Braunau

Vorerst keine neue Nutzung für Hitlers Geburtshaus

12. Mai 2010, 17:21

Tagesheimstätte der Lebenshilfe kann aus Geldmangel vorerst nicht ausziehen

Linz - Das sogenannte "Hitler-Geburtshaus" in Braunau bekommt vorerst keine neue Nutzung. Die derzeit darin untergebrachte Tagesheimstätte des Vereins Lebenshilfe muss ihre Pläne, sich eine neue Bleibe zu suchen, aus finanziellen Gründen verschieben. Das berichtet die "Bezirksrundschau Braunau" in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Lebenshilfe wollte ursprünglich demnächst in ein neues Gebäude übersiedeln. Das Land Oberösterreich habe zwar die Zustimmung dazu erteilt, allerdings werde wegen der Finanzkrise keine Förderung für die Einrichtung vergeben, heißt es in dem Artikel. Damit seien die Umzugspläne vorerst gescheitert, wie Brigitte Swoboda, Obfrau der Lebenshilfe Braunau berichtete.

Langfristig sieht sie aber kaum eine Alternative zur Übersiedelung: "Wir arbeiten hier mit Behinderten in einem Haus, das nicht barrierefrei ist." Mit einer Sanierung sei die Eigentümerin nicht einverstanden, "obgleich sie aber möchte, dass wir im Haus bleiben", berichtete Swoboda. "Wann wir tatsächlich ausziehen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, aber es wird wohl noch ein paar Jahre dauern", befürchtet sie.

Damit dürfte auch die Frage, was in Zukunft mit dem Gebäude, dessen kolportierter Wert bei 2,2 Millionen Euro liegt, geschehen soll, vorerst unbeantwortet bleiben. Bürgermeister Gerhard Skiba schlägt ein "Haus des Friedens" bzw. "Haus der Verantwortung" für soziale Projekte und Ausstellungen vor und wünscht sich, dass die Republik das Gebäude kauft, damit es nicht in falsche Hände gerät. Das Innenministerium hat aber bereits abgewunken. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 35
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Isned Wahr
00
18.5.2010, 11:42
ausbraunau

@Mitch2...der Eissalon ist direkt daneben
@Rest....Die Lebenshilfe find ich passt da perfekt hinein...nur das Haus ghört renoviert, und mir ist noch wirklich nicht aufgefallen dass es irgendwelches Gesindel anzieht es ist schliesslich nur ein Haus.

mitch2
00
14.5.2010, 17:44

die lebenhilfe sollte an diesem sonnigen platzerl einen hübschen eissalon eröffnen. im gebäude selbst könnten ein paar museumsräume, die gebührend an den hier geborenen unheilsbringer erinnern, eingerichtet werden.

Hotblack_Desiato
02
14.5.2010, 23:55
das ist aber keine gute idee...

...dann bestellt irgendwer vielleicht gar noch einen kleinen braunen.






generell ist nutzung als tagesheimstätte der lebenshilfe noch eine der besten ideen, was man mit dem haus machen kann. es wirkt ehrlicher als es jedes museum könnte.

Cayenne69
02
13.5.2010, 22:07

Wär doch eine tolle Botschaft wenn man in einem solchen Haus eine art Kulturenmuseum aufbaut. Ausstellung vieler verschiedener Kulturen mit dem Ziel etwas näher zu rücken, gerade in diesem Haus wäre die Botschaft noch größer...

a grünes stricherl
 
10
18.5.2010, 20:58
ich fänds schöne zb ein islamisches kulturzentrum reinzubaun :-)

wieviele österreicher würde augenblicklich abrauchen wie ein bündl wunderkerzen?

Zala Manda
21
13.5.2010, 20:34
Was soll das Geeiere?

Gebt dem Gemäuer doch einfach die (Abriss-)-Birne. Die Immobilienspekulanz ist doch sonst nicht so zimperlich mit dem Plattmachen von historisch irgendwie bedeutenden (bzw. belasteten) Gebäuden.

a grünes stricherl
 
00
18.5.2010, 23:06
welches plattmachen von belasteten gebäuden meinens jetzt?

bildungsoffensive
05
13.5.2010, 13:45

die nutzung als heim für die lebenshilfe passt doch wie die faust aufs auge. alleine die doppelte ironie, dass "lebensunwerte menschen" dieses haus nun (und evtl. früher auch?) besiedeln machte mich schmunzelnd.

renovieren, anpassen, barrierefrei gestalten, weiter so.

wenn kein geld da ist, dann bitte beim nachbarn NÖ anfragen, die haben hunderte millionen zum verzocken. die paar hunderttausend geben die sicher gerne aus für eine sinnvolle investition.

Andrej Stoltz
00
14.5.2010, 00:23
Guter Vorschlag, die Lebenshilfe zu lassen.


Auch die Finanzierung, da es sich bei den Hitlerischen ja gar nicht um Braunauer, sondern um zuagroaste Niederösterreicher handelt.

Nick Tameer
00
13.5.2010, 21:50

Aber es passt doch irgendwie: einen lebensunwerteren Menschen als Adolf Hitler kann man sich schließlich schwer vorstellen. Mein Namensvorschlag für eine solche Einrichtung ist etwas barock, aber von brutalstmöglich Ehrlichkeit:

"Adolf-Hitler-Haus für Lebensunwerte, die wir trotz angespannter Haushaltslage und ungeachtet der Nachteile für unser Land als Wirtschaftsstand - noch! - aus Humanitätsduselei durchfüttern, aber nur bis zum nächsten Sparprogramm, bei dem wir dann wirklich keine Tabus mehr haben dürfen".

Nick Tameer
00
13.5.2010, 12:52

Neue Nutzung, meinetwegen, aber bitte nicht mehr als Führergeburtsstätte.

Hätte die österreichische Verwaltung Humor, könnte dort vielleicht die Führerscheinstelle oder eine Ausbildungseinrichtung für Berg- oder Hundeführer untergebracht werden oder man könnte es einen Verlag mit touristischen bis gastronomischen Programm (Reise-, Sprach-, Restaurant-) vermieten, um dem Genius Loci gerecht zu werden. Der würde sich persönlichem Spuken in diesem Haus wohl nicht entziehen können, falls es in UK stünde, da dies der dortigen Publikumserwartung entspräche. Beobachter des Paranormalen in Österreich dagegen bringen ihn häufig mit unheimlichen Erscheinungen in Zusammenhang, die sich in Köpfen manifestieren.

linuxforeverlinux
22
13.5.2010, 10:34

also strache, ehemals der betrunkene haider und der ganze !@§$&" rest, die würden schon wissen, was sie damit machen würden!

Seria
12
13.5.2010, 10:12

AH ist nun mal der größte Verbrecher aller Zeiten(GRÖVAZ), deshlb muß auch mit möglichen Reliquien/ Wahlfahrtsorten etc sehr sorgsam umgegangen werden. Eine gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus und des Horrors der Naziverbrechen könnte eine passende Verwendung für dieses desolate Gebäude sein

Open Mind 01
 
51
13.5.2010, 06:33
Karl Renner Gedenkstätte

Freier Eintritt für SPÖ-Parteimitglieder

Open Mind 01
 
60
13.5.2010, 06:30
Neuer Amtssitz für Fischer, Edlinger und Martin

...ups, das sind/waren ja führende Mitglieder der SPÖ...

LCD
00
13.5.2010, 00:52
Neue Nutzung, da fallen mir spontan einige ein:

Neue FPÖ Zentrale, neue BZÖ Zentrale, Freudenhaus für die Rosenkranz, Neues Innenministerium (Wird ja eh auf Behindertengerecht umgebaut), Gespensterbahn, Sprengübungsobjekt, Satanistenkirche...

Das Kapital ist die wahre Macht
10
12.5.2010, 22:58
Hitlers Besitz viel dem bayrischen Finanzministerium zu.

So ist dieses im Besitz der Autorenrechte für mein Kampf. Dadurch konnte die Neuauflage verhindert werden, die ohne den Eigentümer der Urheberrechte unmöglich ist.
Müsste bei den Autos auch so passiert sein. Diese Oldtimers sind ein Vermögen wert.

.MS.
10
12.5.2010, 20:39
Abreißen und etwas behinderten gerechtes hinbauen

Wo steht das eigentlich noch?

Herzerzog Johann
00
13.5.2010, 11:37

Sinnerfassendes Lesen könnte hilfreich sein. Wenn die Eigentümerin schon gegen einen Umbau ist, dann wohl umsomehr gegen einen Abriß.

.MS.
31
13.5.2010, 12:18

Die Eigentümerin ist mir in dem Fall aber relativ wurscht. Hier überwiegt meiner Meinung nach das öffentliche Interesse und das sollte es sein anstelle dieses Hauses, dass außer als Pilgerstätte zu nichts mehr taugt etwas vernünftiges hinzubauen.
Und in dem Fall gibt es eine angemessene Entschädigung für Eigentümer.

Herzerzog Johann
03
13.5.2010, 12:33

Ach so, einer von der Enteignerpartie. Naja ...

.MS.
10
13.5.2010, 17:53

Wenns ums "Gedenken" an Massenmörder geht - wieso nicht?

Mormoloc
01
17.5.2010, 20:27
Nicht Gedenken an einen Massenmörder...

An das, was er getan hat. Und die Idee, das Haus für die zu öffnen, die er so gerne umbringen ließ, hat wirklich etwas.

Michael B
05
12.5.2010, 19:59
2,2 Mio ist es vielleicht dem Strache wert.

Sonst sicher keinem, der von Immobilien eine ahnung hat....

==McMurphy==
15
12.5.2010, 18:25
wenn

jeder ort, jede stelle, an dem irgendein arschloch
(oder ein impotenter, vegetarischer, nichtrauchender, katholischer massenmörder) geboren wurde, als "entheiligte" stelle betrachtet würde, gebe es auf diesem erdenball keinen freien fleck mehr.

dieses haus in privatbesitz ist nichts mehr als ein haus.

...andernfalls müßte man ganz wien (und viele andere orte) abreißen.




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