EU-Kommission

Tschechien erfüllt die Euro-Kriterien nicht

13. Mai 2010 15:22

Bericht wirft Prag Mangel an "Ambitionen in der Fiskalstrategie" vor - Experten Euro frühestens 2015

Prag - Tschechien erfüllt zur Zeit die Bedingungen für die Einführung von Euro nicht. Zu diesem Schluss kam die EU-Kommission in einem Bericht, aus dem die tschechischen Zeitungen am Donnerstag zitierten. Brüssel wirft Prag vor allem Mangel an "Ambitionen in der Fiskalstrategie" vor, womit die EU auf die hohen Budgetdefizite spielt.

"Die Fiskalstrategie (Tschechiens) für die nächsten Jahre vermisst Ambitionen und die fiskalischen Ziele sind Gegenstand von Risiken, was sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben betrifft", heißt es in dem Bericht. Außerdem verwies die EU-Kommission darauf, dass die Alterung der tschechischen Population "klar über dem EU-Durchschnitt" liege, was Befürchtungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen erzeuge und auf den Bedarf von Reformen des Pensions-Systems und der Gesundheitpflege zeige.

Kriterien für Budgets-Defizit nicht erfüllt

Die EU-Kommission stellte in dem Dokument weiters fest, dass Tschechien das Kriterium des Budgets-Defizit nicht erfüllt. Das Höchstlimit ist drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), während das Budgetdefizit Tschechiens 2009 fast sechs BIP-Prozent ausmacht. Laut den Plänen will Tschechien das Budgetdefizit heuer auf 5,3 Prozent drücken, 2011 auf 4,8 Prozent, 2012 auf 4,2 Prozent. Erst 2013 soll das Defizit bei den zulässigen drei Prozent liegen.

Nach Auffassung des Hauptanalysten von Patria Finance, David Marek, sind die Vorwürfe seitens Brüssel "völlig angebracht". Es sei evident, dass das Budgetdefizit gegenwärtig weder zu Null noch unter die drei BIP-Prozent-Marke gerichtet sei, auch im Falle einer Belebung der tschechischen Wirtschaft nicht. Die Regierung, die aus den Parlamentswahlen (28. und 29. Mai) herauskomme, sollte Maßnahmen vorbereiten, die das Budgetdefizit um 100 Mrd. Kronen (3,93 Mrd. Euro) senkten. Sonst könne man nicht die tschechischen öffentlichen Finanzen als stabilisiert betrachten, so Marek.

Frühestens 2015

Nach Ansicht von Politikern und Ökonomen kommt die Einführung der Gemeinschaftswährung frühestens 2015 oder 2016 infrage. "Wir müssen die öffentlichen Finanzen in Ordnung bringen und die Kriterien erfüllen. Erst dann können wird über die Möglichkeit des Beitritts zum Euro reden. Ich denke, dass wir davon noch sehr weit entfernt sind", hatte der Finanzminister Eduard Janota kürzlich erklärt. (APA)

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sensortime.com
17.05.2010 09:26
Arme Tschechen

Schon so knapp vor den Toren zum Paradies... und jetzt DAS.... schrecklich..
;-))

Geraldines_Tante
14.05.2010 12:31
*LOL*

ist seit dem Griechenlanddesaster ja ein Scherzerl

scheiskerzn
14.05.2010 12:20

tschechen haben alles was sie brauchen mit oder ohne euro...

Geile Clubs (Crossclub Prag z.b.)
Mega fesche Mädels
Leckeres Bier um einen Euro im Lokal....!!!

was will mann mehr!!!

barbara klaric
14.05.2010 10:25
Die Beitrittskriterien werden demnächst geändert.,.

Die bisherigen Höchstwerte für Budgetdefizit und Staatschulden werden dann als Mindestwerte definiert.

Borat Sagdijev
14.05.2010 09:36

ambitioniert sind tschechiens pläne nicht grad, aber:

hier die pläne einiger euroländer (quelle, ft.com)

Irland 2010 -11,6%, 2011 -10,0%
Portugal 2010 -7,3%, 2011 -5,1%
Frankreich 2010 -9,3%, 2011 -6,0%
Deutschland 2010 -5,0%, 2011 -4,7%

eigentlich kann hier niemand jemandem etwas vorwerfen - fast alle europäischen regierungen verhielten sich seit jahren extrem verantwortungslos und gaben auch in konjunkturzeiten mehr aus als maastricht erlaubte.

wer sich an die sparpakete in ö. der jahre 1996-1998 erinnert - das was kommt wird 3x so schlimm.

vielleicht ist das die chance endlich zu beginnen nachhaltige politik zu machen, statt immer nur für die nächsten 4 jahre stimmen zu kaufen..

Sophist1
14.05.2010 12:42
Ich vermisse die konkreten Zahlen von Österreich.

Oder ist das Absicht?

Borat Sagdijev
14.05.2010 13:34

Ö: 2009: -3,5% und 2010: 4,7%..

absicht, das Ö fehlt ? ist wirklich leicht zu finden im web.

machne poster hier sind echt nur info-konsumenten, ohne antrieb sich eigenständig weiterzubilden ...

was solche leute wohl wählen, die es gewohnt sind rundum versorgt zu werden ...

;-)

misanthropie
14.05.2010 11:48
vielleicht ist das die chance endlich zu beginnen nachhaltige politik zu machen, statt immer nur für die nächsten 4 jahre stimmen zu kaufen..

naja, Sie machen die rechnung ohne dem otto-normal-kr0nenzeitungslesenden-österreicher..

dieser pool bestehehend aus traditionalisiten, erzkonservativen bergbauern und ewig-gestrigen kann nix zukunftsträchtiges schaffen oder wählen..

Herr und Frau Österreicher
 
14.05.2010 09:50

Die nächsten 5 Jahre! Ist das nicht nachhaltig genug?

Herr und Frau Österreicher
 
14.05.2010 09:06
"Außerdem verwies die EU-Kommission darauf, dass die Alterung der tschechischen Population "klar über dem EU-Durchschnitt" liege"

Ihr seid zu alt für den Euro!

Jaja, das beste aller Systeme ;-)

In der Krise häufen sich die Absurditäten des Systems, welche verstärkt zu tage treten. Hat - wenn schon sonst nix - zumindest einen Unterhaltungswert!

iohui
14.05.2010 00:22
da haben die tschechen aber glück gehabt.

franz fröhlich
13.05.2010 23:43
Die wollen die Kriterien nicht erfüllen-

wenn sie schlau sind ...

Seria
13.05.2010 22:01

wer nicht mit spielt soll auch keine EU Mittel erhalten

Philipp Gudenus
 
13.05.2010 21:39
Tschechien erfüllt die Euro-Kriterien nicht [!]

Eine triumphierende Übershrift.

Vor Generationen gab es in Wien die Böhmisch-Österreichische Hofkanzlei. Letzlich die Regierung von Böhmen (Königreich) und Österreich (Erzherzogtum) samt ihren Nebenländrn;

Die Deutschen - darunter Österreicher - besetzten Böhmen. Dann gab es innere böhmische Wirren, letztlich von Moskau ferngelenktes kommunistisches Regime.

Das hat natürlich seine Folgen gehabt. Daran leidet noch heute die Euroreife Böhmens bzw. der Regierung in Prag.

Es wäre letztlich mehr Mitgefühl am Platze

Zur Zeit des gmeinsamen Seins war Böhmen die reichere, grössere Hälfte!

Borat Sagdijev
14.05.2010 09:13

dein betrag reicht nichtmal für einen aufsatz der 3. klasse gymnasium..

Elfmeter
16.05.2010 19:37
Oh doch, für eine Wiederholung der 3. Klasse könnt' sich's ausgehen!

Philipp Gudenus
 
14.05.2010 09:23
Vielleicht

richtige Einschätzung von Seiten eines Herrn Diplomoberlehrers

Borat Sagdijev
14.05.2010 10:58

siehe oben

Philipp Gudenus
 
14.05.2010 11:14
Niveau "Der Standard” verlangt categorisch:

ut supra!

derfalke
13.05.2010 21:09
Die Tschechen wollen den weichen Euro doch gar nicht.

Sie fahren mit ihrer harten Krone viel besser.

lessismore
13.05.2010 20:53

Deutschland erfüllt sie auch nicht. Auch Österreich nicht. Frankreich ebenso nicht ... Wenn man wirklich genau hinschaut, dann sieht man wahrscheinlich, daß niemand sie jemals erfüllt hat, aber das macht nichts, denn sie haben ja bekanntlich ohnehin keinen sachlichen Grund.

natoll
14.05.2010 08:44

das defizit ist nicht alleinige grundlage.

das pro-kopf BIP tschechien ist weit unter dem von griechenland und weniger als die hälfte österreichs.
von strukturellen problemen ganz zu schweigen.

RogerRabbit
13.05.2010 20:18

und wo bitte ist jetzt der große Unterschied zu den Euroländern??? hmm, sehen wir uns mal das Ranking an:
1. Irland - 14,7%
2. USA - 13% (ich weiss schon die gehören nicht zu EU)
3. Grossbritannien - 12,9%
4. Lettland - 12,3%
5. Griechenland - 12,2%
...
11. EU gesamt - 7,5%
...
20. (!!!) Tschechien und Österreich - 5,5%


und was bedeutet das jetzt????

P.S. wer das gesamte Ranking sehen will: http://tinyurl.com/24ljj69

Sophist1
14.05.2010 12:51
Bei Ihrem Weltbild ist wohl das Haushaltsdefizit das einzige Kriterium?

Armer Unwissender. Und dass sich das von Jahr zu Jahr ändert, ist Ihnen wohl auch egal? Für Sie ist es wohl ein statisches Kriterium. Einmal 5,5 %, immer 5,5 %.

Das bedeutet als einziges Kriterium fast nichts. Und unsere "nur" 5,5 % sind ein historischer Wert.

klouda
13.05.2010 18:57
Ist das ein Witz?

Die ganze Eurozone zittert vor Angst, ob der antiker Erschaffer ihrer Kultur sie in den Abgrund mitzieht und da kommt Artikel über irgendeine drei Prozent des BIPs!!
Ich finde - es ist eine gute Nachricht. Die Tschechen können ruhig schlafen.

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