Burgenlands Bischof Iby stellt Zölibat infrage

12. Mai 2010, 10:26
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Auch Priesterweihe für Frauen muss überlegt werden

Wien/Eisenstadt - Der burgenländischen Bischof Paul Iby stellt den Pflichtzölibat infrage. Er würde es sehr begrüßen, wenn man die Priesterweihe verheirateter Männer zulassen würde. "Es wäre für die Weltpriester sicher eine Erleichterung, wenn der Pflichtzölibat aufgehoben würde", erklärte er in der Tageszeitung "Die Presse" auf die Frage, ob der Pflichtzölibat heute noch vermittelbar sei.

"Es sollte jedem Priester anheimgestellt werden, ob er freiwillig zölibatär lebt oder mit einer Familie, so Iby. Iby verwies auf die zahlreichen verheirateten Diakone: "Wenn man die zu Priestern weihen könnte, würden wir uns angesichts des Priestermangels viel leichter in der Seelsorge tun. Zum Thema der Priesterweihe für Frauen erklärte Iby, dies sei zwar "in unserer Kirche" jetzt kein Thema. "Mittelfristig müsste das aber überlegt werden."

Rücktritt auf unbestimmt

Iby hatte im Jänner dieses Jahres anlässlich seines 75. Geburtstags sein Rücktrittsgesuch in Rom eingereicht. Dieses wurde von Papst Benedikt XVI. "nunc pro tunc" ("jetzt für später", Anm.) angenommen. Der Rücktritt des burgenländischen Oberhirten werde zu einem noch offenen Zeitpunkt wirksam. (APA)

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