschlag. Milan steht als Dritter in der Champions League, Juve wird die Saison als enttäuschender Siebenter beenden, darf aber in der kommenden Saison immerhin in der Europa League spielen.

In der Trainerfrage scheint sich Juventus für Luigi Del Neri entschieden zu haben, das berichtete am Freitag die "Gazzetta dello Sport". Der 59-Jährige, aktuell noch Erfolgscoach von Sampdoria, soll Interimscoach Alberto Zaccheroni beerben. Unter Del Neri soll ausgemistet werden, laut "Gazzetta" würden dann Stars wie David Trezeguet, Diego, Fabio Grosso und Fabio Cannavaro die Turiner verlassen.  (APA/Reuters/AFP)

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