US-Börsen etwas schwächer erwartet

13. Mai 2010, 15:31
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Übernahme von Sybase durch SAP im Fokus

New York  - Die Zeichen für die US-Börsen haben am Donnerstag auf Minus gestanden. Händler sprachen von der nach wie vor anhaltenden Unsicherheit über die weitere Finanzkraft der Eurozone als Belastungsfaktor. Dem stand die angekündigte Übernahme von Sybase durch SAP als positiver Impulsgeber gegenüber. "Übernahmen sind immer ein gutes Zeichen und ich denke, wir werden noch mehr davon sehen", sagte ein Analyst.

Gegen 14.45 Uhr verlor der Future auf den Dow Jones 0,19 Prozent, nachdem er am Vortag 1,38 Prozent auf 10.896,91 Punkte hinzu gewonnen hatte. Der Future auf den Nasdaq-100 lag mit 0,29 Prozent im Minus. Am Mittwoch war der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex um 1,81 Prozent fester bei 1.975,58 Punkte aus dem Handel gegangen. Derweil lieferten die jüngsten Konjunkturdaten wie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Einfuhrpreise kaum eine Orientierungshilfe: Sie fielen in etwa wie erwartet aus.

Sybase schossen bereits vorbörslich prozentual zweistellig in die Höhe und näherten sich dem Gebotspreis von 65 US-Dollar an. SAP hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss mitgeteilt, den US-Softwareriesen Sybase für 65 Dollar je Anteilschein in bar zu kaufen. Finanziert werden soll das Geschäft mit vorhandenen liquiden Mitteln und einem 2,7 Milliarden Euro schweren Darlehen, wie SAP bekanntgab. Sollten SAP alle Sybase-Aktien angeboten werden, hätte das Geschäft ein Volumen von 5,8 Milliarden Dollar. Analysten äußerten sich bislang sowohl zu dem Nutzen als auch zu dem gebotenen Preis skeptisch.

Cisco Systems gaben indes vorbörslich nach. Die Zahlen des weltgrößten Netzwerkausrüsters fielen zwar besser als erwartet aus. Allerdings hatte sich Konzernchef John Chambers eher vorsichtig über den weiteren Geschäftsverlauf geäußert.

Der Bankensektor dürfte wegen eines Presseberichtes in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Wie die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Untersuchungen gegen acht Banken im Zusammenhang mit dem Handel von Hypotheken-Papieren eingeleitet. Die Institute stehen im Verdacht, Rating-Agenturen durch falsche Informationen zu einer Besserbewertung ihrer Hypothekenpapiere bewegt zu haben, hieß es in dem bericht unter Berufung auf zwei mit den Ermittlungen vertraute Personen. In dem Bericht wurden unter anderem Institute wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup und Merrill Lynch, die jetzt zur Bank of America gehört genannt. Vorbörslich zeigten sich die Aktien nicht beeindruckt. (APA/dpa-AFX)

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