Wieder Tote in Kindergarten in China

13. Mai 2010, 11:18
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Sieben Kinder und eine Lehrerin erstochen - Bereits der fünfte derartige Angriff auf Kinder in zwei Monaten

Peking - Bei einer Bluttat in einem Kindergarten in China hat ein Mann am Mittwoch sieben Kinder und zwei Erwachsene mit einem Hackmesser getötet. Elf Kinder wurden verletzt, zwei davon schwer, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die blutige Attacke ereignete sich im Dorf Linchang in der Provinz Shaanxi. Nach der Tat ging der 48-Jährige nach Hause und brachte sich mit einem Messer um, wie eine Behördensprecherin berichtete. "Er hatte psychische Probleme", sagte die Sprecherin.

   Innerhalb von nur zwei Monaten war es bereits die sechste Bluttat in chinesischen Kindergärten und Schulen. Die Serie hat Eltern in Angst und Schrecken versetzt.

   In Linchang starben fünf Buben, zwei Mädchen, die 50 Jahre alte Besitzerin des privaten Kindergartens und deren 80-jährige Mutter, berichtete Xinhua. Die getöteten Kinder sollen zwischen vier und sechs Jahre alt gewesen sein.

Der Zwischenfall passierte um 8.00 Uhr (Ortszeit), als die Kinder gerade in den Kindergarten gekommen waren. Nach ersten Ermittlungen der Polizei ließ der Täter offenbar seine Wut über einen Streit mit der Kindergartenleiterin auch an den Kindern aus. Wie Xinhua berichtete, hatte der Mann das Gebäude an den Kindergarten vermietet und den Auszug zum Ende des Mietvertrages im April gefordert. Die Leiterin habe das Haus erst im Sommer räumen wollen.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Seit Beginn der Bluttaten Ende März haben Kindergärten und Schulen ihre Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Die Behörden gehen davon aus, dass meist psychisch gestörte Nachahmungstäter am Werk sind, doch wiesen Experten auch auf tiefer liegende soziale Ursachen für die Gewalt gegen Kinder hin.

Die Behörden haben die Zensur der Nachrichten über die Bluttat in den chinesischen Medien verschärft. Nachdem Nachrichtenportale die Meldung anfangs noch verbreitet hatten, wurde sie im Laufe des Mittwochs an vielen Stellen wieder zurückgezogen. Am Abend war im Internet nur eine kurze Meldung auf Chinesisch zu finden, während die Staatsagentur Xinhua zumindest auf Englisch eine längere Version verbreitete. (APA)

 

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    Die Ärzte kämpfen noch um das Leben von einigen verletzten Kindern

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    Besorgte Eltern nach dem Amoklauf vor dem Kindergarten

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