Deutsche Telekom fährt wieder Gewinne ein

12. Mai 2010, 14:36
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Bonn/Wien - Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal 2010 wieder deutlich schwarze Zahlen geschrieben. Unterm Strich verdiente die Telekom 767 Mio. Euro nach einem Verlust von mehr als einer Milliarde Euro im Vorjahreszeitraum. Vor einem Jahr hatten hohe Abschreibungen auf die Mobilfunktochter in Großbritannien die Telekom in die roten Zahlen gedrückt.

Die Mobilfunktochter T-Mobile Austria konnte im 1. Quartal 2010 das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 56,6 Prozent auf 83 Mio. Euro steigern. Der Umsatz gab um 7,1 Prozent auf 248 Mio. Euro nach. Die Kundenzahl stieg um 6,1 Prozent auf 3,626 Millionen. Die Mitarbeiterzahl blieb stabil bei 1.400, der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) gab um 9,1 Prozent auf 30 Euro pro Monat nach, hieß es am Mittwoch zur APA.

Die Deutsche Telekom hielt hingegen den Umsatz stabil bei 15,8 Mrd. Euro. Telekom-Chef Rene Obermann zeigte sich zufrieden: "Wir haben das operative Geschäft weiter stabilisiert, zum Teil deutlich verbessert, und gleichzeitig wichtige Schritte unserer neuen Strategie umgesetzt", sagte er am Mittwoch. Obermann will sich die starke Nachfrage nach mobilem Internet, Breitband und nicht zuletzt IT-Dienstleistungen zunutze machen und die Umsätze in den nächsten Jahren auch wieder organisch steigern.

Zu der positiven Entwicklung trug nach Darstellung der Telekom vor allem das Deutschland-Geschäft bei, dass sich zunehmend stabilisiert. Bei der angeschlagenen Tochter T-Mobile USA gingen die Umsätze wegen des schwachen Dollar um acht Prozent zurück. Nach wie vor profitiert die Telekom in ihren Zahlen auch noch von der Beteiligung an der griechischen Hellenic Telecom (OTE), die im Vorjahr erst ab Februar in die Zahlen einbezogen wurde.

Das Ebitda legte dank der anhaltenden Sparbemühungen um 1,6 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro zu.

Die britische Tochter konnte ihren operativen Gewinn trotz eines Umsatzrückgangs kräftig steigern. Gleichzeitig verlor T-Mobile UK kaum noch Kunden. Die Deutsche Telekom hatte die Mobilfunktochter in ein Joint Venture mit der France-Telecom-Tochter Orange eingebracht, künftig wird das Gemeinschaftsunternehmen seine Zahlen separat vorlegen. Das Osteuropa-Geschäft wurde durch die angespannte wirtschaftliche Lage und den hohen Wettbewerbsdruck belastet.

Umsatz und Ebitda stiegen nur dank der Beteiligung an OTE. Die Deutsche Telekom ist inzwischen mit rund 30 Prozent an OTE beteiligt, der griechische Staat hält noch 20 Prozent. Bis 2011 kann die griechische Regierung der Telekom weitere zehn Prozent der OTE-Anteile anbieten. An der OTE war auch die Telekom Austria interessiert. (APA)

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