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III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

14. Mai 2010, 11:16
posten

Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Beilage zum Konzernanhang dargestellt. Unter den sonstigen Ausleihungen werden im Wesentlichen Mitarbeiterdarlehen der Konzernmuttergesellschaft ausgewiesen. Von den ausgewiesenen Ausleihungen entfällt ein Betrag von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 149) auf eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Umlaufvermögen
In Hinblick darauf, dass eine genaue Abgrenzung zwischen fertigen und unfertigen Erzeugnissen, insbesondere im Rahmen der Rohholzgewinnung, nicht immer möglich ist, erfolgte eine Zusammenfassung zu einem Bilanzposten (Holzvorräte in Höhe von TEUR 7.120, im Vorjahr TEUR 23.381).

Folgende Forderungen weisen eine Fristigkeit von über einem Jahr auf:

Alle übrigen Forderungen weisen eine Fristigkeit von unter einem Jahr auf. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen vorgenommen und direkt abgesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in der Höhe von TEUR 661 (Vorjahr: TEUR 583) berücksichtigt.

Die sonstigen Forderungen enthalten folgende wesentliche Erträge, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden:

Die Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen betreffen mit TEUR 6.852 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 3.939) und mit TEUR 16 sonstige Forderungen
(Vorjahr: TEUR 576). Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind wie im Vorjahr zur Gänze sonstige
Forderungen.

Angaben zum Grundkapital
Das Grundkapital beträgt gemäß § 2 Abs. 6 Bundesforstegesetz (idF BGBl. 136/2004) TEUR 150.000 (Vorjahr: TEUR 150.000). Eine Ausgabe von Aktien erfolgte nicht. Alleinaktionär ist der Bund. Die
Aktionärsrechte werden vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft wahrgenommen.

Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 14,4 Mio.) den Personalbereich. Die Rückstellung für übrige Vorsorgen beträgt EUR 24,9 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.). In den Rückstellungen für den Personalbereich sind insbesondere solche für noch nicht konsumierte Urlaube, Zeitausgleiche, Jubiläumsgelder und für die Migration im Zusammenhang mit kollektivvertraglichen Regelungen enthalten, bzw. in den Rückstellungen für übrige Vorsorgen
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Wiederaufforstung in Höhe von EUR 13,5 Mio. (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.), der Risikovorsorge für Beteiligungen, dem Jahresabschluss und ähnliche.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auch TEUR 60.000 (aushaftender Kreditrest) aus der Übertragung von Pensionsverpflichtungen (BGBl. 136/2004) an die Republik Österreich enthalten. Der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige
Finanzierungen" setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betreffen wie im Vorjahr zur Gänze Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende wesentliche Aufwendungen, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam
werden:

Weiters bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen im Anlagevermögen in der Höhe von TEUR 996 (Vorjahr: TEUR 2.297). Seitens der Metsähallitus Holding Oy, Vantaa, Finnland, der ÖBf Beteiligungs GmbH, Purkersdorf (jeweils zu 50 % Eigentümer der Foria Forstmanagement GmbH in Liqu.) und der Foria Forstmanagement GmbH in Liqu., Purkersdorf, wurde am 24. August 2005 ein bis 31. Dezember 2011 gültiger "letter of comfort" zu Gunsten der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, der ZAO Raiffeisenbank Austria, Moskau, Russland, und allfällig sonstiger Tochtergesellschaften der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, abgegeben.

Die Vereinbarung beinhaltet die Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der Beteiligungen der Foria-Gruppe sowie die Zusage, dass die Gesellschaften der Foria-Gruppe in einer Art und Weise geführt werden, die es ihnen ermöglicht, ihren Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Zur Frage, ob eine Haftung der ÖBf Beteiligungs GmbH und der Metsähallitus Holding Oy für offene Forderungen aus Krediten der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft an die Foria Forstmanagement GmbH in Liqu. besteht, ist ein Gerichtsverfahren anhängig. In erster Instanz wurde dem Klagebegehren der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft vollinhaltlich stattgegeben. Über die dagegen erhobenen Berufungen der ÖBf Beteiligungs GmbH und der Metsähallitus Holding Oy ist noch nicht entschieden.

Derivative Finanzinstrumente
Die Übertragung der Pensionsverpflichtung an die Republik Österreich wurde fremdfinanziert. Zu diesem Zwecke wurde ein variabel verzinster Kredit über EUR 100 Mio. mit einer Laufzeit von 10 Jahren (Tilgung EUR 10 Mio./Jahr) aufgenommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde für diesen Kredit ein Interest Rate Swap (IRS) abgeschlossen. Mit diesem IRS wird die variable in eine fixe Verzinsung gedreht. Zum 31. Dezember 2009 ergibt sich aus der Bewertung der Zahlungsströme ein negativer Marktwert zu Lasten der Österreichische Bundesforste AG von rund EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: 0,1 Mio.). Beide Geschäfte werden als Bewertungseinheit gesehen. Weitere derivative Finanzinstrumente gelangen nicht zum Einsatz.

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