Tödlicher Streit unter Nachbarn

13. Mai 2010, 14:32
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50-Jähriger niedergestochen - Opfer verblutete - Messer wurde sichergestellt

Wiener Neustadt - Ein Streit unter Nachbarn hat am Freitagabend in Wiener Neustadt tödlich geendet. Der 50 Jahre alte Wolfgang W. wurde in seiner Wohnung erstochen. Das Opfer ist verblutet. Als Tatverdächtiger gilt laut Mordgruppe des Landeskriminalamtes NÖ der 28-Jährige Denis A.. Er habe das Verbrechen zugegeben, will sich jedoch verteidigt haben. Als mutmaßliches Motiv gilt Eifersucht. Die Polizei bezweifle diese Rechtfertigung jedoch, so Bekannte des Opfers - die angebliche Beziehung des Opfers zur Frau des Täters habe es vemutlich gar nicht gegeben.

Der mutmaßliche Täter war am Freitag gegen 22.10 Uhr auf dem Gehsteig am Baumkirchnerring in Wiener Neustadt mit blutverschmiertem Gesicht von einer Passantin aufgefunden worden. Neben ihm lag ein ebenfalls blutverschmiertes Messer, das sichergestellt wurde. Die umgehend alarmierte Polizei entdeckte im Zuge der Erhebungen an der Tür einer versperrten Wohnung ebenfalls Blut.

Mit Unterstützung der Feuerwehr wurde in der Folge durch ein offenes Fenster in die Räumlichkeiten im zweiten Stock eingestiegen, berichteten die Kriminalisten weiter. Im Vorraum lag leblos ein Mann. Seitens der Rettungskräfte war nur mehr der Tod des 50-Jährigen festzustellen. Die Leiche habe "eine Vielzahl" an Messerstichen am Oberkörper aufgewiesen, so ein Ermittler.

Verdächtiger in Haft

Tatwaffe war ein 29 Zentimeter langes Küchenmesser. Denis A. wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Tatmotiv dürfte krankhafte Eifersucht gewesen sein. A. soll Wolfgang W. dafür verantwortlich gemacht haben, dass ihn seine Frau verlassen hatte.

Den Ermittlungen zufolge sprang der Verdächtige nach der Tat aus der im zweiten Stock gelegenen Wohnung des Nachbarn am Wiener Neustädter Baumkirchnerring. Blutspuren am Fenster würden darauf hinweisen. Denis A. zog sich Arm- und Rippenverletzungen zu. Das Verbrechen dürfte sich bei offener Wohnungstür zugetragen haben. Am Rahmen und am Türblatt hätten sich ebenfalls Blutspuren gefunden, so die Ermittler.

Aussprache eskalierte

Der Zentralamerikaner Denis A. gab bei der Einvernahme an, seinen Nachbarn zwecks Aussprache aufgesucht zu haben. Er soll den 50-Jährigen dafür verantwortlich gemacht haben, dass ihn seine Frau verlassen hatte. Die spätere Tatwaffe, ein Messer, will der Verdächtige zum eigenen Schutz mitgenommen haben. Im Vorraum der Wohnung kam es in der Folge zu einer Auseinandersetzung, die für Wolfgang W. tödlich endete. Der mutmaßliche Täter gab zu Protokoll, dass er sich verteidigt habe. Der Nachbar hätte auf ihn eingeschlagen. (APA/red)

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