Erster und letzter Mann auf dem Mond schimpfen über Obamas Raumfahrtpläne

13. Mai 2010 13:18

Astronaut: "Ich glaube, der Präsident ist schlecht beraten worden"

Washington - Neil Armstrong, als erster Mensch auf dem Mond eine lebende Legende, hat das Raumfahrtprogramm von US-Präsident Barack Obama am Mittwoch scharf kritisiert. Obamas Pläne drohten die USA im Wettbewerb mit Russland und anderen Raumfahrtnationen zurückzuwerfen, erklärte Armstrong.

Privatfirmen im All

Obama will nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms der NASA in diesem Jahr private Firmen mit dem Bau von Raketen und Raumschiffen für die Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) beauftragen. Armstrong erklärte dazu in einer Anhörung des US-Senats, praktisch werde dies dazu führen, dass US-Astronauten nur noch mit russischer Hilfe zur ISS gelangten. "Ich glaube, der Präsident ist schlecht beraten worden", sagte Armstrong. Eugene Cernan, der 1972 beim bisher letzten bemannten Flug zum Mond dabei war, bezeichnete Obamas Pläne gar als "Entwurf für eine Mission nach nirgendwo". (red/APA/apn)

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Posting 1 bis 25 von 33
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Let's agree not to agree
16.05.2010 12:10
Jedenfalls

ist Obama der erste Präsident, der zumindest in diesem Bereich klar gegen die Interessen seines eigenen Landes handelt - er wurde schlecht beraten.

Worauf gründet denn der Supermacht-Status der USA (und früher der Sowjetunion)? Auf wirtschaftlicher UND technologischer Überlegenheit, und beides geht gegenwärtig den Bach runter...

Reflexus
16.05.2010 08:29
Am Mond fühlen die sich wohler, oder?

Ravi Ravendro
16.05.2010 00:36
Wohl Sehnsucht

nach dem Kalten Krieg.

belgarion666
 
14.05.2010 10:21
sicherheitsbedenken

die sojus ist eigentlich eine "umgebaute" trägerrakete für atomsprengköpfe.
wenn man sich das vor augen hält, dann wird klar, dass man eine potentiell gefährliche technologie von privaten nicht nur entwickeln, sondern auch betreiben lassen will.
manches darf nicht privatisiert werden.

wolfetone
 
16.05.2010 12:34

Schwarze Aktenkoffer sind auch Trägersysteme für Atomsprengköpfe.

Nick Tameer
15.05.2010 03:41

Der Schlussfolgerung in ihrer abstrakten Fassung würde ich mich ja anschließen, aber die Herleitung von der Entwicklung der Sojusraketen aus Atomraketen (Urmutter all dieser Raketen ist übrigens eh die V2) erscheint mir doch etwas merkwürdig. Fürchten Sie Kleininserate wie

"MAC macht's! Wir führen Ihre atomaren Erst- und Vergeltungsschläge professionell durch. Seriös. Zuverlässig. Diskret. Megarogue Armageddon Consult Inc. ..."

oder haben Sie möglicherweise letzthin nur häufiger alte James-Bond-Filme angesehen?

Igor Gassner
14.05.2010 12:18
Die Privaten werden in den USA von den Banken finanziert

die auch den Staat kontrollieren also schezko jedno frisno , Nur das es wohl effizienter zugehen wird. Für Großprojekte kann man ja die NASA wieder wachküsen oder die USA beteiligt sich an einer version des bemannten europäischen Transporter der halt dann in der USA und in der EU hergestellt wird jeweils unter eigenen Namen.

epep
14.05.2010 14:47
genau die banken.. wo sind die nochmal? "ostküste"? behrrschen die usa..

..das einige bankchefs nun vor dem senat aussagen müssen und etliche verhaftet wurden, spielt dabei wohl keine rolle.

Nick Tameer
14.05.2010 06:30

Die befürchten, dass die anderen Kinder sie mit dem Ruf "Loser! Loser!" verspotten könnten.

Alex79
14.05.2010 05:15
Obama

(oder seine Administration) hat erkannt, dass ein neuerliches Rennen zum Mond niemandem, am wenigsten den USA nuetzt. Wie er auch in seiner Rede gesagt hat: dort waren die USA schon, und das vor langer Zeit.

Der Mond und bemannte Raumfahrt i.A. (und damit auch durchaus die ISS) ist vom wissenschaftlichen Standpunkt vollkommen uninteressant. Das Geld ist viel besser bei unbemannten Sonden aufgehoben, die ein vielfaches an Ergebnissen bringen.

Die bemannte Raumfahrt kann man ruhig dem privaten Markt ueberlassen.

star observer
17.05.2010 11:54

die iss wird sich rasch erledigt haben ohne shuttles...

mein tipp: das trum kommt in spätestens 5 jahren runter

snow:leaper
14.05.2010 21:23
Sollen sie doch ein Buch darüber schreiben

dort können sie den ganzen Müll deponieren, den sie denken, so wie Laura Bush. Aber Mitspracherecht haben die beiden in der Debatte leider überhaupt
keines!

hulkjr
14.05.2010 15:04
ja, aber so astronautenveteranen

denken halt noch in kalter krieg dimensionen. bemannte raumfahrt ist von sehr geringem wissenschaftlichem nutzen und sinnlos teuer im vergleich zu unbemannter forschung im all...

belgarion666
 
14.05.2010 10:09
die anderen

würden das geld nicht ausgeben, wenn sie sich davon nicht auch etwas erwarten würden: helium 3.
das zeug ist heute zwar noch nicht nutzbar, aber für die zukunft hat das gewaltiges energiepolitisches potential.

jm75
14.05.2010 15:20
Die anderen früher

...hmm.. wie waren nochmals die Argumente gegen C. Kolumbus und R. Scott? Zu gefährlich es gibt keinen Business Case dahinter, ganz zu schweigen von den technischen Risiken. Warum sollte sich ein wirtschafltich darniederliegendes Portugal auch die Schiffe leisten, um nach Indien aufzubrechen? Der Gewürzhandel ist ja auch nur für die Superreichen ;-)

Witzig, dass einige der wesentlichsten Entwicklungen der Menschheit genau trotz dieser Argumente "passiert" sind. (Beispiel: Laser - weil ja heute 50 Jahre Laser-Jubiläum ist).

Alex79
15.05.2010 00:56
Kann ich nicht nachvollziehen

Spanien und Portugal haben von der Entdeckung und Kolonialisierung der "neuen Welt" am aller-wenigsten gehabt, wie Sie auch noch heute sehen koennen.

Am meisten haben damals diejenigen Staaten profitiert, die ohne billige Rohstoffe oder Edelmetalle auskommen mussten - England, Holland usw. Abgesehen davon kann man die Situation kaum vergleichen.

Meiner Meinung nach sind wir technologisch noch nicht dazu bereit, irgendwas sinnvolles auf dem Mond zu machen, schon gar nicht irgendwelche Rohstoffe zu foerdern. Das Geld waere also besser in eine technologische Weiterentwicklung investiert anstatt darin, sinnlos Menschen herumspazieren zu lassen.

Alex79
14.05.2010 11:31
Helium 3

lesen Sie zufaellig Peter F. Hamilton?

Die Laender, die momentan zum Mond unterwegs sind, werden - genauso wie die USA - feststellen, dass ein staendiges Mondprogramm nicht nachhaltig ist - weder wissenschaftlich, noch kommerziell, noch militaerisch. Das jetzige, erneute Rennen ist daher - genau wie damals - eine reine Prestige Angelegenheit. Indien oder China zB wollen in die Riege der Supermaechte aufsteigen und dazu gehoert eben auch eine Mondlandung. Bush ist darauf reingefallen - er wollte den anderen nicht den Vortritt ueberlassen. Dabei hat er nur vergessen dass die USA schon vor 40 Jahren festgestellt haben, dass es am Mond nix zu holen gibt.

Freie Welt
14.05.2010 14:48
Naja, die Russen dachten auch einmal, dass

es in Alaska nichts zu holen gibt...

TanteMitzi
13.05.2010 21:21
"drohten die USA im Wettbewerb mit Russland und anderen Raumfahrtnationen zurückzuwerfen"

Quatsch, falls er sich auf die bemannte Raumfahrt bezieht. Die war nur Show.

Mr. Bubbles
14.05.2010 22:38

sie sind dumm.
(ich habe es satt zu erklären, warum verschwörungstheoretiiker dumm sind, also lasse ich es beim conclusio)

TanteMitzi
13.05.2010 21:33

(Meine die Mondflüge)

annna nyme
14.05.2010 08:15
das musste ja kommen

*gääähn*

Fritz Meyer
13.05.2010 16:59
Keine Visionen mehr für die Nation und die Menschheit.


Letztendlich haben die Buchhalter gewonnen.

Fritz Meyer.

It'tksirkrk
15.05.2010 15:52
Traurig aber wahr

offensichtlich haben Profitdenken, der Zwang zu kurzfristigen Renditen und der Zinseszinszwang endgültig die Weltherrschaft übernommen. Keine Ideen, Keine Visionen, keine Träume - wie traurig.

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine de Saint-Exupery
(Die Stadt in der Wüste)

Otto Normal Erzeuger
15.05.2010 20:02

richtig, ohne vision kommt man nicht weit, für die visionslose mehrheit gibts dafür ja zum glück die television ..

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