Wie weiter mit dem Berliner Denkmal?

15. Mai 2010, 08:00
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Podiumsdiskussion über historische Tatsachen und Relevanz des Gedenkortes und aktuelle Fragen der LBGT-Bewegung

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen hat sich zu einem lebendigen Ort der Erinnerung, Begegnung und Diskussion entwickelt. Ende Mai 2010 wird das Denkmal in Berlin zwei Jahre alt. In diesem Umfeld soll vereinbarungsgemäß auch das in der Betonstele gezeigte Video gewechselt werden. Der künstlerische Wettbewerb über die Gestaltung des neuen Films läuft.

Küssende in Endlosschleife

Das derzeitige Video zeigt ein sich küssendes Männerpaar in einer Endlosschleife. Über das Motiv wurde seinerzeit heftig und kontrovers diskutiert. Ebenso ist das Vorhaben nicht unumstritten, durch einen Wechsel auch andere Darstellungen eines gleichgeschlechtlichen Kusses, möglicherweise eines Frauenpaares, zu zeigen. Das Denkmal sorgt weiter für Debatten - über die historischen Tatsachen, über die Formen des Gedenkens, über die Relevanz des Gedenkortes für aktuelle Fragen der Menschenrechte von Lesben, Schwulen und Transgendern.

Internationaler Tag gegen Homophobie

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland will diese Diskussion mit allen Interessierten fortführen.  Die gemeinsame Veranstaltung von LSVD und Stiftung Denkmal findet am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, um 20 Uhr im Ort der Information, Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin statt. (red)

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    Das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuellen in Berlin beinhaltet ein Video von zwei küssenden Männern.

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