Gebührenstopp, Umbau: Britische Konservative nehmen sich BBC vor

13. Mai 2010, 18:59
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Neue Regierung, neue Führung - Pläne decken sich über weite Strecken mit liberalen Forderungen

London/Wien - Neue Regierung, neue Führung im Gebührenfunk - keine österreichische Spezialität: Der neue britische Regierungschef David Cameron und Kulturminister Jeremy Hunt haben schon länger Pläne für die BBC, die sich über weite Strecken mit liberalen Forderungen decken:

  • 2013 werden die TV-Gebühren neu festgesetzt. Die Tories wollen sie (bei derzeit vier Milliarden Euro) einfrieren. Mehr öffentliche Kontrolle über BBC-Finanzen.
  • Im BBC Trust sehen sie eine Fehlkonstruktion - Kontrollbehörde, zugleich Fürsprecher der BBC im Sinne eines Aufsichtsrats. Studien der Konservativen empfehlen externe Kontrolle durch die Medienbehörde Ofcom (die sie reformieren wollen) oder eine neue von der BBC unabhängige Behörde, die Gebührenzahler vertrete.
  • Mit dem Trust würden die Tories dessen Vorsitzenden vorzeitig los. BBC-Chef Mark Thompson bekäme einen Chairman "zur Seite".
  • Ein konservativer Thinktank empfahl, Channel 4 zu privatisieren. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 14.5.2010)
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    Der BBC steht ein Umbau ins Haus.

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