Telekom Austria kämpft mit Fusion

12. Mai 2010, 08:39
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Der Konzern verzeichnet deut­lichen Ergebnis- und Umsatz­rückgang - Dividende von 75 Cent je Aktie für 2010 bis 2012 bestätigt

Wien - Die teilstaatliche Telekom Austria hatte im 1. Quartal 2010 einen deutlichen Ergebnis- und Umsatzückgang. Das Betriebsergebnis (Ebit) reduzierte sich um 7,7 Prozent auf 166,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab um 6,4 Prozent auf 425,9 Mio. Euro nach. Der Umsatz verringerte sich um 5,9 Prozent auf 1,126 Mrd. Euro.

Einen Zuwachs gab es hingegen beim Nettoüberschuss (plus 6,9 Prozent) und beim Gewinn je Aktie von 0,21 Euro (6,7 Prozent). Dies teilte die Telekom am Mittwochmorgen ad hoc mit. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2010 wurde bestätigt - allerdings "ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten". Die Telekom fusioniert gerade ihren Festnetz- mit dem Mobilfunkbereich um besser Bündelprodukte anbieten zu können und Kosten zu sparen.

Kundenwachstum im Mobilfunk

Der Marktführer bei Festnetztelefonie, Mobilfunk und Internet verwies heute auf die "Stabilisierung der Kundenbasis im Segment Festnetz mit einem Rückgang der Anschlüsse um nur 0,8 Prozent" und auf das Kundenwachstum im Mobilfunk um 6 Prozent auf 19,0 Mio. Kunden. Der Umsatzrückgang sei vor allem auf geringere Erlöse aus dem Heimmarkt sowie bei der Mobilfunktochter in Bulgarien zurück zu führen. Das Betriebsergebnis im Festnetz gab um 12,2 Prozent nach. Im Mobilfunk gab es ein Minus von 7,5 Prozent.

Des weiteren betonte die Telekom den Anstieg des Free-Cashflow um beinahe 26 Prozent auf 165,7 Mio. Euro. Die Dividendenuntergrenze für 2010 bis 2012 von 75 Cent je Aktie wurde bestätigt. Weiterhin gelte es, die Kostenstruktur zu überprüfen, hieß es. Für das Geschäftsjahr 2010 werden Umsatzerlöse in der Höhe von rund 4,7 Mrd. Euro erwartet. Unter Berücksichtigung der Kostensenkungsmaßnahmen sollte sich das EBITDA auf rund 1,6 Mrd. Euro belaufen.

Personalstand sinkt

Die Telekom, an der der Staat noch rund 27 Prozent hält, hatte im Gesamtjahr 2009 einen Umsatzrückgang von 7,1 Prozent auf 4,802 Mrd. Euro. Der Jahresüberschuss drehte von minus 48,8 auf plus 94,9 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis gab bereinigt um 7,6 Prozent nach.

Zum Jahresende 2009 hatte die Telekom 16.573 Mitarbeiter. Von den rund 10.000 Festnetz-Beschäftigten waren 887 Personen dienstfrei gestellt. Der Personalstand sank im 1. Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt um 152 Personen, im Segment Festnetz wurde die Anzahl um 274 reduziert. (APA)

  • TA-Chef Ametsreiter
    foto: telekom austria

    TA-Chef Ametsreiter

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