Alonso dominiert am Donnerstag

13. Mai 2010, 20:03
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Spanier in beiden Monaco-Trainings Schnellster - Rosberg vor Vettel Zweiter - Massa noch vor Schumacher

Monte Carlo - Es darf als Kampfansage interpretiert werden, die sich in erster Linie an die beiden favorisierten Red-Bull-Piloten richtet. Doppel-Weltmeister Fernando Alonso hat am Donnerstag in beiden freien Trainings für den Formel-1-Grand-Prix von Monaco Bestzeit erzielt. In 1:14,904 Minuten war der Ferrari-Star am Nachmittag auf dem Stadtkurs an der Cote d'Azur um knapp eine Zehntelsekunde schneller als Nico Rosberg im Mercedes.

Die Roten Bullen hielten sich vornehm zurück. Jungstar Sebastian Vettel belegte Rang drei, Teamkollege Mark Webber fuhr nach seinem Sieg in Barcelona auf Rang zehn. Dennoch darf das Duo im Qualifying, in dem am Samstag unabhängig von den unsicheren Witterungsbedingungen aufgrund des starken Verkehrs ein Chaos befürchtet wird, favorisiert werden. Die Red-Bull-Piloten haben bisher in allen fünf Saisonrennen die Pole Position herausgefahren.

Pünktlich nach dem Training hatte es am Donnerstag im Fürstentum zu regnen begonnen. Das ist auch am Rennwochenende möglich. Am Vormittag hatte sich die Cote d'Azur der Formel 1 zu ihrem 60. Geburtstag noch von ihrer Sonnenseite präsentiert. Auf den Tag genau vor 60 Jahren - am 13. Mai 1950 - war in Silverstone der erste Grand Prix ausgetragen worden. Eine Woche später gab auch das Traditionsteam Ferrari in Monaco sein Debüt.

Neuzugang Alonso gab der Scuderia zum Jubiläum die Hoffnung zurück. "Wir haben hier einen sehr guten Ferrari, also sind wir zuversichtlich", erklärte der WM-Zweite, der im Titelrennen als Hauptkonkurrent der derzeit technisch überlegenen Bullen gilt. "Ich denke nicht, dass wir hier wieder eine Sekunde hinter Red Bull liegen werden", meinte Alonso. "Hier sollten sie nicht so überlegen sein. Das liegt an der Natur des Kurses."

Derzeit fehlen dem Spanier, der den Klassiker 2006 und 2007 gewonnen hat, drei Punkte auf WM-Leader Jenson Button. Auf Vettel und Webber hat Alonso sieben bzw. 14 Zähler gut. Den Quali-Speed hatte Ferrari bisher allerdings vermissen lassen - und der Startaufstellung kommt wegen fehlender Überholmöglichkeiten in Monaco besondere Bedeutung zu, das weiß auch Alonso. "Wir dürfen uns keinen Fehler erlauben, sonst haben wir keine Chance."

Denn so eng die Fahrer an die Leitplanken heranfahren müssen, so eng liegt das Feld in den Straßenschluchten auch zeitlich beisammen - die schnellsten Sieben innerhalb von 0,345 Sekunden. Michael Schumacher, der erstmals seit dem "Park-Skandal" im Jahr 2006 in Monte Carlo antritt, landete hinter Alonsos Teamkollegen Felipe Massa auf Rang fünf. Die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Button mussten sich mit den Plätzen sieben bzw. neun begnügen.

"Es ist unheimlich eng", gestand Vettel. "Ferrari scheint hier wirklich schnell zu sein." Man dürfe aber auch McLaren und Mercedes nicht außer Acht lassen. Der Freitag, der im Fürstentum traditionell frei ist, wird neben intensiver Analyse auch zur Entspannung genützt. "Ich werde ein bisschen länger schlafen, Sport machen und erst am Nachmittag an die Strecke kommen", verriet Vettel. Selbst wenn der Party-Marathon ohne ihn stattfinden muss. (APA)

Ergebnisse der Freien Trainings für den Formel-1-Grand-Prix von Monaco am Donnerstag in Monte Carlo:

2. Session: 1. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:14,904 Min. - 2. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:15,013 - 3. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:15,099 - 4. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:15,120 - 5. Michael Schumacher (GER) Mercedes 1:15,143 - 6. Robert Kubica (POL) Renault 1:15,192 - 7. Lewis Hamilton (GBR) McLaren 1:15,249 - 8. Adrian Sutil (GER) Force India 1:15,460 - 9. Jenson Button (GBR) McLaren-Mercedes 1:15,619 - 10. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:15,620. Weiter: 12. Sebastien Buemi (SUI) Toro Rosso 1:16,276 - 18. Jaime Alguersuari (ESP) Toro Rosso 1:17,023

1. Session: 1. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:15,927 Min. - 2. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:16,000 - 3. Robert Kubica (POL) Renault 1:16,016 - 4. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:16,382 - 5. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:16,517 - 6. Michael Schumacher (GER) Mercedes 1:16,589 - 7. Lewis Hamilton (GBR) McLaren 1:16,647 - 8. Jenson Button (GBR) McLaren 1:16,692 - 9. Adrian Sutil (GER) Force India 1:16,805 - 10. Sebastien Buemi (SUI) Toro Rosso 1:16,857. Weiter: 15. Jaime Alguersuari (ESP) Toro Rosso 1:17,991

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