Schülerunion will mehr Fächer und verpflichtende Lehrer-Beurteilung

12. Mai 2010, 11:14
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Neues Positionspapier - Weiter gegen Gesamtschule - Für Mehrphasenschularbeit

Wien - Die Einführung der Fächer "Politische Bildung" ab der achten Schulstufe sowie "Soziales Lernen" in der Unterstufe fordert die VP-nahe Schülerunion in ihrem neuen Positionspapier, das heute, Mittwoch, den Bildungssprechern der Parlamentsparteien übergeben wurde. Oberstufenschüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, sollen außerdem zum Besuch des Gegenstands "Ethik" verpflichtet werden.

Lehrer sollen ab der fünften Schulstufe von den Schülern ein anonymes Feedback bekommen. Mögliche Konsequenzen für die Pädagogen wären verpflichtende Fortbildungen, ein Gespräch mit dem Direktor oder im Schulgemeinschaftsausschuss beschlossene Maßnahmen. Die Lehrer-Fortbildung soll nur in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden. Abgelehnt wird von der Schülerunion nach wie vor die Gesamtschule, über die Einführung der Ganztagsschule soll an jedem Schulstandort von Eltern, Schülern und Lehrern abgestimmt werden. Im Falle eines positiven Ausgangs würde der Unterricht an drei von fünf Tagen bis 17.00 Uhr dauern, an den übrigen beiden Tagen gäbe es die Wahlmöglichkeit zwischen Hort und Schulende zu Mittag.

"Klassenverträge" und "Mehrphasenschularbeit"

Bei der Notengebung sollen Klasse und Lehrer am Jahresanfang Beurteilungskriterien und Schwerpunkte der Benotung durch "Klassenverträge" festlegen ("gläserne Note"). Die Betragensnote wiederum soll auf Wunsch schriftlich begründet und anfechtbar werden. Bei Klausuren wünscht sich die Schülerunion zumindest im Fach Deutsch in der Unterstufe die Einführung der "Mehrphasenschularbeit": Dabei erhalten die Schüler eine Stunde nach Ende ihre Arbeiten noch einmal zurück, um diese ohne Stress noch einmal auf Rechtschreibfehler zu kontrollieren.

Weitere Forderungen der Schülerunion: Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25 in allen Schularten, die Einführung eines Modulsystems in der Oberstufe, mehr Mitsprache der Schulpartner bei der Direktorenbestellung , mehr "Team Teaching" sowie die Schaffung von Landes (LSGA)- und Bundesschulgemeinschaftsausschüssen (BSGA). Mögliche Kompetenzen: Entscheidungen über Schulversuche, Veto gegen Direktorenbestellungen (LSGA) bzw. laufende Evaluierung des Schulsystems (BSGA). (APA)

 

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