Wiener Börse am Freitag: ATX schließt schwach

14. Mai 2010, 18:31

Leitindex fast drei Prozent im Minus - Sehr schwaches Umfeld - Bankwerte und voestalpine klar tiefer

Wien - Die Wiener Börse hat am Freitag bei moderatem Volumen deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Der ATX rutschte 75,39 Punkte oder 2,95 Prozent auf 2.479,90 Einheiten ab. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 58 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.538 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -2,04 Prozent, DAX/Frankfurt -3,12 Prozent, FTSE/London -3,12 Prozent und CAC-40/Paris -4,72 Prozent.

Der ATX verabschiedete sich mit einem deutlichen Minus ins Wochenende. Die Sorgen der Investoren um die Schuldenkrise in Europa halten weiter an und drückten den Euro und auch die europäischen Aktienmärkte weiter nach unten. Zudem wird befürchtet, dass die Sparprogramme einiger Länder das Wirtschaftswachstum in Europa bremsen könnten, hieß es von Marktbeobachtern.

"Die Grundtendenz ist weiterhin klar negativ. Der Markt schaut nun auch vermehrt auf die Entwicklungen beim Euro", kommentierte ein Händler. Quer durch Europa führten die Finanzwerte die Verliererlisten an.

In Wien mussten Raiffeisen International ein Minus von 4,84 Prozent auf 35,00 Euro verbuchen. Erste Group erging es mit einem Abschlag in Höhe von 4,73 Prozent auf 31,19 Euro nicht viel besser. Bei den Versicherern zeigten sich Vienna Insurance Group um 3,79 Prozent tiefer bei 33,00 Euro.

In einem sehr schwachen europäischen Rohstoff-Sektor gerieten auch voestalpine unter Druck. Die Aktien des Stahlkonzerns büßten 4,64 Prozent auf 24,66 Euro ein. Telekom Austria schwächten sich um 2,26 Prozent auf 9,93 Euro ab und OMV schlossen 1,09 Prozent tiefer bei 26,33 Euro.

Gegen den Trend zogen Intercell um 4,16 Prozent auf 18,02 Euro an. Ein Händler verwies auf eine Gegenreaktion nach den Abschlägen der vergangenen Wochen. Goldman Sachs hat das Kursziel für Intercell von 34,00 auf 32,40 Euro gekürzt, behält die Kaufempfehlung aber bei.

Strabag korrigierten trotz einer positiven Analystenstimme um 1,66 Prozent auf 19,54 Euro nach unten. Die Analysten der RCB haben ihr Kursziel von 23,50 auf 24,00 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt.

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. INTERCELL AG +4,16 Prozent
2. KAPSCH TRAFFICCOM AG +2,66 Prozent
3. BKS BANK AG VZ +1,38 Prozent
4. FRAUENTHAL HOLDING AG +1,07 Prozent
5. CONSTANTIA PACKAGING AG +1,00 Prozent
6. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +0,90 Prozent
7. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG +0,76 Prozent
8. WOLFORD AG +0,73 Prozent
9. FLUGHAFEN WIEN AG +0,68 Prozent
10. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +0,48 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -4,84 Prozent
2. ERSTE GROUP BANK AG -4,73 Prozent
3. IMMOFINANZ AG -4,64 Prozent
4. VOESTALPINE AG -4,64 Prozent
5. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A -4,34 Prozent
6. HIRSCH SERVO AG -3,82 Prozent
7. VIENNA INSURANCE GROUP -3,79 Prozent
8. BRAIN FORCE HOLDING AG -3,73 Prozent
9. SCHOELLER-BLECKMANN AG -3,56 Prozent
10. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD -3,49 Prozent

 (APA)

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