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Allgemeiner Überblick

12. Mai 2010, 16:03
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Die Entwicklung der Forstwirtschaft und anderer ÖBf-relevanter Bereiche

Das Geschäftsjahr 2009 war durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise geprägt. Dies zeigte sich vor allem in der ersten Jahreshälfte 2009 dadurch, als die österreichische Holzindustrie ihre Produktion stark zurücknahm. Dieser Umstand hatte Auswirkungen auf die geplante Auflösung der Nasslager der ÖBf AG im 1. Quartal 2009. Die Österreichische Bundesforste AG hatte ca. 300.000 Festmeter (fm) aus den Windwürfen 2007/2008 eingelagert. Durch den strengen Winter und das geringe Preisniveau wurden die Nut-zungsaktivitäten im Privatwald stark reduziert. Dadurch war extrem wenig Rundholz auf dem Markt und die Nasslager konnten schließlich zügig aufgelöst werden. In dieser Situation kamen die Vorteile in Form von Markt- und Preisstabilisierung sowie Gewährleistung der Versorgungssicherheit für unsere Kunden selbst in Extremsituationen voll zum Tragen.

Borkenkäferschadholzanfall

Die zweite Jahreshälfte war durch einen hohen Borkenkäferschadholzanfall geprägt, der als Folge der Windwurfserie - 2007 "Kyrill", 2008 "Paula" und "Emma" - auftrat. Auf den österreichischen Schnittholzmarkt wirkte sich ein verheerendes Erdbeben in Mittelitalien Anfang April aus. Ziel des Wiederaufbaus war es, bis zum Winterbeginn winterfeste Quartiere für die unzähligen Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Die österreichische Holzindustrie konnte einen wesentlichen Beitrag zur Errichtung dieser Unterkünfte leisten. Der Levante-Markt war ein ebenso wichtiger wie umkämpfter Markt für den Absatz von Schnittholzprodukten. Im vierten Quartal kam es zu einer Belebung des Rundholzmarktes durch die neuerliche Rohstoffverknappung, was sich auch in Preissteigerungen niederschlug. 

Durch die Produktionsrücknahmen in der Sägeindustrie und den leichten wirtschaftlichen Aufschwung kam es zu einer zufriedenstellenden Nachfragesituation nach Papier- und Faser-holzsortimenten. In diesem Bereich konnten die Preise stabil gehalten werden.

Erneuerbare Energie

Der Bereich erneuerbare Energie war für die Österreichische Bundes-forste AG von großer Bedeutung. Durch die Gewinnung von Waldbiomasse wurde einerseits ein wichtiger Beitrag zur Waldhygiene geleistet, indem potenzielles Brutmaterial für den Borkenkäfer rasch aus dem Wald entfernt wurde, andererseits konnte es durch die thermische Nutzung einer sinnvollen wirtschaftlichen Verwertung zugeführt werden. Darüber hinaus wurden die Aktivitäten im Bereich der Kleinwasserkraft mit dem Bau des Kraftwerks Kainischtraun und dem Start des Kraftwerks Dientenbach deutlich forciert.

Die Österreichischen Bundesforste sind im Bereich der erneuerbaren Energie sowohl als Rohstofflieferant als auch über Beteiligungen als Anlagenerrichter und -betreiber aktiv. Auf nationaler und auch internationaler Ebene werden massive Anstrengungen unternommen, den Einsatz erneuerbarer Energieträger zu forcieren. Im Rahmen des EU-Klimagipfels Ende 2008 hat sich Österreich verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energieträger am Bruttoinlandsverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 34% anzuheben. Um dieses Ziel zu erreichen, soll neben der Reduktion des Verbrauchs vor allem der Ausbau von Biomasse-, Wasser-, Wind- und Solarkraftwerken zügig vorangetrieben werden. 

Krise zeigte geringe Auswirkung

Von der weltweiten "Immobilienkrise", die, wenn auch gedämpft, in Österreich kurzfristig eine schwächere Nachfrage und geringere Preise sowohl für den Kauf als auch im Mietbereich brachte, war das Geschäft der ÖBf nur unmerklich betroffen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass im Verpachtungs- und Vermietungsbereich der ÖBf AG die meisten verwertbaren Objekte über langfristige Vertragsverhältnisse vergeben sind und im Bereich Tourismus sowohl im Sommer- als auch Wintertourismus ein weiterer Ausbau erreicht wurde. Erfreulicherweise konnte auch im Bereich Abbau trotz der allgemein nachlassenden Baukonjunktur das Umsatzvolumen des Vorjahres gehalten werden.

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