Unterstützung für das Forschen im Ausland

14. Mai 2010, 18:50
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Damit die Mobilität nicht am finanziellen Aufwand scheitert, gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten: ein Streifzug durch den Stipendien-Dschungel für Postgraduates

Postgraduale Weiterbildung im Ausland hat einen hohen Mehrwert, ist aber auch kostenintensiv. Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten sind vielfältig, das geeignete Programm zu finden nicht immer leicht. Viele der vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) finanzierten Outgoing-Programme werden vom Zentrum für Internationale Kooperation & Mobilität (ICM) des österreichischen Austauschdienstes (OeAD) abgewickelt.

Forschen in Europa

Für postgraduale Kurse am College of Europe in Brügge oder in Natolin werden jährlich bis zu sieben Stipendien in der Höhe von 10.000 Euro vergeben. Auch für ein postgraduales Masterstudium an der Johns Hopkins University sowie für ein Doktoratsstudium an einer der vier wissenschaftlichen Abteilungen des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz stehen jeweils maximal fünf Stipendien mit unterschiedlicher Höhe und Laufzeit zur Verfügung.

Ortsunabhängig werden etwa das Marietta-Blau-Stipendium oder das Postgraduate-Stipendium des BMWF für das fremdsprachige Ausland vergeben. Die Endentscheidung trifft das Ministerium. Finanzielle Unterstützung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit gibt es auch mittels Projektförderungen.

Um einen besseren Überblick über die verschiedenen Stipendien zu bekommen, begibt sich das ICM nächste Woche auf Informationstour an die heimischen Universitäten. Daneben werden auch Tipps und Informationen rund um die erfolgreiche Stipendienbewerbung gegeben. Im Durchschnitt erhält das ICM jährlich zwischen 30 und 50 formal gültige Anträge, fast alle zur Verfügung stehende Stipendien können auch vergeben werden.

An exzellente Studienergebnisse ist die Unterstützung für das Erasmus-Mundus-Doktoratsprogramm geknüpft. Erasmus Mundus ist das europäische Kooperations- und Mobilitätsprogramm im Bereich der Hochschulbildung. Derzeit gibt es dreizehn Doktoratsprogramme, in denen mindesten drei europäische Hochschulen involviert sind. Studierende mit mindestens einem Master-Abschluss können sich für dieses dreijährige Vollstipendium bewerben.

Stipendien für Postdocs

Apart, AAS-CEE, Max Kade heißen die Postdoc- Förderprogramme, die durch die Akademie der Wissenschaft vergeben werden und sich an hochqualifizierte Wissenschafter richten. Doktoranden können sich um Doc- und Doc-fForte-Stipendien bewerben. (Gudrun Ostermann/DER STANDARD; Printausgabe, 15./16.5.2010)

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